Abhören von Journalisten – unrechtmäßig!

29. Juni 2017

Nach Berichten des Medienmagazins ZAPP wurden im Zuge der Ermittlungen wegen Verdachts auf „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ Telefongespräche von Leipziger Journalisten abgehört und aufgezeichnet. Dem Bericht zufolge wurden die betroffenen drei Journalisten nicht informiert und die Aufzeichnungen zunächst auch nicht gelöscht.
Als berufliche Interessenvertretung der Journalistinnen und Journalisten kritisiert der DJV Sachsen dieses Vorgehen der Ermittlungsbehörden. Das Abhören von Telefongesprächen ist ein schwerwiegender Eingriff in die Pressefreiheit. Es zeugt von wenig Sensibilität, wenn Aufzeichnungen angefertigt und aufbewahrt wurden, obwohl bekannt war, dass es sich um Gespräche handelte, bei denen Journalisten beteiligt waren. Die Daten hätten unverzüglich gelöscht werden müssen.
Der sächsische Journalistenverband fordert die Ermittlungsbehörden des Freistaates auf, die Vorgänge gründlich zu überprüfen und dafür Sorge zu tragen, dass zukünftig bei Ermittlungen die Rechte von Journalisten in vollem Umfang gewahrt werden.

Advertisements

Sommerfest hinterm Haus

7. Juni 2017

Alljährlich lädt der DJV Sachsen seine Mitglieder sowie Partner und Freunde des Berufsverbandes zum rustikalen Sommerfest in die Dresdner Geschäftsstelle. In zehn Tagen ist es soweit!

Am Abend des 16. Juni 2017 gehört der Hof hinter der Geschäftsstelle in der Hospitalstraße, völlig verwandelt, den Gästen des Verbandes. Rund 120 werden auch in diesem Jahr erwartet.  Wie immer wird gegrillt, getrunken und gequatscht. Und etwas Musik aus der aufgefrischten Konserve sowie die traditionelle Tombola gibt’s auch.

Für DJV-Mitglieder und geladene Gäste sind Eintritt und Grillbuffet frei. Getränke gibt’s zum symbolischen 1-€-Preis, Tombolalose zu je 3 € (4 Lose 10 €). Die Erlöse des Sommerfestes fließen dem Sozialwerk des DJV Sachsen zu.

www.djv-sommerfest.de | Anmeldung | Mitglied werden

Lessingwettbewerb: Anerkennung für Toleranzbeitrag aus Dresden

6. Juni 2017

Im Rahmen des Kamenzer Lessing-Schüler-Schreibwettbewerbs 2017 wurde Helene Illmer aus der 9. Klasse des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden für ihren journalistischen Beitrag über erlebte Toleranz mit einer Anerkennung des Deutschen Journalisten-Verbandes, Landesverband Sachsen, ausgezeichnet. Ausgangspunkt des Textes ist ein Buch einer Journalistin zum Fremdenhass, auch in sächsischen Dörfern. Sie hatte ehren­amtlich in einer Asylbewerberunterkunft in einem Dorf bei Bautzen gearbeitet und dort auch recherchiert. Die Leser erfahren, dass die Dorfbe­wohner in diesem Buch in ein schlechtes Licht gestellt werden. Auch ihr bei der Unterstützung der Asylbewerber sehr aktiver Großvater fühlt ich durch das Werk der Journalistin, die mit ihm viel gesprochen hat, tief verletzt.

Die Schülerin reflektiert die Entwicklung im Verhältnis der Einwohner zu den Asyl­bewerbern das Wirken ihres Großvaters. Wir lesen von anfänglicher Ablehnung bis hin zu unter­schied­lich starkem Engagement einzelner Dorfbewohner für die Fremden. Es ist nach­zu­voll­ziehen, wie die Toleranz der Einheimischen zunimmt.

