Gute Aussichten für Datt und Ginzel

Nach dem dritten Verhandlungstag im Berufungsverfahren zum Dresdner Journalistenprozess kann die am Vortag zu erkennende Wende bestätigt werden. Der Vorsitzende Richter Martin Schultze-Griebler hat – ohne einem Urteil vorzugreifen – inzwischen mehrfach seine Rechtsauffassung kundgetan. Sie gibt dem Berufungsantrag der Staatsanwaltschaft nur wenig Chancen.  Er neige eher der Auffassung der Beklagen zu, so Schultze-Griebler am Montag. Vor diesem Hintegrund fanden gestern und heute die Befragungen wichtiger Zeugen statt, unter ihnen die für die Artikel verantwortlichen Redakteure von Spiegel und zeit-online. In beiden Fällen konnten die Zeugen nachweisen, dass die Recherchen, Informationen und Artikel mehrfach und sorgfältig unter anderem von im Presserecht erfahrenen Juristen geprüft worden.

DJV-Landesvorsitzende Ine Dippmann äußerte dazu am gestrigen Abend: „Wir hoffen nun, dass der Richter  auf Basis der vorliegenden Fakten zu einem fairen Urteil kommt. In unseren Augen kann das nur ein Freispruch sein.“ Dies scheint jetzt in greifbarer Nähe zu sein. Die Verhandlung wurde heute Mittag unterbrochen und soll am Donnerstag, dem 22.11.2012, 9 Uhr fortgesetzt werden. Bis dahin werden sich die Prozessbeteiligten im Selbstleseverfahren vorhandene Akten sowie die betroffenen Artikel erschließen. Ein Urteilsspruch ist allerdings wohl erst in der kommenden Woche zu erwarten.  

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