Tageszeitungsredakteure in Sachsen abgehängt

Anläßlich des derzeit in Dresden stattfindenden Zeitungskongresses konstatiert der DJV Sachsen eine zutiefst bescheidene Situation für die Journalistinnen und Journalisten, die an und für Tageszeitungen in der Landeshauptstadt arbeiten.  Die Tatsache, dass hier alle Redakteure in Unternehmen beschäftigt sind, die nicht an den Flächentarif gebunden sind, sagt bereits viel über die Situation. Lediglich bei der Sächsischen Zeitung gibt es rund drei Dutzend Mitarbeiter im Redaktionsbereich, die noch über einen Haustarifvertrag an den bundesweiten Tarif angeschlossen sind. Die Arbeit in den sächsischen Redaktionen wird ansonsten zunehmend auf Pauschalisten beziehungsweise Redakteure ohne Tarifbindung oder schlecht bezahlte Freie Mitarbeiter verlagert. Trotz deren ohnehin mieser Honorierung werden ihnen immer wieder weitere Kürzungen zugemutet. So erst kürzlich bei den Dresdner Neuesten Nachrichten.

Freie fair 135Der DJV Sachsen fordert daher die sächsischen Zeitungsverlage auf, sich zu den Flächentarifen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen zu bekennen und für die Freien Mitarbeiter endlich die von DJV und ver.di gemeinsam mit dem BDZV ausgehandelten Vergütungsregeln anzuwenden. Die Akzeptanz der sächsischen Printmedien und damit ihre wirtschaftliche Situation ist vorrangig von der journalistischen Qualität abhängig, die gibt es nicht zum Nulltarif.

Zum Thema: Faire Bezahlung für Freie

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