Preisträger im Gespräch

27. Februar 2020

Deutsch-Tschechischer Journalistenpreis in Berlin zu Gast

Im zurückliegenden Jahr hat der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, gemeinsam mit dem Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und dem Tschechischen Journalistenverband (Syndikát novinářů) zum vierten Mal den Deutsch-tschechischen Journalistenpreis vergeben. Ausgezeichnet wurden Journalistinnen und Journalisten, die klischeefrei und differenziert über das Nachbarland berichten und dadurch zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Tschechen beitragen. Zu den Preisträgern 2019 gehören Alena Wagnerová, Jiří Fiedor, Oliver Hach und Dennis Wagner.

Im Tschechischen Zentrum Berlin diskutieren sie am 18. März 2020 ab 19 Uhr die Preisträger über aktuelle Herausforderungen für den Qualitätsjournalismus vor dem Hintergrund von zunehmendem Populismus und einer Emotionalisierung in der öffentlichen Debatte, über grenzüberschreitende Berichterstattung sowie über weitere spannende Fragen. In Kurzfilmportäts werden die anwesenden Preisträger vorgestellt.

Alena Wagnerová, die sich seit vielen Jahren mit der Kultur und Geschichte Mitteleuropas und den deutsch-tschechischen Beziehungen befasst, erhielt den Ehrenpreis für langjährige, herausragende journalistische Tätigkeit.

Jiří Fiedor wurde für seinen Dokumentarfilmzyklus Česko-německé století (Das deutsch-tschechische Jahrhundert), Česká televize (ČT2) mit dem tschechischen Preis in der Kategorie Multimedia geehrt. Die Jury lobte, dass die Filme beeindruckende, zum Teil noch weniger bekannte Schlaglichter auf die letzten 100 Jahre des deutsch-tschechischen Zusammenlebens werfen und unterschiedliche Ansichten ausgewogen und mit ausgezeichneter Kameraführung präsentieren.

Der deutsche Preis in der Kategorie Multimedia ging an Dennis Wagner für seinen Film Ein empfindsamer Mensch – Roadmovie-Roman von Jáchym Topol, ausgestrahlt in der ARD-Sendung Titel, Thesen, Temperamente. Dem Autor, der darin Tschechien anhand des Lebens und Arbeitens des Schriftstellers Jáchym Topol vorstellt, sei ein präzises Psychogramm der heutigen Gesellschaft gelungen, heißt es in der Begründung der Jury.

In der Kategorie Text wurde Oliver Hach für sein Dossier „Vor 50 Jahren starb die Freiheit in der Tschechoslowakei – Das Ende des Prager Frühlings“ in der Freien Presse Chemnitz ausgezeichnet. Die Jury würdigte seinen umfassenden Rückblick auf die Ereignisse des Prager Frühlings aus der Perspektive ehemaliger DDR-Bürger.

Die Preisverleihung zur vierten Ausschreibung des Deutsch-Tschechischen Journalistenpreises fand am 1. November 2019 im UT Connewitz in Leipzig statt.

 

Deutsch-polnische Themen gefragt

8. Januar 2020

Insgesamt 25.000 € Preisgeld für Beiträge beim
Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis

Einsendeschluss ist am 20. Januar 2020

Nur noch wenige Tage können Beiträge für den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis in den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia und „Journalismus in der Grenzregion“ eingereicht werden. Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 25.000 Euro bereit.
Die Sieger der diesjährigen Ausschreibung werden im Juni im Rahmen der Deutsch-Polnischen Medientage an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder prämiert.

