Urhebervertragsrecht reformieren!

22. November 2016

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat wiederholt auf die Belange der Urheber im Zusammenhang mit dem aktuellen Gesetzgebungsverfahren aufmerksam gemacht, zum Teil auch in der breiten Öffentlichkeit, wie hier im Netz. Es zeichnet derzeit sich aber nicht ab, dass es in den Regierungsfraktionen die Bereitschaft gäbe, Änderungen am Gesetzentwurf vorzunehmen, die den DJV-Positionen entsprächen. Daher haben sich erneut DJV, verdi und die Initiative Urheberrecht an die Politik gewandt. In einem gemeinsamen Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der Großen Koalition werden diese zum Handeln aufgefordert.

Nach Auffassung des DJV Sachsen wäre es hilfreich, wenn sich auch die unmittelbar Betroffenen mit kritischen Fragen an die Fraktionsführungen von CDU/CSU und SPD wenden würden. So würde deutlich, dass das Urhebervertragsrecht nicht allein ein Thema der Verbände ist, sondern dass Journalistinnen und Journalisten in ihrer Eigenschaft als Urheber betroffen sind und sich urheberfeindliche Regelungen nicht gefallen lassen.

Fragen Sie nach!
Anregungen finden Sie in unserem Newsletter 05/2016!

Presseausweis 2017 – jetzt beantragen!

16. November 2016

Schnell vorn 0In wenigen Wochen beginnt das neue Jahr, es ist an der Zeit den Presseausweis 2017 zu beantragen. Damit Sie zum Jahreswechsel den neuen Presseausweis zur Verfügung haben, sollten Sie bereits jetzt den Antrag stellen. Der DJV Sachsen stellt die Ausweise für alle Journalistinnen und Journalisten aus, die im Freistaat ihren Wohnsicht haben oder beim DJV in Sachsen Mitglied sind. Für Mitglieder gibt es die unkomplizierte Beantragung über ein Internet-Formular. Nichtmitglieder können ebenfalls einen Presseausweis beim DJV beantragen. Sie können ein Formular downloaden und die Presseausweis-Gebühr bequem online bezahlen.

http://sachsen.djvmail.de/startseite/service/fuer-mitglieder/presseausweis.html

Leipziger Preise für türkische Journalisten

7. Oktober 2016

Mit einer Solidaritätsaktion am heutigen 7. Oktober 2016 die Veranstalter und Teilnehmer der 2. European Media Freedom Conference auf die Situation regierungskritischer Journalisten in der Türkei hinweisen. “Gemeinsam mit türkischen Journalisten werden wir einen Luftballon für jeden derzeit in der Türkei inhaftierten Medienschaffenden vom Mediencampus Villa Ida in den Leipziger Himmel aufsteigen lassen”, erklärt Jane Whyatt, Projektmanagerin des in Leipzig angesiedelten Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF), das die 2. European Media Freedom Conference am 6. und 7. Oktober in Leipzig veranstaltet. Unter den Kollegen, die an der Aktion beteiligt sind, wird auch der renommierte türkische Journalist Can Dündar sein, der in diesem Jahr gemeinsam mit Erdem Gül den mit 30.000 Euro dotierten Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien erhält. Die Preisverleihung findet heute am Mediencampus Villa Ida in Leipzig statt.

http://www.leipziger-medienstiftung.de/leipziger-medienpreis/preis-fuer-die-freiheit-und-zukunft-der-medien/preistraeger-2016laureates-2016/

Nein, nicht Facebook!

6. Oktober 2016

Nachdem ein tweet* die Runde machte, demnach Facebook die vertrauenswürdigste Informationsquelle für junge Sachsen sei, kam heute per twitter die Richtigstellung aus dem IfK an der TU Dresden. energyWir hatten retweetet Energy Sachsen sei am vertrauenswürdigsten und fragten daher bei Prof. Lutz Hagen nach:

„Es gibt ca. 15 Prozent Schüler, die auf der Frage nach dem allgemeinen Medium, dem sie im Zweifel vertrauen, angeben, dass sie am ehesten dem Radio trauen (TV 36%, Zeitungen 22%, Online-Nachrichtenseiten 9 %, soziale Netzwerke oder Blogs 8 %).

erenrgy-vertrauenswuerdigFragt man dann (nur unter denen, die „Radio“ angegeben haben) nach, welchen Sendern konkret am ehesten vertraut wird, wird in der Tat Energy Sachsen mit 23% am häufigsten genannt, vor MDR Jump 19%, PSR 11%, MDR Info und Hitradio Rtl mit je 8 %).“

