Offener Brief an Zeitungsverlage

9. April 2018

Faire Vergütung für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen fordert der sächsische Journalistenverband (DJV) am heutigen 9. April 2018 in einem Offenen Brief, der an alle Verlage im Freistaat gerichtet ist.
In Dresden waren am Mittag bereits zum zweiten Mal Mitglieder des Verbandes unterwegs, um unter Passanten auf die insgesamt unbefriedigende Situation der festen und freien Mitarbeiter im Tageszeitungsbereich aufmerksam zu machen. Die sächsischen Tageszeitungen sind seit Jahren von der Tarifentwicklung abgekoppelt. Der tariflose Zustand führe bereits dazu dazu, dass der Beruf unter jungen Leuten immer weniger attraktiv ist. Der DJV Sachsen sieht die Zukunft der Branche in Gefahr, heißt es in dem Schreiben. Anlass für den Brief und die heutige Aktion sind die in Frankfurt/Main stattfindenden Gehaltstarifverhandlungen (#TVTZ18) zwischen DJV, verdi und dem Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV).

Offener Brief an die sächsischen Zeitungsverleger

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Presserat legt Bilanz 2017 vor

7. März 2018

Der Deutsche Presserat hat in Berlin seinen Jahresbericht vorgestellt. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse* sei weiter gefragt, auch wenn die Zahl der Beschwerden leicht zurückgegangen sei, heißt es in einer vorab verbreiteten Pressemitteilung: 1.788 Beschwerden gab es im vergangenen Jahr, 2016 waren es noch 1.851.

Im Jahr 2017 wurden 508 Beschwerden in den Ausschüssen bewertet und entschieden. 277 davon erwiesen sich als begründet. Die Verteilung der festgestellten Verstöße auf die Ziffern des Kodex blieb unverändert: Die ersten drei Plätze nahmen wie in den Vorjahren die Ziffern 2 (Sorgfaltsplicht), 7 (Trennung von Werbung und Redaktion) sowie Ziffer 8 (Schutz der Persönlichkeit) ein.

Nahezu jede zweite Rüge wegen Schleichwerbung

Weniger häufig als in den Vorjahren griff der Presserat zu seiner schärfsten Sanktion: 21 öffentliche Rügen verhängten die Beschwerdeausschüsse 2017, im Vorjahr waren es 33. Fast jede zweite Rüge bezog sich auf Verstöße gegen den Trennungsgrundsatz von Werbung und Redaktion.

„Gerade im unklaren Aufbau von Online-Seiten und der Bezeichnung von bezahlten Veröffentlichungen als ‚Partnerinhalt‘ sehen wir eine schwerwiegende Irreführung der Leserinnen und Leser“, so der Geschäftsführer des Presserats Lutz Tillmanns.

12.1: Jeden Fall sorgfältig abwägen

Die 2017 neu gefasste und mit Leitsätzen ergänzte Richtlinie 12.1 zur Nennung von Gruppenzugehörigkeiten und Nationalitäten in der Kriminalitätsberichterstattung sorgt nach wie vor für Diskussionen. Immer wieder argumentieren Redaktionen gegenüber dem Presserat, dass Polizei und Behörden die Zugehörigkeit von Tatverdächtigen im Netz veröffentlichen und es deshalb den Lesern gegenüber kaum vertretbar sei, diese in der eigenen Berichterstattung wegzulassen.

Der Presserat plädiert dafür, jeden Fall eigenverantwortlich zu bewerten und sorgfältig abzuwägen. „Zu den Kernaufgaben des Journalismus gehört schon immer die eigenverantwortliche Auswahl und Zusammenführung von Informationen nach ihrer jeweiligen Bedeutung“, so der Sprecher des Presserats Manfred Protze. „Die Nichterwähnung verfügbarer Detailinformationen verstößt daher nicht zwangsläufig gegen das Wahrhaftigkeitsgebot. Im Zweifel sollten Redaktionen ihre Auswahl den Lesern erklären“. 2

Unverändert gilt jedoch: „Die Achtung der Menschenwürde und die Beachtung rechtsstaatlicher Grundsätze gebieten es, unbegründeten Verallgemeinerungen individuellen Fehlverhaltens keinen Vorschub zu leisten“, so Protze weiter.

