Sachsens beste Pressefotos 2018

17. April 2019

Preisverleihung im Dresdner TAG24-Campus

Er hat schon fast alle vors Objektiv bekommen: Staatschefs, Olympiasieger, Künstler, royale Häupter, den Papst. Den Preis für das Sächsische Pressefoto des Jahres 2018 bekommt der Erfurter Fotograf Jens Meyer allerdings für Aufnahmen ganz normaler Bürger. Entstanden sind sie im letzten August bei einer Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chemnitz nach den gewaltsamen Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem Mordfall Daniel H.

Eine Fachjury entschied sich unter 119 Fotos genau für dieses ungewöhnliche Gruppenbild mit Botschaft. Der aus Erfurt stammende Fotograf, er arbeitet für AP, hat einen der wichtigsten Momente der sächsischen Landespolitik des letzten Jahres abgelichtet.

Die Preise für die besten Lokalfotos stiftet alljährlich der DJV Sachsen.  Preisträger sind Ronny Küttner, Sven Ellger und Steffen Füssel. Die Bildtitel der drei Preisträger wecken sicher Interesse: „Eisregen…“, „Summ, summ“ und „Wieder sicher fressen…“ Alles tolle Bilder! Der 1. Preis bei den Lokalfotos ging an die Aufnahme „Eisregen“ (kleineres Bild) von Ronny Küttner.

Da es in diesem Jahr keine Ausstellung der beste Pressefotos gibt, reicht ein Klick, um sich von der Qualität sächsischer Bildjournalisten zu überzeugen.

Am Abend des 17. April 2019 wurden im TAG24-Campus im Dresdner Haus der Presse auch die Gewinner in folgenden weiteren Kategorien gekürt:: Porträt, Reportage und Sport..

Amac Garbe stellt einmal mehr sein künstlerisches Faible für besondere Porträts unter Beweis. Im letzten Jahr gelang ihm eine Neu-Komposition im Atelier des Dresdner Malers Hubertus Giebe. Auch Fotograf Robert Michael ist kein unbekannter unter den Preisträgern. Neu ist allerdings die Sportart: American Football. Auch die Spieler der Dresden Monarchs – wie der Linbacker AJ Wentland – haben sich die Ehrung für das beste Reportagefoto des Jahres verdient, zählen sie doch zu den Topmannschaften in ganz Deutschland und ihre Sportart immer mehr Fans. Für das beste Sportfoto des Jahres erhält Kristin Schmidt einen Preis mit einem Foto vom Springreitturnier in Chemnitz.

Die Sächsische Zeitung rief den Wettbewerb um das beste sächsische Pressefoto bereits 1998 ins Leben, seit 2013 wird er auch von der Chemnitzer Freien Presse und der Leipziger Volkszeitung unterstützt. Später kam der DJV Sachsen hinzu. Neu dabei ist in diesem Jahr TAG24 – als Stifter des beliebten Publikumspreises. Im Zug der Digitalisierung gibt es eine weitere Premiere. Den Preis für das beste journalistische Web-Video erhalten Monika Skolimowska und Verena Chirkoch. Sie zeigen eine Auffangstation für Eichhörnchen, die Jaqueline Gräfe ehrenamtlich in ihrer Wohnung in Dresden betreibt.

Digital werden die besten Arbeiten in diesem Jahr präsentiert. Auch die Jury des Wettbewerbs zeigt sich im Internet. Wer den Publikumssieger mitbestimmen möchte, kann bis zum 30.04.2019 online für seinen Favoriten abstimmen. Unter allen abgegebenen Stimmen werden insgesamt 5 x 100 Euro Einkaufsgutscheine für den MediaMarkt verlost.

Die Preisverleihung fand im Tag24-Campus im Haus der Presse in Dresden statt. (PR/kmh/Fotos: Jens Meyer, Ronny Küttner, Michael Hiller)

Link zur Website: pressefoto-sachsen.de

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ARD/ZDF-Freienkongress ab heute in Leipzig

5. April 2019

Beim Mitteldeutschen Rundfunk startet zur Stunde der 4. ARD/ZDF-Freienkongress. Einmal jährlich treffen sich Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu Erfahrungsaustausch und Diskussion zu Problemen ihrer sehr breit gefächerten journalistischen und künstlerischen beruflichen Tätigkeit.