*aus einem Vortrag von Prof. Kutz Hagen beim Zeitungskongress

Flucht und Radikalisierung

5. Oktober 2016

Berichterstattung über Fluchtursachen, Terrorismus und Radikalisierung

ist das Thema eines Hintergrundgespräches am Mittwoch, dem 05. Oktober 2016 von 19 Uhr bis ca. 21.00 Uhr mit den Journalistinnen:

• Fatima Manji, BBC “Channel 4 News” (Great Britain)
• Sevgi Akarcesme, ZAMAN (Turkey)

im Mediencampus Villa Ida, Leipzig School of Media, Foyer, Poetenweg 28, 04155 Leipzig.

Unsere Gesprächspartnerinnen:
Fatima Manji (BBC “Channel 4 News”) ist eine britische TV-Journalistin und Nachrichtensprecherin. Sie ist Großbritanniens erste Hijab tragende TV-Nachrichtensprecherin. Kritik anderer britischer Journalisten gab es, als Manji mit Hijab nach dem Terroranschlag von Nizza die Nachrichten präsentierte.

Sevgi Akarcesme (TODAYS ZAMAN) ist Chefredakteurin bei TODAYS ZAMAN, einer der regierungskritischsten Zeitungen in der Türkei. Aufgrund der aktuell schwierigen Situation für JournalistInnen in der Türkei lebt Sevgi Akarcesme augenblicklich im Exil in Belgien.

Gemeinsam mit unseren Gästen, wollen wir Fragen nachgehen wie:
• Welche Chancen und Herausforderungen es bei der Berichterstattung über Fluchtursachen, Terrorismus und Radikalisierung gibt.
• Was sind die Besonderheiten? Was gilt es zu beachten?
• Gilt weiterhin des Prinzip „Good news are bad news and bad news are good news“? Welche Möglichkeiten bietet der konstruktive Journalismus hier?

Neu ist zudem, dass JournalistInnen seit einiger Zeit nicht mehr nur Beobachter und Berichterstatter sind, sondern selbst gezwungen sind, zu fliehen. Welche Ursachen gibt es dafür? Wie können JournalistInnen im Exil dennoch ihrem Beruf nachgehen und außerhalb ihres Landes arbeiten? Wie verändert es ggf. die Berichterstattung wenn JournalistInnen selbst zum Flüchtling werden?

Dies sind einige der Aspekte, die wir am 5. Oktober 2016 gemeinsam mit Ihnen und unseren Gästen, Fatima Manji und Sevgi Akarcesme, diskutieren wollen.

Moderiert wird die Gesprächsrunde von Ine Dippmann (mdr-info).
Das Hintergrundgespräch findet in englischer Sprache statt. Ein Dolmetscher steht für konsekutive Übersetzung zur Verfügung.

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis spätestens Mittwoch, den 28. September unter dem Betreff „Fluchtursachen“ bei claudia.weiss@engagement-global.de Bitte teilen Sie uns zur besseren Planbarkeit auf diesem Weg auch mit, sollten Ihrerseits Interviewwünsche bestehen. Wir kommen dann direkt auf Sie zu.

,, . . . “ – Sprache im Museum

23. September 2016

Sprache DD Hygienemuseum

Für fast ein Jahr ist im Dresdner Hygienemuseum die Sprache Ausstellungsgegenstand. In Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung werden auf rund 800 Quadratmetern verschiedenste Exponate und Experimente zum Thema Sprache – die Welt der Worte, Zeichen, Gesten gezeigt.
Die Ausstellung wird am heutigen Abend eröffnet und läuft dann bis zum 20. August 2017.

Übrigens:
Auch wenn das Thema den Medien sehr nah ist, kommen sie relativ wenig vor… 

 

Offener Brief zu Bettina-Kudla-tweet

11. September 2016

bettina-kudla-tweetDer DJV Sachsen hat sich in einem offenen Brief zum tweet der Bundestagsabgeordneter Bettina Kudla (CDU/Leipzig) geäußert. Darin heißt es: „…mit großem Befremden haben wir Ihren twitter-Eintrag zu Can Dündar zur Kenntnis genommen. Die Art und Weise wie Sie seinen Namen verunstalten und damit suggerieren, er würde nur Schlechtes von sich geben, ist unserer Meinung nach einer Bundestagsabgeordneten nicht würdig. Hasskommentare im Netz befördern die Spaltung unserer Gesellschaft; sind immer wieder auch die Vorstufe zu physischer Gewalt.“