Diskriminierende Verallgemeinerungen vermeiden

Am 22. März 2017 hatte der Presserat die Regeln für die Kriminalitätsberichterstattung im Pressekodex präzisiert. Die Richtlinie 12.1 stellt nun statt auf einen begründbaren Sachbezug auf ein begründetes öffentliches Interesse ab, das für eine Erwähnung der Zugehörigkeit eines Tatverdächtigen vorliegen muss.

Die neu gefasste Richtlinie formuliert zudem erstmals ausdrücklich das Ziel der Regelung, diskriminierende Verallgemeinerungen individuellen Fehlverhaltens zu vermeiden. Im Mai 2017 gab der Presserat Leitsätze heraus, die die neue Richtlinie ergänzen und den Redaktionen praktische Entscheidungshilfen an die Hand geben.

2017 sprach der Presserat insgesamt 21 Rügen aus, 58 Missbilligungen und 153 Hinweise. 45 Beschwerden waren begründet, auf eine Maßnahme wurde jedoch verzichtet.

Der Jahresbericht steht auf der Homepage des Presserats zum Download bereit. (PR/kmh)

*Dem Deutschen Presserat (ein eingetragener Verein) gehören zwei Verleger- und zwei Journalistenorganisationen an. Mitglieder sind der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der Deutscher Journalisten-Verband (DJV), die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)

Mahnwache vor der Frauenkirche

14. Februar 2018

Rund 40 Dresdner Journalistinnen und Journalisten waren am frühen Nachmittag des heutigen 14. Februar 2018 dem Aufruf des DJV Sachsen auf den Neumarkt der Landeshauptstadt gefolgt. „Free Deniz“ forderten sie vor der Kulisse der Frauenkirche. Sie erinnerten mit ihre Mahnwache daran, dass der deutsch-türkische Journalist Deniz Yucal unschuldig und ohne Anklage in der Türkei seit genau einem Jahr in Untersuchungshaft sitzt. Mit der Aktion forderten sie gleichzeitig die Freilassung weiterer mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten, die ebenfalls in türkischer Untersuchungshaft sitzen.   

Mahnwache: Free Deniz 14.2.2018

12. Februar 2018


Ein Jahr ist ein Jahr zu viel!

Am 14. Februar 2017 wurde der deutsch-türkische Journalist und „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel in Istanbul von der Polizei in Gewahrsam genommen, nachdem er der Aufforderung zu einer Befragung Folge geleistet hatte. Nach einem Jahr sitzt er noch immer in Haft – ohne Anklage. Das ist weder mit dem Grundsatz der Pressefreiheit noch mit rechtsstaatlichen Prinzipien vereinbar. freedeniz.de

Der DJV Sachsen organisiert deshalb eine kurze Mahnwache – und einen (Foto-)Termin für die Dresdner Medien – am

14. Februar um 13 Uhr
am Lutherdenkmal vor der Frauenkirche
in Dresden, Neumarkt

Ansprechpartner des DJV Sachsen werden vor Ort auch für O-Töne zur Verfügung stehen. Eventuelle Rückfragen beantworten gerne DJV-Landesgeschäftsführer Michael Hiller (0351/2527464, Mobil: 0177/2527464) und Lars Radau (0351/50074009, Mobil. 0179/5156516)

20. Sächsischer Fotowettbewerb

30. Januar 2018

Das beste Pressefoto des Jahres 2017 wird gesucht. Bis 28. Februar 2018 sind Bewerbungen möglich!

Wieder ist ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen. Um die Flüchtlinge ist es ruhiger geworden, viele bemühen sich um Integration. Aber Proteste gibt es immer noch, und manche Flüchtlinge, wie die S-Bahn-Schubser, benehmen sich leider auch daneben. Das Flüchtlingsthema hatte starken Einfluss auf die Bundestagswahl, die AfD wurde stärkste Partei in Sachsen. Der Ministerpräsident trat zurück, ein junger Nachfolger versucht nun viele Dinge besser zu machen. Für eine Berg- und Talfahrt der Gefühle sorgte erst die Ankündigung für eine neue Chipfabrik in Dresden und dann die Siemens-Schließungspläne für Görlitz und Leipzig. Nicht zu vergessen: Sachsen spielt dank RB in der Champions League, Dynamo und Aue schlagen sich auch ganz wacker. Große Emotionen in allen drei Stadien und sicher wieder tolle Fotomotive.