Bei ARD, ZDF und Deutsche Welle sind rund 18.000 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Sie sind eine fundamentale Stütze der Rundfunkanstalten und stemmen einen Großteil des Programmes. Freie Reporter sind vor Ort, wenn „Lügenpresse“ skandiert wird und sich Aggression an ihnen entlädt. Dennoch müssen sie um ihre berufliche Existenz bangen, wenn Sparmaßnahmen ins Haus stehen. Denn während feste Mitarbeiter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum gekündigt werden, fühlen sich die Freien oft als Manövriermasse der Anstalten.

Die für die Freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfreie Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Der Leipziger Kongress ist ausgebucht. Wer dennoch aktuell über das Geschehen in Leipzig informiert sein will, kann die Infokanäle bei facebook, twitter und instagram nutzen.

Einstweilige Verfügung gegen Innenministeräußerung geplant

5. März 2019

Der Innenminister Sachsen-Anhalts, Holger Stahlknecht, hat Ende vergangener Woche mitteilen lassen, dass er gegen Redakteure der „Städtischen Zeitung“ Halle Strafanzeige erstattet hat. Grund sei eine wahrheitswidrige Berichterstattung. Nach Medienberichten soll dies die Berichterstattung des online-Mediums über das Abwahlverfahren gegen den Teutschenthaler Bürgermeister Ralf Wunschinski (CDU) sein. Dem Innenminister sollen von der „Städtischen Zeitung“ offensichtlich strafbare Handlungen unterstellt worden sein.

Die betroffenen Redakteure weisen die Vorwürfe zurück. Felix Knothe, verantwortlicher Redakteur der „Städtischen Zeitung“, hat gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung erklärt, dass die Beschuldigungen unkonkret seien, man stehe zu den Ergebnissen der Recherche.

Der Inhalt der Strafanzeige ist bisher nicht bekannt. Die betroffenen Redakteure wehren sich gegen den Vorwurf der wahrheitswidrigen Berichterstattung und wollen nun Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung stellen.. Sie streben die Unterlassung ehrverletzender und geschäftsschädigender Behauptungen durch den Innenminister Sachsen-Anhalts an.

Der DJV Sachsen-Anhalt weist darauf hin, dass es die Aufgabe der Medien sei, Missstände nach gründlicher Recherche in die Öffentlichkeit zu bringen. Das treffe natürlich auch für alle Bereiche der Politik zu, betont Claudia Petasch-Becker, 2. Vorsitzende des DJV Sachsen-Anhalt. „Mit einer Strafanzeige gegen die Veröffentlichung vorzugehen, muss als Versuch gewertet werden, die Medien einzuschüchtern. Der einzig richtige Weg bei Falschdarstellung ist die Gegendarstellung, wie sie in den Pressegesetzen der Länder verankert ist“, so Claudia Petasch-Becker.

Ergänzung, 6.3.2019: Die „Städtische Zeitung“ hat gestern eine Gegendarstellung des Innenministers veröffentlicht.

Kästner-Flashmob am Dresdner Alberplatz

22. Februar 2019

Erich Kästner wurde vor 120 Jahren, am 23. Februar 1899, in Dresden geboren und hat in der Neustadt die für sein Schaffen wichtigen Kinderjahre verbracht. Der Presseclub der Landeshauptstadt verleiht seit 25 Jahren den „Erich-Kästner-Preis“. Dem Schriftsteller und Journalisten ist er damit auf besondere Weise verbunden.
Anläßlich des 120 Geburtstages plant der Presseclub am heutigen 22. Februar 2019, 12 Uhr einen Flashmob am Kästner-Denkmal auf dem Albertplatz (Ecke Alaunstraße). Der Journalist und Schauspieler Roland Fröhlich wird in die Rolle des Schriftstellers schlüpfen und für Passanten spontan einen Kästner-Text vortragen.