Can Dündar sei ein bekannter Journalist aus der Türkei, seine Lebens- und Arbeitssituation ist symptomatisch für die Situation der Pressefreiheit in seinem Heimatland. „Der mehrfach preisgekrönte Medienmann wurde in einem aus rechtsstaatlicher Sicht mindestens umstrittenen Verfahren von einem türkischen Gericht dafür verurteilt, dass er kritisch berichtet hatte. Er hat nach unseren Maßstäben keine Straftat begangen, sondern bloß Tatsachen in der Zeitung Cumhurriyet korrekt wiedergegeben.“

Zahlreiche Organisationen, vom Pen-Zentrum über „amnesty international“ bis zu „Reporter ohne Grenzen“, haben sich mit Dündar solidarisiert.

offener-brief-bettina-kudla

Die besten Schülerzeitungen Sachsens

20. Juni 2016

Am vergangenen Wochenende wurden im Chemnitzer Fritz-Theater die besten Schülerzeitungen Sachsens ausgezeichnet. Nachwuchsjournalisten aus Leubnitz, Mockrehna, Dresden und Annaberg-Buchholz gewannen in ihrer Schulart jeweils eine Goldmedaille und 500 Euro. Preise gab es auch für die Zweit- und Drittplatzierten sowie für den Aufsteiger des Jahres und die besten Einzelautoren und Fotografen. Ebenfalls prämiert wurde die beste Online-Zeitung. „Schülerzeitungen sollte es in jeder Schule geben. Sie sind Ausdruck demokratischer Schulkultur. Hier können Schüler nicht nur erste journalistische Erfahrungen sammeln, sondern sie müssen sich auch mit Themen aus Schule und Gesellschaft auseinandersetzen“, so die Schirmherrin des Wettbewerbes Brunhild Kurth.

Ausschlaggebend für die Bewertung und Platzverteilung sind das journalistische Herangehen, die Themenvielfalt, die Qualität der einzelnen Beiträge und das Layout. Wichtig ist auch, ob die Schülerzeitung die Interessen der Schüler abbildet und vertritt. Die Juroren, zu denen neben Vertretern der Veranstalter unter anderem Journalisten der Sächsischen Zeitung, der Leipziger Volkszeitung und der Freien Presse, der ZEIT und der Süddeutschen Zeitung gehörten, warfen zudem einen Blick auf vorhandene Inhaltsverzeichnisse, ein vollständiges Impressum und die Qualität der Fotos. Alle teilnehmenden Schülerzeitungsredaktionen erhalten im Anschluss an den Wettbewerb ein ausführliches Feedback mit Hinweisen der Jury für die nächste Ausgabe der Schülerzeitung.

„Wir möchten mit dem Sächsischen Jugendjournalistenpreis alle Schülerzeitungsredakteure und Schülerzeitungsredakteurinnen für ihre Arbeit und ihr Engagement ehren und Verständnis für die Funktions- und Arbeitsweise der Medien schulen. Wer selbst Medien produziert, wird sich vielleicht zweimal überlegen, was ‚Lügenpresse‘ bedeuten soll“, sagt Claudia Hammermüller (26), eine von drei Projektleiterinnen des Sächsischen Jugendjournalistenpreises und Vorsitzende der Jugendpresse Sachsen e.V. Der Schülerzeitungswettbewerb ist eine gemeinsame Veranstaltung des sächsischen Staatsministeriums für Kultus und der Jugendpresse Sachsen e. V. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 59 Schülerzeitungen beworben. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang (70 Bewerbungen).  (PR)

Preisträger Sächsischer Jugendjournalistenpreis 2016

Grundschule

1. Platz: Grundschule Leubnitz-Werdau, „Schlaumeier“
2. Platz: Friedrich-Schiller-Grundschule Rodewisch, „Schillerbote“
3. Platz: Grundschule Süd Radeberg, „Coole Schule“

Oberschule

1. Platz: Oberschule Mockrehna, “Young People“
1. Platz: HOGA-Schulen Dresden, „HOrGAn“
2. Platz: Oberschule Leubnitz, „Teenager News“
3. Platz: 1. Oberschule Kamenz, „Blitzlicht“