Die eingereichten Veröffentlichungen sollen dazu beitragen, das Wissen von Deutschen und Polen übereinander zu erweitern, das gegenseitige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zu verbessern, das Alltagsleben auf beiden Seiten dem jeweiligen Nachbarn näherzubringen und das Zusammenleben in der Europäischen Union zu fördern. In den Beiträgen können sämtliche Aspekte des deutsch-polnischen Verhältnisses thematisiert werden. Besonders erwünscht sind Beiträge mit einem Bezug zur aktuellen Entwicklung im Nachbarland. Aber auch Artikel und Sendungen, die sich mit der schwierigen gemeinsamen Geschichte auseinandersetzen, sind als Bewerbungen absolut erwünscht. Erstmals besteht die Möglichkeit, dass Journalistinnen und Journalisten, Sender, Verlage und Redaktionen mehrere Beiträge für den Wettbewerb einreichen dürfen.
Veranstalter des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises sind die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die Robert Bosch Stiftung, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die sechs Partnerregionen: die drei Woiwodschaften – Westpommern, Lebus und Niederschlesien – und die drei Bundesländer – Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Sachsen. Die Robert Bosch Stiftung unterstützte den Preis von 2007 bis 2019.
Die Frist für die Einreichung von Wettbewerbsbeiträgen ist der 20. Januar 2020. Beiträge in allen Kategorien können über das Online-Registrierungssystem angemeldet.

Teilnahmebedingungen und weitere Informationen www.medientage.org

Frohes Weihnachtsfest!

24. Dezember 2019

Wir tun’s auch diesmal wieder digital: Allen und allseits ein schönes, friedliches Weihnachtsfest! Wiesole Hody unseren sorbischen Mitgliedern und Mitbürgern und unseren Nachbarn im Süden und Osten ein Vesele Vanoce und Wesolych Swiat.

Wir bedanken uns bei allen, die uns traditionell oder per E-Mail Weihnachtsgrüße geschickt haben und wünschen uns auch weiterhin gute Kontakte und gemeinsame Projekte. Danke an alle Mitglieder des DJV in Sachsen und an alle, die das Sozialwerk des DJV Sachsen unterstützen.

Für 2020 allen Gesundheit, Kraft  und berufliche Erfolge!

Stellenausschreibung: Geschäftsführer (m,w,d) des DJV-Landesverbandes Sachsen

26. November 2019

Der Deutsche Journalisten-Verband, Landesverband Sachsen e. V. (DJV Sachsen) – Berufsverband und Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten – mit Sitz in Dresden sucht ab 1. August 2020 einen/eine Geschäftsführer/in (m/w/d). Bewerbungen sind bis zum 15. Dezember 2019 möglich.
Der derzeitige Geschäftsführer, Michael Hiller, beendet am 31. Juli 2020 seine Tätiglkeit und geht in den Ruhestand.

Ausschreibung

 

Lessing und Fake News???

12. Oktober 2019

Journalistische Siegerin im Lessing-Schreibwettbewerb kommt erneut aus Bochum

Preisträgerin des journalistischen Themas beim Lessing-Schülerschreibwettbewerb 2019 ist Lili Depka, Schülerin der Klasse Q2 (12.Klasse) der Lessing-Schule Bochum.

Lili nutze eine einfache, klare und verständliche Sprache. Ihr Text setzt sich mit Journalismus von verschiedenen Seiten her auseinander: mit den Produkten, mit den Menschen, die im Journalismus tätig und jenen, die journalistische Erzeugnisse rezipieren. In ihrer Laudatio schreiben Katalin Vales und Axel Arlt vom DJV Sachsen an die Preisträgerin gerichtet: „Sie nahmen den Wettbewerb zum Anlass, sich mit der Berufswirklichkeit von Journalistinnen und Journalisten heute und früher auseinander zu setzen. Das Verständnis, dass Entwicklungen in ihrer jeweiligen Zeit betrachtet werden müssen und die Leistung, dies nicht nur in der eigenen Betrachtung zu berücksichtigen, sondern auch auf erzählerische Weise für die eigene Argumentation aufzubereiten, ist beispielhaft.

Die Preisträger des Lessing-Schülerschreibwettbewerbs 2019 wurden am Freitag (11.10.2019) im Stadttheater der Lessingstadt Kamenz augezeichnet. Die Schülerinnen und Schüler können sich in insgesamt vier Themenbereichen bewerben.. Neben dem journalistischen Thema, konnte eine phantastische Geschichte, ein Tagebuch oder eine Schelmengeschichte eingereicht werden.

