Abo-Preis hoch – Auflage runter!

Dass sich nach einer Abo-Preis-Erhöhung Abonnenten verabschieden, ist schlichte Milchmädchenlogik und für die Strategen an  Tageszeitungen bittere Wahrheit. Eine Studie liefert jetzt vergleichende Zahlen und Beispiele:  „Die zehn Tageszeitungen, die im vergangenen Jahr in Deutschland ihren Abo-Preis am stärksten erhöht hatten, haben spürbar mehr Auflage – nämlich durchschnittlich 2,5 Prozent – verloren als die zehn Tageszeitungen mit den geringsten Erhöhungen der Abopreise. In dieser Gruppe lagen die Auflagenverluste bei 1,9 Prozent durchschnittlich. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der „Performance-Analyse Tageszeitungen 2009/2010“ der Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht management consultants. Von den sächsischen Tageszeitungen trifft es am meisten die in Chemnitz erscheinende Freie Presse. Sie verlor 3,41 Prozent der Abonnenten, weil sie den Abo-Preis um gerade mal 1,60 € (8 Prozent) erhöhte. Auch die Leipziger Volkszeitung bekommt die Abo-Preiserhöhung mit Leserverlust quittiert. Nur 70 Cent Presierhöhung verursachten einen Rückgang der Abo-Auflage um 4,5 Prozent. Interessant aus DJV-Sicht ist vor allem die folgende Schlußfolgerung der Unternehmensberatung: „…wer nicht auch gleichzeitig in die Qualität seines Produkts investiert, schwächt seine Marke“, so Dr. Marco Olavarria, Geschäftsführender Gesellschafter bei Kirchner+Robrecht, in der Pressemitteilung zur Performance-Analyse Tageszeitungen 2009/2010, die unter www.kirchner-robrecht.de  abgerufen werden kann.
KMH

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