Alle Pressefotografen sind aufgerufen, ihre besten Sachsen-Bilder aus dem Jahr 2017 einzureichen. Freie Presse, Leipziger Volkszeitung, Sächsische Zeitung und der DJV stiften die Preise.

Im vergangenen Jahr räumten zwei Fotografen richtig ab: dpa-Fotograf Jan Woitas aus Leipzig gewann den Hauptpreis und nahm den 3. Preis mit nach Hause. Thomas Kretschel, vor allem für die Sächsische Zeitung im Einsatz, freute sich über den zweiten und den fünften Preis sowie über das beste Reportagefoto. Beide bewegte der Umgang mit Flüchtlingen. Woitas gewann den Hauptpreis für „Entkommen“, das den Jungen zeigt, der in dem Bus saß, der in Clausnitz von einer pöbelnden Menge empfangen worden war und dann verängstigt durch die Jalousien des Flüchtlingsheims lugt. Und Kretschel fotografierte die syrische Flüchtlingsfamilie, die die SZ seit zwei Jahren begleitet, in ihrer neuen Wohnung, leer noch, aber mit Adventsstern geschmückt. Beide Fotos sind oft gedruckt worden, beide werden in Erinnerung bleiben.

Die Ausschreibung finden Sie hier, das Bewerbungsformular hier.
Bildanforderungen

Uwe Krüger ab 2018 im MDR-Rundfunkrat

28. Dezember 2017

Der DJV Sachsen hat den Leipziger Medienwissenschaftler Dr. Uwe Krüger in den Rundfunkrat des Mitteldeutschen Rundfunks entsandt. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig  wird ab Januar 2018 für zwei Jahre im Rundfunkrat der Dreiländer-Anstalt tätig sein. Uwe Krüger löst Markus Schlimbach vom DGB Sachsen ab. Entsprechend einer Vereinbarung der Arbeitnehmerverbände in Sachsen teilen sich DJV, DGB und Beamtenbund für jeweils zwei Jahre einen Sitz im Rundfunkrat.

 

MDR: Dynamisierung der Honorare

5. Dezember 2017

Extra-Info des DJV für Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDR 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 4. Dezember 2017 haben die Gewerkschaften DJV und Ver.di erneut mit Vertretern des MDR über die Umsetzung der Effektivhonorarerhöhung gesprochen, wo es ja noch viele Probleme gibt. Denn erhöht werden sollen nur die gleichwertigen Honorare, die in 12 Monaten mindestens 12 mal von der gleichen Kostenstelle bezahlt wurden.

Beim Treffen zwischen den Gewerkschaften und dem MDR ging es auch um die rund 20 Beschwerden, die in der Schiedsstelle eingegangen sind (Danke an alle, die an die Schiedsstelle geschrieben haben!). Den Gewerkschaften ist es in der Verhandlung gelungen, den Interpretationsspielraum der MDR-Selbstverpflichtung (die Bestandteil des 6. Änderungstarifvertrages wird) weit auszulegen. Das bedeutet für die Redaktionen, dass sie nun mehr beachten und prüfen müssen.

Der DJV ist immer noch der Meinung, dass ein anderes Modell besser gewesen wäre: nämlich wenn man für die Tarifsteigerungen die internen Vergütungstabellen, die jede Redaktion hat, als Grundlage genommen hätte. Das wäre einfacher und praktischer gewesen. Die Verantwortung hätte zwar (wie jetzt auch) hauptsächlich in den beauftragenden Bereichen (also in den Redaktionen) gelegen, jedoch ohne diesen bürokratischen Aufwand. Dieser Aufwand führt auch bei den Festangestellten, die die Erhöhung der Effektivhonorare umsetzen müssen, zu Unverständnis. Die MDR-Geschäftsleitung wollte aber dieses Modell der standardisierten Honorare und lehnte den Gewerkschaftsvorschlag ab, die internen Vergütungstabellen zu erhöhen. Die Alternative wäre dann noch gewesen, das bisherige Modell Einmalzahlung beizubehalten, das Vorteile aber auch erhebliche Nachteile hat.

Für folgende Fälle wurden Lösungen gefunden.

  1. Grundhonorar und Aufschläge

In der Praxis werden bei einigen Tätigkeiten intern Aufschläge für zusätzliche Anforderungen gezahlt. Welche Tätigkeiten das sind, wird der MDR beispielhaft auflisten. Wie die Lösung aussieht, soll an folgendem Beispiel des redaktionellen Mitarbeiters deutlich gemacht werden.