Gymnasien

1. Platz: Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden, „Crux“
2. Platz: Anton-Philipp-Reclam-Schule Leipzig, „#unbenannt“
3. Platz: Evangelische Schulgemeinschaft Erzgebirge Annaberg-Buchholz, „Newspaper“

Berufsschule

1. Platz: Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Technik und Wirtschaft des Erzgebirgskreises, „Spot(t)light“ Förderschule
1. Platz: Hort an der Schule für Erziehungshilfe „Erich Kästner“ Dresden, „Der Buchfink“
2. Platz: Werner-Vogel-Schule Leipzig, „Vogelscheuche“
3. Platz: Schule Rosenweg Leipzig „Rosenblätter“ Aufsteiger des Jahres: Käthe-Kollwitz-Gymnasium Zwickau, „KÄTHE“ Evangelische Grundschule Schneeberg „Wolfgang Schulze“ Online BSZ Meißen-Radebeul, „Der Spicker“

Autor 1 (6 – 14 Jahre)

1. Platz: Thalia Meinshausen, Grundschule Süd Radeberg
1. Platz: Vincent Koch, HOGA-Schulen Dresden
2. Platz: Robert Schröder, Moritz Westfeld, Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden

Autor 2 (ab 15 Jahre)
1. Platz: Annika Grunewald, Kristina Solbrig, Lessing Gymnasium Döbeln
2. Platz: Helene Fuchs, Anton-Philipp-Reclam-Schule Leipzig
3. Platz: Lilly Marleen Wetzig, Nina Forberger, Oberlandgymnasium Seifhennersdorf

Foto
1. Platz: Pauline Donath, Oberlandgymnasium Seifhennersdorf
2. Platz: Julia Syndram, Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden
3. Platz: Lea Büttner, Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden

Mehr Informationen zum Wettbewerb, der Jury sowie Impressionen aus den vergangenen Jahren finden Sie auf jugendjournalistenpreis.de.

…jetzt noch schnell und vorteilhaft Mitglied im DJV Sachsen werden!

14. Juni 2016

Aufnahmeunterlagen
Noch bis zum 30. Juni 2016 läuft die aktuelle Aktion Mitglieder+20.16 des DJV Sachsen. Sie richtet sich auch 2016 als Werbeaktion sowohl an Mitglieder als auch potentielle Mitglieder/Interessenten. Beide können die Vorteile der Mitgliedschaft und der Mitgliederaktion in vollem Umfang genießen.

Die Mitglieder des Landesverbandes werden mit der Aktion angesprochen, um die Reihen des Landesverbandes zu stärken. Denn nur ein unabhängiger Berufsverband kann die Interessen seiner Mitglieder und der Journalistinnen und Journalisten, die kein Mitglied sind, auch in Zukunft wirksam vertreten. Neue Mitglieder können den DJV Sachsen mit all seinen Leistungen bei reduziertem Beitrag testen und gehen erst im Januar des neuen Jahr in die volle Mitgliedschaft.

Mitglieder+20.16 gestattet es jedem Mitglied, ein neues Mitglied zu empfehlen. Ebenso kann ein neues Mitglied angeben, wer ihm die DJV-Mitgliedschaft empfohlen hat. Für beide Seiten gilt für das Jahr 2016 eine Halbierung des Mitgliedsbeitrages bis hin zur Halbierung des gesamten Jahresbeitrages.

Werden Sie jetzt DJV-Mitglied und kommen Sie gleich zum Sommerfest des DJV Sachsen am Freitag, dem 17. Juni in den Garten der Geschäftsstelle in Dresden.

Kontakt: +49 351 252 74 64  |  info@djv-sachsen.de  |  Aufnahmeantrag

Česko-německá novinářská cena

1. Juni 2016

Logo dtjpČesko-německou novinářskou cenou jsou oceňováni novinářky a novináři, kteří informují diferencovaně a bez stereotypů o sousední zemi a přispívají tak k lepšímu porozumění mezi Čechy a Němci.
Cena je vypisována jednou ročně ve třech kategoriích – text, audio a multimédia. Bude udělena nejlepšímu českému a nejlepšímu německému příspěvku v dané kategorii.

Zvláštní cenou Mileny Jesenské budou nadto oceněny příspěvky, zabývající se zvláště přínosným způsobem a se vztahem k aktuálnímu dění tématy, jako je občanská odvaha a multikulturní porozumění či tolerance.

http://www.cesko-nemecka-novinarska-cena.cz     Deutsch


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