Das journalistische Thema hieß „Nicht die Kinder bloß, speist man mit Märchen ab.“ („Nathan der Weise“) „Fake News“. Was ist das und warum sind sie gefährlich für unsere Gesellschaft? Was ist der Unterschied zwischen Journalismus und Märchen? Sprechen Sie darüber mit Journalisten in Ihrer Umgebung und fassen Sie die Aussagen in geeigneter Textform zusammen, die Sie selbst wählen können!

Innerhalb der letzten fünf Jahre kommt die Preisträgerin für das journalistische Thema zum zweiten Mal aus der Lessing-Schule Bochum. Der DJV Sachsen beteiligt sich seit vielen Jahren an der Ausschreibung des Kamenzer Lessingmuseums.

MDR-Warnstreik – Tarifverhandlungen stagnieren

18. September 2019

Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren heute (18.09.2019) in Leipzig dem Aufruf von DJV, ver.di und DOV zu einem befristeten Streik gefolgt, der noch bis Donnerstag
1 Uhr andauert.

Der Streik begleitete die fünfte Tarifverhandlungsrunde zur Vergütung der festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders. Die Verhandlung wurde ohne Ergebnis beendet.  Erst am 7. November soll weiter verhandelt werden.

Nach 80 Minuten war klar: die Geschäftsleitung bleibt bei ihrem Angebot von 4,2 % Steigerung auf Gehälter und Honorare für 24 Monate. Die Vorgaben der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) bänden den ARD-Anstalten die Hände, so die Argumentation des MDR.
Ralf Leifer, Verhandlungsführer des DJV, kritisierte dies. „Wenn die Rundfunkanstalten nur noch dem folgen können, was die KEF vorgibt, greift das in die grundgesetzlich garantierte Tarifautonomie der Gewerkschaften ein“, so der langjährige Geschäftsführer des DJV Thüringen.

Die Streikenden reagierten auf den Ausgang der Verhandlungsrunde empört und enttäuscht. Sie erwarten den von der Intendantin zugesagten Abschluss des MDR am oberen Rand der ARD-Tarifabschlüsse. Nur so lässt sich perspektivisch die Gehalts- und Honorarlücke zu den ARD-Anstalten im Westen Deutschlands schließen.

Der Warnstreik beim MDR ist Teil eines ARD-weiten Aktionstages.

Medieninformation

 

Warnstreik heute beim MDR

18. September 2019

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat am heutigen 18. September 2019 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Grund sind die bisher ergebnislosen Verhandlungen zur Vergütung der festen und freien Mitarbeiter der Drei-Länder-Anstalt. Seit April dieses Jahres verhandeln die Gewerkschaften DJV, verdi und Deutsche Orchester-Vereinigung (DOV) mit der Geschäftsleitung des MDR.

Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um 6 Prozent. Der MDR hat bisher 4,2 für eine Laufzeit von zwei Jahren angeboten. Neben Vergütungserhöhung als Kernforderung wollen die Gewerkschaften eine weitere Angleichung der Arbeitsbedingungen an die der anderen ARD-Anstalten erreichen.

Die von der MDR-Geschäftsführung aktuell vorliegenden, unzureichenden Angebote bedeuten für die Beschäftigten des Senders zugleich eine Abkopplung von den Tarifregelungen des Öffentlichen Dienstes, die bisher als Maßstab galten. Im öffentlichen Dienst der Länder wurden zuletzt Einkommenssteigerungen in Höhe von insgesamt ca. 7,8 Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten vereinbart. Zum Warnstreik aufgerufen haben die Landesverbände des DJV in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die Gewerkschaften verdi und DOV. Der Arbeitskampf heute ist Teil eines ARD-weitern Aktionstages des DJV.

Medieninformation  Weitere Infos im tarifblog

Nachwahl für SLM-Medienrat

3. Juli 2019

Der Sächsische Landtag wählt am 4. Juli 2019 einen Sachverständigen für den fünfköpfigen Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Die Nachwahl ist aufgrund des Ausscheidens von Grit Wißkirchen erforderlich. Der DJV hat den Geschäftsführer des sächischen Landesverbandes, Michael Hiller, vorgeschlagen. Der Deutsche Journalisten-Verband zählt im Freistaat rund 1200 Mitglieder und ist in den ostdeutschen Flächenländern der stärkste Landesverband.