Bestes sächsisches Pressefoto 2018 gesucht!

17. Februar 2019

Im Freistaat wird das beste sächsische Pressefoto des Jahres 2018 gesucht. Der Wettbewerb läuft diesmal digital. Erstmals können auch Videos eingereicht werden. Jeder Pressefotograf kann sich mit bis zu drei Arbeiten am Wettbewerb beteiligen. Fotos und Videos (Link auf Youtube oder Vimeo) müssen digital an die Bildstelle der Sächsischen Zeitung eingereicht werden. Einsendeschluss ist am 4. März 2019.

Die Preise werden in mehreren Kategorien vergeben. Eine gesonderte Bewerbung ist nicht erforderlich. Neben dem Pressefoto des Jahres, werden auch das beste Lokalfoto sowie ein Publikumspreis prämiert. Sonderpreise gibt es für das beste Reportagefoto, das beste Porträt, das beste Sportfoto sowie das beste journalistische Web-Video. Insgesamt steht Preisgeld in Höhe von 4900 € zur Verfügung. Für das Spitzenfoto des Wettbewerbs werden 1000 € vergeben. An der Ausschreibung beteiligt sind die sächsischen Medien Freie Presse, Leipziger Volkszeitung, Sächsische Zeitung, TAG24 und der DJV Sachsen.

Pressefoto-Ausschreibung_2018Formular_Bildanforderung

 

Mangelndes Verständnis für Demokratie

2. Februar 2019

Schwarze Listen für Journalisten?

Chrupalla offenbart mit dieser Idee sein mangelndes Verständnis von Demokratie.

„Journalistinnen und Journalisten sind von Berufs wegen kritische Beobachter. Ihnen zu unterstellen, sie würden strategisch an der Zersetzung der Partei arbeiten, ist eigentlich zu lächerlich, um sich ernsthaft damit auseinander zu setzen“, meint Ine Dippmann, 1. Vorsitzende des DJV Sachsen. „Es bereitet mir dennoch Sorge, denn Herr Chrupalla strebt offenbar an, Ministerpräsident in Sachsen zu werden. Man stelle sich das vor – ein Regierungschef, der nur Journalisten Interviews gewährt, die ihm nach dem Mund reden.“

Sächsischer Kommunikationsauftakt heute in Radebeul

31. Januar 2019

Die Veranstaltung ist ausgebucht!
Wir bitten von Nachfragen abzusehen!

Die Kommunikationsverbände und -vereine im Freistaat Sachsen veranstalten am heutigen 31. Januar 2019 ihren traditionellen Jahresauftakt. Eingeladen sind die Mitglieder des DJV Sachsen sowie der sächsischen Landesgruppen von DPRG und Bundesverband Deutscher Pressesprecher, der Presseclubs Dresden und Leipzig sowie der Marketingclubs Chemnitz, Dresden und Leipzig. Rund 200 Journalistinnen und Journalisten, Pressesprecherinnen und Pressesprecher, Referentinnen und Referenten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PR-Beraterinnen und PR-Berater, Marketingverantwortliche, Agenturinhaberinnen und Agenturinhaber sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus der Branche werden am Abend erwartet.

Erstmals findet die gemeinsame Veranstaltung, die es seit 2014 gibt, außerhalb Dresdens im Radebeuler Staatsweingut Schloss Wackerbarth statt. Vertreten sind mit ihren Produkten auch weitere Weingüter und Winzer aus der Region Radebeul-Meißen unter Obhut der Sächsischen Weinkönigin.

Der Jahresauftakt der Kommunikationsverbände hat sich als wichtigstes Netzwerktreffen der Kommunikationsbranche in Sachsen etabliert. Die Gäste können sich auch diesmal auf ein kleines Buffet, Netzwerken und Führungen durch das Staatsweingut freuen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung beim jeweiligen Verband nötig. Der Eintritt ist frei, die Finanzierung erfolgt durch Unternehmen vorwiegend aus dem Freistaat.