Honorar Anzahl der Dienste Betrag, der tariflich erhöht wird
200 € 17 200 €
210 € 5 200 €
230 € 14 230 €
240 € 1 200 €
oder folgender Fall:
200 3 200 €
210 3 200 €
230 3 200 €
240 3 200 €
  1. Gleiche Tätigkeit aber unterschiedliche Beitragslängen

Wer z. B. als Reporter/Berichterstatter seinen Dienst für einen bestimmten Tag anbietet, weiß noch nicht, wie lang der Beitrag und wie hoch das Honorar sein wird. Deshalb haben die Gewerkschaften folgender Lösung mit der Maßgabe zugestimmt, dass sie durch eine andere ersetzt werden muss, wenn der erhoffte Effekt nicht eintritt. Wendet der beauftragende Bereich einen einheitlichen Minutenpreis auf die unterschiedlichen Beitragslängen an, werden alle produzierten Beiträge als gleiche Leistung bewertet. Liegt deren Zahl im Betrachtungszeitraum von 12 Monaten bei mindestens 12, werden die Minutensätze um den Prozentsatz der tariflichen Steigerung erhöht. Beispiel: Es gibt 100 € pro Minute. Dann müsste das Honorar bei 1:30 Länge bei 150 € und bei 3:00 Länge des Beitrags bei 300 € liegen. Der MDR würde dann alle Beiträge unterschiedlicher Länge zusammenzählen. Kommen mindestens 12 zusammen, werden die Effektivhonorare für diese Beiträge erhöht.

Wir würden von Ihnen gern wissen, in welchen Bereichen einheitliche Minutenpreise der Honorierung von Werkleistungen zugrunde liegen.

  1. Gleiche Tätigkeit aber unterschiedliche Einsatzzeiten (Länge und Zeitpunkt des Einsatzes)

In der Praxis leisten Freie ganze, halbe oder ¼- Schichten, arbeiten nachts, an Sonn- und Feiertagen.

Lösung: Werden bei Schicht- und Tagesleistungen zu einer Kostenstelle und einer Tätigkeit lediglich unterschiedliche Leistungseinheiten (z.B. 1/4 Tag, 1/2 Tag, 1 Tag) ausgewiesen, so gelten diese Honorare als wertgleich, wenn sie im Verhältnis zur Leistungseinheit wertgleich sind und werden zusammengezählt, damit man mindestens auf 12 mal kommt. Sie gelten auch dann als wertgleich, wenn die Honorierung in allen Leistungseinheiten mit dem Mindesthonorar erfolgt. Beispiel: Schichthonorar für einen Tag 200 €, für einen halben Tag 100 € und für die ¼-Schicht 50 €. Bei Nachtarbeit oder an Sonn- und Feiertagen wird das „Grundhonorar“ gesteigert, wenn es 12 Mal nach den Kriterien für das standardisierte Honorar gezahlt wurde. Der jeweilige prozentuale Aufschlag unter Bezugnahme auf das Mindesthonorar ist bereits durch die tarifliche Steigerung des Mindesthonorars erhöht.

  1. Kostenteilung

Es kommt vor, dass ein z. B. vom Landesfunkhaus X beauftragter Beitrag durch Recherche eine überregionale Bedeutung erlangt und z. B. bei MDR Aktuell gesendet wird. Das kann in der internen Abrechnung dazu führen, dass MDR Aktuell die Kosten übernimmt. Arbeitet der Freie ansonsten ausschließlich für das Landesfunkhaus, würde das von MDR Aktuell bezahlte Honorar nicht die Kriterien des standardisierten Honorars erfüllen, weil es weniger als 12 mal gezahlt wurde. Deshalb werden solche Beiträge den anderen vom Freien im Landesfunkhaus erbrachten gleichen Leistungen zugeordnet. Werden dadurch mindestens 12 gleiche Leistungen erbracht, die die Kriterien für das standardisierte Honorar erfüllen, wird das Honorar um den tariflich vereinbarten Prozentsatz gesteigert. Es lohnt sich also ein Blick in die Monatsabrechnungen des Betrachtungszeitraumes, um festzustellen, ob eine solche Kostenteilung vorliegt.

