Archive for Februar 2012

Tatort Presseclub: Hilmar Eichhorn

21. Februar 2012

Auf die Frage, ob es heute noch erstrebenswert sei, Schauspieler zu werden? anwortet Hilmar Eichhorn im Presseclubgespräch mit Sabine Bachert: „Das muß jeder für sich selbst entscheiden, wenn er es gar nicht mehr aushält, dann soll er es versuchen.“ Hilmar Eichhorn hat es versucht und ist erfolgreich, auch dank einer guten Agentur. Seit 37 Jahren bedeuten für ihn die Bühnenbretter „die Welt“. Aber nicht nur als Tempelherr, Jedermann, Othello, Puntilla, Jago und Mephisto bewies er schauspielerisches Talent. Seine künstlerische Palette wuchs mit Filmrollen in „Lotte in Weimar“, in der DEFA Büchner-Verfilmumg „Adio piccola mia“, in Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“, als Gast in „Familie Dr. Kleist“, als Militärstaatsanwalt in der Verfilmung „Der Turm“ oder als Stimme des Jost Fischer im ARD Radio-Tatort, um nur einige zu nennen. Theaterstationen waren Berlin, Magdeburg, Halle, Hamburg. In Radebeul übernahm er zweimal Regieaufgaben bei den Landesbühnen Sachsen. Demnächst kommt die Ukrainische Produktion „Russendisco“ ins Kino. Die bisher schwierigste Rolle sei das Solo-Stück „Der Theatermacher“ des Österreichers Thomas Bernhard gewesen, wegen des gigantischen Textes. Nach seiner Ausbürgerung 1989 holte ihn nach der Wende Theaterintendant Peter Sodan aus Nürnberg nach Halle zurück. Kindheitserinnerungen führten Hilmar Eichhorn nach Freital, wo er sich und seiner Frau ein Häuschen mit Erzgebirgsblick gebaut hat. Sein Labrador und Fitness halten das Schwergewicht Eichhorn auf Trab.

Roland Fröhlich

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Die Qualität ist der Wert

3. Februar 2012

Mit dem Appell an alle Journalistinnen und Journalisten, sich aktiv für ein Mehr an Qualität im Journalismus einzusetzen, endete am Nachmittag des 3. Februars 2012 in Berlin der DJV-Kongress „Wert des Journalismus“. Einig waren sich die über 100 Teilnehmer darin, dass es größerer Anstrengungen bedarf, insbesondere junge Menschen an die Nutzung von Medien heranzuführen. In der Verantwortung stünden neben den Medienunternehmern, die mehr in die Redaktionen investieren müssten, die eigenen Kollegen, die auch gegen Widerstände in ihren Redaktionen für hart recherchierte Berichte kämpfen müssten. Ulrike Kaiser, stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende, stellte die Bedeutung der Wertediskussion dar: „Die Qualität des Journalismus macht seinen Wert aus.“
Der Kongress „Wert des Journalismus“, den der DJV gemeinsam mit der Bayerischen Landesvertretung in Berlin durchführte, wurde am gestrigen Donnerstag mit einem Impulsreferat von Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung eröffnet. Leyendecker forderte die Journalisten auf, sich den Blick für gute Geschichten zu erhalten. Der Titel seines Referats: „Aufklärung ist Pflicht, nicht Kür.“ Der Medienwissenschaftler Michael Haller machte am Vormittag deutlich, dass nicht allein eine gute Finanzausstattung der Redaktionen für Qualität bürge. Eine Schlüsselrolle komme den Journalisten bei Themenaufbereitung und Bildsprache zu.
Den Praxisbezug des Kongresses boten drei Workshops über Online-Journalismus, Lokaljournalismus und Journalistenausbildung. Verlagsrendite contra Qualitätsanspruch lautete der Titel einer Podiumsdiskussion am Nachmittag. Verlagsmanager von Springer und WAZ und Journalistinnen und Journalisten diskutierten über unterschiedliche Erwartungen in Chefetagen und Redaktionen sowie über die künftigen Herausforderungen an Medienunternehmen. (DJV-Presseinfo)


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