DJV-Kritik am Polizeigesetz bekräftigt

26. Januar 2019

Dresden. Der DJV Sachsen hat am heutigen 26. Januar 2019 seine Kritik am Entwurf des neuen sächsischen Polizeigesetzes öffentlich bekräftigt. In einem Grußwort an die Demonstranten des Bündnisses „Polizeigesetz stoppen“ machte Sachsens DJV-Vorsitzende Ine Dippmann zunächst klar, dass die Polizei nicht Gegner sondern Partner sei. Die im Entwurf des Polizeigesetzes vorgesehene Stärkung des Berufsgeheimnisträgerschutzes reiche aber, ob der massiven Erweiterung polizeilicher Befugnisse, nicht aus.

Der DJV kritisiert zum einen, dass Journalist_innen in dem Entwurf zu Berufsgeheimnisträgern zweiter Klasse degradiert werden. Anders als Rechtsanwälte sind sie trotz eines bestehenden Zeugnisverweigerungsrechtes nicht von polizeilichen Maßnahmen ausgenommen, die in den Informantenschutz und das Redaktionsgeheimnis eingreifen. Die Achtung des Vertrauensverhältnisses zwischen Informanten und Journalisten ist aber ein Grundpfeiler der Pressefreiheit. Ine Dippmann appellierte daher an den Gesetzgeber zum einen dafür zu sorgen, dass diese Ungleichbehandlung von Berufsgeheimnisträgern im Gesetzentwurf beseitigt wird. Zum anderen müsse dafür gesorgt werden, dass über Maßnahmen, die den Informantenschutz berühren, unabhängige Stellen oder Gerichte entscheiden müssen, und zwar bevor polizeiliche Maßnahmen greifen. (ID)

Foto [hprfoto]

Weihnachtsgrüße aus allen Ecken…

23. Dezember 2018

Auch in diesem Jahr erreichten den DJV Sachsen zahlreiche Grüße zu Weihnachtsfest und Jahreswechsel. Wir bedanken uns auf diesem Wege bei allen, die den Journalistinnen und Journalisten im Freistaat Sachsen gewogen sind und grüßen herzlich zurück. 2018 war für den DJV Sachsen ein erfolgreiches Jahr. Im Mai wurde in Leipzig ein neuer Landesvorstand gewählt, im November fand der Bundesverbandstag in Dresden statt. Die Kooperation mit dem DJV Sachsen-Anhalt wurde erfolgreich fortgesetzt und geht 2019 bereits ins fünfte Jahr.

Wir bedanken uns bei allen, die den sächsischen DJV-Landesverband in den vergangenen Monaten begleitet haben. Unserer besonderer Dank gilt dabei den Unterstützern für unsere Veranstaltungen zum Verbandstag sowie beim alljährlichen Sommerfest. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte und wünschen allseits ein friedliches Weihnachtsfest sowie einen guten Start ins neue Jahr.

Polizeigesetz: DJV will Änderung von § 77

19. November 2018

Der DJV Sachsen sieht im neuen Polizeigesetz des Freistaates, das gegenwärtig im Landtag behandelt wird, eine Einschränkung des journalistischen Zeugnisverweigerungsrechtes. In einer Stellungnahme zum Entwurf der Sächsischen Polizeigesetzes äußert sich DJV-Justiziar Benno Pöppelmann zum Schutz von zeugnisverweigerungsberechtigten Personen. Das neue Gesetz regelt nicht, dass eine unvoreingenommene Prüfung erfolgt, bevor die Polizei Zugang zu journalistischen Quellen erhält. Der DJV Sachsen schlägt daher eine Neufassung des Paragrafen 77 vor. Die Stellungnahme liegt dem Innenausschuss des Sächsischen Landtages vor.

Der DJV geht davon aus, dass die Erhebung personenbezogener Daten unzulässig ist und zu unterbleiben hat, soweit tatsächliche Anhaltspunkte bestehen, dass in ein durch Berufsgeheimnisse geschütztes Vertrauensverhältnis (im Sinne der §§ 53 und 53a StPO) eingegriffen wird.

Die DJV-Stellungnahme zum sächsischen Polizeigesetz ist in der Geschäftsstelle des DJV Sachsen erhältlich.


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