Michael Hiller ist seit 29 Jahren als Geschäftsführer für den DJV Sachsen tätig und stand bereits im Dezember 2016 zur Wahl für das SLM-Gemium.

Die Sachverständigentätigkeit im Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt will er, sofern er gewählt wird, nutzen, um aktuelle medienpolitische Aspekte speziell aus journalistischer Sicht einzubringen; das vor allem bei Zulassungsfragen, Fragen von grundsätzlicher medienrechtlicher und medien- sowie standortpolitischer Bedeutung. „Ich werde mich darauf orientieren, journalistische Anteile in der sich weiter wandelnden Medienwelt nachhaltig zu verankern. Wichtig ist für mich die Sicherung und weitere Qualifizierung einer sächsischen Medienszene, die eine breite Meinungsvielfalt und kulturelle Bereiche vielfältig und realistisch widerspiegelt“, so Michael Hiller.

Mazowiecki-Preise in Wroclaw vergeben

14. Juni 2019

In Wroclaw sind am Abend des gestrigen 13. Juni 2019 bei einer feierlichen Gala im Schloss Topacz die diesjährigen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreise verliehen worden. Mehr als 115 Einsendungen (darunter 59 aus Deutschland und 56 aus Polen) hatte die Jury in diesem Jahr für die fünf Kategorien Presse, Multimedia, Fernsehen, Radio und „Berichte aus dem Grenzgebiet“ erhalten. 27 Beiträge von Journalistinnen und Journalisten aus Polen, Deutschland, der Ukraine sowie Frankreich wurden nominiert. Mitglieder der Jury lobten das hohe Niveau der Einsendungen.

Gewinner des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2019 sind: Urszula Ptak, Krytyka Polityczna (Print), Pia Rauschenberger, Deutschlandfunk Nova (Hörfunk), Natalie Steger und Milena Drzewiecka, Phoenix Dokumentationen (Fernsehen), Małgorzata Jurgiel, Polskie Radio Szczecin S.A. („Journalismus in der Grenzregion“). In der Kategorie Multimedia gewann der Beitrag von Helene Bienvenu und Kasia Strek vom Portal Cafébabel – das Europamagazin. Die sächsischen Nominierten Roman Nuk und Holger Lühmann gingen leider leer aus… (ID/Foto Uwe Schimunek)

Presseinfo

„Eichhörnchen päppeln“ ist Publikumsliebling

6. Mai 2019

Bei den besten sächsischen Pressefotos gab es in diesem Jahr erstmals auch Videos. Sieger wurde ein tierische Video! Die Preisverleihung erfolgte bereits am 17. April dieses Jahres. Und nun haben auch die Gäste der Webpräsenz ihr Votum abgegeben:
Eichhörnchen sind die neuen Katzen, und Web-Videos werden immer beliebter. Das hat die Onlineabstimmung beim diesjährigen Pressefoto-Wettbewerb „blickpunkt“ gezeigt. Die mit Abstand meisten der über 1000 abgegebenen Stimmen erhielt das Web-Video von Monika Skolimowska. Darin erzählt die aus Berlin stammende dpa-Fotografin in bewegenden Bildern die Geschichte einer Eichhörnchen-Auffangstation. Ob aus dem Nest gefallen, verletzt oder mutterlos – die Dresdnerin Jaqueline Gräfe päppelt in ihrer Wohnung die kleinen Nager mit viel Routine und noch mehr Geduld auf. Diese Hilfe betreibt sie ehrenamtlich als Mitglied im bundesweiten Netzwerk Eichhörnchen-Notruf.
Das Sieger-Video erhält ein Preisgeld von 400 Euro – gestiftet von TAG24. Auch die Sächsische Zeitung, die den Wettbewerb um die besten Pressefotos 1998 ins Leben rief, die Chemnitzer Freie Presse, die Leipziger Volkszeitung sowie der sächsische Journalistenverband (DJV)  unterstützen diesen Wettbewerb. In diesem Jahr wurden unter den 47 Teilnehmern mit 125 Bildern bzw. Web-Videos 12 Preisträger gekürt. Alle Gewinner und alle Wettbewerbsarbeiten finden Sie im Internet unter pressefoto-sachsen.de


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