Diese beschriebenen Lösungen lassen sich nicht maschinell in der Übersicht zur Tätigkeit im Betrachtungszeitraum darstellen, die Sie von der HoLi erhalten haben. Sollte einer der oben genannten Fälle vorliegen, wenden Sie sich deshalb bitte an den beauftragenden Bereich. Wenn keine einvernehmliche Lösung zustande kommt, bleibt immer noch die Beschwerde an die Schiedsstelle.

Von den rund 20 eingegangenen Beschwerden sind am Montag drei in der Schiedsstelle besprochen worden. Das Ergebnis der Diskussion teilt der MDR den Kolleginnen und Kollegen sowie den Gewerkschaften in Kopie mit.

Wenn Sie Fragen zu den oben genannten Sachverhalten haben, können Sie diese uns gern übermitteln: info@djv-mdr.de . Nutzen Sie bitte auch die Möglichkeit, sich mit Beschwerden an die Schiedsstelle zu wenden. Die Selbstverpflichtung des MDR zur Dynamisierung der Effektivhonorare beinhaltet eine Option zur Evaluierung des gefundenen Modells.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DJV

Deutsch-Polnischer Journalistenpreis ausgeschrieben

20. November 2017

Zum 21. Mal wird der Deutsch-Polnische Journalistenpreis ausgeschrieben. Die Auslobung richtet sich an alle Medien aus beiden Ländern. Erstmals gibt es die Kategorie Multimedia/Online. Gesucht werden darüber hinaus in Print, Hörfunk und Fernsehen journalistische Beiträge, die das Wissen über das Nachbarland erweitern und zum besseren gegenseitigen Verständnis von Polen und Deutschen führen.  Die Gewinner werden im Rahmen der 11. Deutsch-Polnischen Medientage vom 06. bis 07. Juni 2018 in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt  jeweils 5.000 Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stiftet zusätzlich den Sonderpreis „Journalismus in der Grenzregion“.
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Preisverleihung in Nürnberg

10. November 2017

Deutsch-Tschechischer Journalistenpreis zum zweiten Mal vergeben

Die Preisträger für den zweiten Jahrgang des Deutsch-tschechischen Journalistenpreises haben heute Abend in Nürnberg (10.11.2017) ihre Auszeichnungen erhalten.

Der Preis wird vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalistenverband und dem Tschechischen Journalistenverband (Syndikát novinářů) ausgeschrieben. Mit dem Preis wollen die Veranstalter Journalistinnen und Journalisten auszeichnen, die gegen den Trend der schnellen, oberflächlichen Berichterstattung gehen und so zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen.

Prämiert werden jeweils ein deutschsprachiger und ein tschechischsprachiger Beitrag aus den Kategorien Text, Audio und Multimedia.  Mit dem Sonderpreis „Milena Jesenská“ wird darüber hinaus ein deutscher oder ein tschechischer Beitrag ausgezeichnet, der sich in herausragender Weise mit den Themen Zivilcourage, multikulturelle Verständigung und Toleranz beschäftigt und einen aktuellen Gegenwartsbezug besitzt.

Der Preis ist in allen Kategorien mit jeweils 2000 Euro dotiert.

Die Preisträger finden Sie im Internet unter: www.deutsch-tschechischer-journalistenpreis.de

Vorstandsbrief an SMI und SMJ

8. November 2017

In einem an die Staatsminister Ulbig und Gemkow gerichteten Brief fordert der DJV Sachsen die Wahrung der Rechte der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat. Hintergrund sind die im Laufe dieses Jahres bekannt gewordenen Telefonüberwachungen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Verdachts auf „Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Als Berufsverband können wir es nicht hinnehmen, wie leichtfertig in dem Zusammenhang mit den Rechten unserer Kolleginnen und Kollegen umgegangen wird. Quellenschutz und Informantenschutz sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Recherchen gerade in sensiblen Milieus“.

Im aktuellen Fall, bei der Telefonüberwachung wurden auch Gespräche mit Leipziger Journalisten abgehört und aufgezeichnet, sind die Betroffenen aus Sicht des DJV nachhaltig in ihrer Berufsausübung eingeschränkt. Der DJV Sachsen erwarte von den Ermittlungsorganen eine strikte Einhaltung der gesetzlichen Regelungen und einen sensiblen Umgang mit den Rechten der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat.

 

 


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