Die Gedanken, die Helen Illmer dazu entwickelt wie Fremdenhass Einhalt geboten werden kann, sind richtig, im Alltag aber oftmals schwer zu verwirklichen. Ihre bis dahin klare Gedankenführung lässt der Text bei der Betrachtung des Verhältnisses von Rechts- und Linksradikalen im Umgang mit Asylbewerbern leider vermissen. Die Empfehlung der Jury des DJV Sachsen fasste der 2. Landesvorsitzende Axel Arlt in der Laudatio so zusammen: „Wenn sie darüber schreiben, müssen sie differenzieren. Das gehört dazu, um dem Anspruch gerecht zu werden, den sie in ihrem letzten Satz formulieren – sich mittels Bildung und Aufklärung mit Fremdenhass auseinanderzusetzen‘ – und damit für Toleranz zu werben. Der Jury ist es ebenfalls wichtig darauf hinzuweisen, dass die Schülerin in ihrem Wettbewerbsbeitrag den journalistischen Berufsstand direkt an seine Sorgfaltspflicht erinnert hat.

Die Preisträger des Lessing-Schüler-Schreibwettbewerb 2017 ehrte der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz (parteilos) am 2. Juni 2017 im Stadttheater der Lessingstadt: das sind zu den literarischen Themen in der Klassenstufe 9/10 Hanna Spinde (Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium Niesky, Klasse 10); Katja Müller-Kuckelberg (Gymnasium Klotzsche, Klasse 10); Marina Kirillova, Shenja Gecks und Yasmin Maazaoui (alle Romain-Rolland-Gymnasium Dresden, Klasse 9); sowie in der Klassenstufe 11 bis 13 Sarah Grund (BSZ Kamenz, Klasse 11).

Der Lessing-Schüler-Schreibwettbewerb wird alljährlich vom Lessingmuseum Kamenz ausgelobt.

Deutsch-Tschechischer Journalistenpreis

2. Juni 2017

Beiträge können bis zum 31.7. eingereicht werden

Die Ausschreibung für den zweiten Jahrgang des Deutsch-tschechischen Journalistenpreises hat begonnen. Beiträge können bis zum 31.7.2017 eingereicht werden.

Der Preis wird vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalistenverband und dem Tschechischen Journalistenverband (Syndikát novinářů) ausgeschrieben. Mit dem Preis wollen die Veranstalter Journalistinnen und Journalisten auszeichnen, die gegen den Trend der schnellen, oberflächlichen Berichterstattung gehen und so zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen.

„Ein verantwortungsvoller Journalismus, der sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt, sondern genau hinsieht, Zusammenhänge erklärt, hinterfragt und einordnet, ist in einer Zeit der zunehmenden Manipulation mit Fakten und Meinungen unentbehrlich“, sagt Tomáš Jelínek, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. „Die Erfahrung des ersten Jahrgangs hat gezeigt, dass es eine beruhigend große Zahl an Journalistinnen und Journalisten auf beiden Seiten der Grenze gibt, die nicht die Mühe scheuen, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit Themen im Nachbarland auseinanderzusetzen, immer wieder selbst vor Ort zu sein, mit einzelnen Menschen zu sprechen und ihre Geschichten in einen globalen Kontext zu stellen“, so Jelínek. „Und dass sich diese Mühe am Ende auch auszahlen kann“.

Prämiert werden jeweils ein deutschsprachiger und ein tschechischsprachiger Beitrag aus den Kategorien Text, Audio und Multimedia.  Mit dem Sonderpreis „Milena Jesenská“ wird darüber hinaus ein deutscher oder tschechischer Beitrag ausgezeichnet, der sich in herausragender Weise mit den Themen Zivilcourage, multikulturelle Verständigung und Toleranz beschäftigt und einen aktuellen Gegenwartsbezug besitzt.

Für den zweiten Jahrgang wünschen sich die Veranstalter erneut Beiträge mit einem breiten Themenspektrum aus beiden Ländern und insbesondere eine stärkere Beteiligung deutscher Print-Journalisten, aber auch weiterhin Mut zu neuen Formaten. Im ersten Jahrgang waren nicht nur klassische journalistische Beiträge prämiert worden, sondern auch eher literarische Reportagen und Features.

Der Preis ist in allen Kategorien mit jeweils 2000 Euro dotiert. Beiträge können von den Autoren selbst eingereicht werden, aber auch von Redaktionen oder Dritten vorgeschlagen werden.  Die Ausschreibung sowie weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.deutsch-tschechischer-journalistenpreis.de

Tschechische Presseinfo

Ein Rückblick auf den ersten Jahrgang findet sich hier: http://cesko-nemecka-novinarska-cena.cz/de/home/aktuell/ruckblick-auf-den-1-jahrgang-des-deutsch-tschechischen-journalistenpreises

Die Jury des Deutsch-tschechischen Journalistenpreises 2017:

Kategorie Text: Petr Brod (Journalist und Publizist) Daniel Brössler (Süddeutsche Zeitung) Adam Černý (Hospodářské noviny, Vorsitzender des Tschechischen Journalistenverbandes) Anneke Hudalla (Europäische Akademie Berlin) Karel Hvížďala (Journalist und Autor, Tschechischer Rundfunk u.a.)

Kategorie Audio: Libuse Černá (Radio Bremen) František Černý (Journalist und Diplomat a.D.) Bogna Koreng (MDR-Studio Bautzen) Lída Rakušanová (Journalistin und Autorin, Deníky u.a.)  Christoph Scheffer (Hessischer Rundfunk)

Kategorie Multimedia: Vojtěch Berger (Tschechischer Rundfunk) Michael Hiller (Journalist, Geschäftsführer des DJV Sachsen) Bará Procházková (Online-Portal ČT24) Frank Überall (WDR, Vorsitzender des DJV) Blanka Závitkovská (Tschechisches Fernsehen)

Kontakt:
Silja Schultheis | Mail: silja.schultheis@fb.cz
tel: +420 273 167 361  |  GSM: +420 737 505 790
www.zukunftsfonds.cz

DJV Sachsen: Heute mal im Dixieland…

20. Mai 2017

Die Dresdner Einkaufsmeile Prager Straße ist heute ganz Dixieland und der DJV Sachsen auch. Wir präsentieren uns auf der Jazzmeile als Verband und geben Einblick in journalistische Arbeit unter dem Motto „Journalisten als Buchautoren“. Am Stand des Landesverbandes gibt es ein breites Spektrum: Von Drops bis Krimi – neben Regionalem, ganz frische Krimis, CD’s mit Sächsisch-Sprachkursen bis hin zum klassischen Bildband. Natürlich gibt es Dixieland auch gedruckt. Und da der DJV-Sachsen-Stand ganz nah dran ist, muss man auch auf die passende Begleitmusik nicht verzichten. Einige Autoren sind selbst anwesend und wollen mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Bücher, CD’s und die Funktürme 3 und 4 können auch gekauft werden.

Der DJV Sachsen ist Unterstützer des 47. Dixieland Festivals Dresden, das am Sonntag mit der traditionellen Dixie-Parade durch die Landeshauptstadt beendet wird. Eine Woche lang beherrschten Jazzbands das Stadtbild, die Bühnen und Biergärten der Stadt.

Unseren Stand finden Sie auf der Prager Straße in der Nähe des Pullmann-Hotels (ehemals Newa).
www.dixielandfestival-dresden.com

Bestes sächsisches Pressefoto gekürt

10. Mai 2017

Unter 233 Pressefotos avancierte diese außergewöhnliche Momentaufnahme zum besten des Jahres 2016. Sie gelang dem Leipziger Fotografen Jan Woitas im Februar 2016 vor einer Flüchtlingsunterkunft im Erzgebirge.

Der Flüchtlingsjunge Ramzi Khatoum beobachtet am 22.02.2016 Journalisten vor einer Flüchtlingsunterkunft in Clausnitz (Sachsen). Am gleichen Tag besuchte die sächsische Integrationsministerin gemeinsam mit dem Bürgermeister den Ort. Am vergangenen Donnerstag hatte hier eine grölende Meute von etwa 100 Menschen einen ankommenden Bus blockiert, der Flüchtlinge in den Ortsteil von Rechenberg-Bienenmühle bringen sollte. Foto: Jan Woitas/dpa

Erst auf den zweiten oder gar dritten Blick erkennt man in einem winzigen Fensterspalt die Augenpartie des Flüchtlingsjungen Ramzi Khatoum. Scheu lugt er hervor, während draußen Politik gemacht wird, Integrationsministerin und Bürgermeister besuchen die Unterkunft. Eine Woche zuvor hatten Einwohner unter großem Gejohle einen Bus blockiert, der Flüchtlinge in das kleine Dorf bringen sollte.

59 Fotografen beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb, am heutigen Mittwochabend (10. Mai 2017) wurden die besten Arbeiten auf einer Gala in der Dresdner Altmarkt-Galerie gewürdigt. Seit 1998 gibt es den Wettbewerb, den die Sächsische Zeitung initiierte, seit 2013 unterstützen die Chemnitzer Freie Presse und die Leipziger Volkszeitung die Auswahl der besten sächsischen Pressefotos.

Niesky.
Nieskys Stadtwehrleiter Steffen Block im Interview mit Danilo Dittrich von Telenews Network. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr waren zu einem schweren Unfall mit vier Fahrzeugen an der B115 gerufen worden.
Fotograf: André Schulze,
Datum: 13.12.2016, Für die Sächsische Zeitung, Lokalredaktion Niesky.

Der DJV Sachsen stiftet als neuer Partner erstmalig u.a. die Lokalpreise. André Schulze gewann mit seiner Aufnahme „Blaulicht“. Das beste Sportfoto gelang dem Thomas Eisenhuth. Der Dresdner hielt den Aufstiegsjubel der Leipziger Bullen für die Ewigkeit ist. Menschen stehen seit jeher im Fokus des Halbchilenen Amac Garbe, und so war der diesjährige Preis für das beste Porträtfoto der beste Lohn. Er setzte einen Eierschecke-essenden Schauspieler in der Dresdner Neustadt in Szene. Die meisten Preise sammelte in diesem Jahr der Dresdner Thomas Kretschel. Er kam mit seinen Fotos zweimal in die Top Five der besten Aufnahmen und lieferte das beste Reportage-Foto.

Natürlich gibt es auch in diesem Jahr einen Publikumspreis. Zur Abstimmung stehen 147 Arbeiten in der Ausstellung. Vor Ort und im Internet können die Stimmen abgegeben werden.

Die Schau der besten Pressefotos ist bis 27. Mai in der Dresdner Altmarkt-Galerie zu sehen von Montag bis Samstag jeweils 10 bis 21 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Internet: Galerie mit allen Preisträgern und den besten sächsischen Pressefotos unter www.sz-link.de/blickpunkt

Heute: Pressefoto 2016

10. Mai 2017

banner-m

Heute Abend werden in Dresden die Preisträger des Fotowettbewerbs um das Sächsische Pressefoto des Jahres 2016 bekannt gegeben und die Preise an die Bildjournalisten übergeben. Den ursprünglich von der Sächsischen Zeitung (SZ) ins Leben gerufenen Wettbewerb haben diesmal die sächsischen Tageszeitungen SZ, Leipziger Volkszeitung und Freie Presse gemeinsam mit dem DJV Sachsen veranstaltet.

Das Pressefoto des Jahres ist mit 1000 € dotiert. Weitere Geldpreise gibt es für das beste Reportagefoto, das beste Portrait, das beste Sportfoto sowie für den Publikumspreis. Der Journalistenverband (DJV Sachsen) stiftet die Preise für das sächsische Lokalfoto 2016 (je 400, 200 und 100 €).

Die Preisverleihung findet 19.30 Uhr in der Dresdner Altmarktgalerie statt, wo die Pressefotos auch zu sehen sind.

Journalistik wieder mit Niveau!

27. April 2017

Der DJV Sachsen bedauert die Ende April bekannt gewordene Entscheidung der Universität Leipzig, für das im Herbst beginnenden Wintersemester im Journalistik-Studiengang keine Studierenden aufzunehmen. So anerkennenswert das Vorhaben sei, den Studiengang reformieren zu wollen, die vorgesehene Aussetzung der Immatrikulation werfe auf die einst sehr anerkannte Journalistik-Ausbildung an der Universität Leipzig einen Schatten, der einen wie auch immer gearteten Neustart belasten werde, heißt es in dem Brief, der an den Studiendekan der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie, Prof. Thomas Kater gerichtet ist.

Der DJV Sachsen verweist darauf, dass viele Mitglieder des Verbandes die Leipziger Journalistik-Ausbildung absolviert haben. Sie seien mit Recht stolz darauf. Die Attraktivität der Ausbildung habe aber unter anderem aufgrund der gravierenden Einschnitte Anfang der 2010-Jahre gelitten. Der offensichtlich auch darauf zurückzuführende Rückgang der Bewerberzahlen wurde an der Universität Leipzig nicht als Alarmzeichen erkannt.

DJV-Landesvorsitzende Ine Dippmann: „Gut ausgebildete Journalisten werden nach wie vor und gerade jetzt dringend benötigt. Als führende Berufsorganisation der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat Sachsen fordern wir die Fakultät auf, die universitäre Journalistik-Ausbildung in Leipzig schnellstmöglich wieder auf das einstige hohe Niveau zurückzuführen.“ Der DJV Sachsen sei bereit, bei einer Neuprofilierung der Journalistikausbildung mitzuwirken.

Foto: Journalistik im Uni-Hochhaus ganz oben – das war einmal! [hprfoto]archiv

Journalismus und die SLM

7. März 2017

Jahresempfang bei der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Da geht es meist um Wirtschaftlichkeit und neue Vermarktungmöglichkeiten – ein Hauptproblem der zahlreichen privaten Rundfunkanbieter in Sachsen. Der Freistaat zählte im Jahr 2016 immerhin 46 lokale lizenzierte Hörfunk- und Fernsehprogramme.

Am gestrigen 6. März 2017 stellte SLM-Präsident Michael Sagurna bei seiner Begrüßung die Rolle journalistischer Arbeit in den Medien in den Mittelpunkt. Diese sei nicht nur für die Medien selbst wichtig sondern vor allem für Demokratie und die Gesellschaft insgesamt. Die SLM betreibe keine Wirtschaftsförderung, sie nehme vielmehr die Aufgabe der Sicherung der Meinungsvielfalt durch Medienvielfalt wahr, so Sagurna. „Qualität des Journalismus privater und öffentlich-rechtlicher Medien ist zudem eine probate Antwort auf Fehlinformationen über digitale, so genannte soziale Plattformen.“ Facebook zum Beispiel könne Katastrophen anrichten, während professioneller Journalismus Katastophen einordnen könne. Die SLM wolle die in Deutschland einmalige Programmvielfalt der sächsischen Lokalfernsehlandschaft auf lokaler und regionaler Ebene erhalten. Im Hörfunkbereich würdigte Sagurna die Bestrebungen um DAB+ und speziell die Zusammenarbeit von MDR und R-SA bei der Zurverfügungtellung von Sendekapazitäten.

Medienkompetenz in Sachsen heißt SAEK. Seit zwanzig Jahren haben sich die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle zu „hoch geschätzten Ansprechpartnern bei der Förderung von Medienkompetenz“ entwickelt, schätzt Sagurna beim Jahresempfang ein. Man wolle die SAEK zu einer Marke machen und die bisherigen Angebote kritisch in den Blick nehmen. (kmh)

Protest im Dresdner Zwinger

2. März 2017

dsc03066 (hprfoto)Dresdner Journalistinnen und Journalisten zeigten heute Mittag, dass ihnen das Schicksal von Deniz Yücel und den anderen ungefähr 150 in türkischen Gefängnissen sitzenden Journalisten sowie dsc03068-from-dddie Gefährdung der Pressefreiheit nicht egal ist. Für eine Viertelstunde trafen sie sich im Zwinger und setzten damit aus der „Hauptstadt der Lügenpresse“ ein Zeichen der Solidarität.

Fotos [hprfoto]2017


%d Bloggern gefällt das: