Schlapper Wachstumsmotor

Barbara Meyer [hprfoto]Die Freien Berufe sind ein Wachstumsmotor in Sachsen, so zumindest der Titel des 3. Sächsischen Mittelstandsforums, das am 14. Mai 2014 in Chemnitz stattfand. Kern des Spätnachmittags im Hotel Chemnitzer Hof war hauptsächlich die Analyse der Situation der Freien Berufe. Dass die Veranstaltung trotz der Dominanz solcher Professionen wie Arzt, Apotheker und Rechtsanwalt nicht der große Knaller war, belegen die geringe Teilnehmerzahl und die mangelhafte Präsenz der sächsischen Wirtschaftspolitik. Statt des angekündigten Staatsministers Morlok wurden die Vertreter der Freien Berufe von der Abteilungsleiterin im Wirtschaftsministerium Barbara Meyer (Bild links) begrüßt. Diese fand zumindest ein paar aufmunternde Worte für die insbesondere von der EU-Vereinheitlichungspolitik bedrohten Berufsstände und kündigte sächsischen Widerstand an .

LFB-Präsident Kraatz widmete in seiner Begrüßung übrigens den Publizisten und Künstlern diesmal ein paar Worte mehr als gewöhnlich. Die getroffenen Vereinbarungen (zur Honoraren) müßten eingehalten und die Urheberrechte besser geschützt werden.

Juournalisten immer am EndeWie’s um die Situation von Künstlern und Journalisten im Vergleich zu anderen Freien Berufen steht, zeigten dann die Vorträge der zwei vom Nürnberger Institut für Freie Berufe angereisten Referentinnen Birgit Kurz (Foto links) und Irene Hollmeier. Meist waren die zwei kreativen Berufsgruppen, die mit den niedigsten Prozentzahlen, den kürzesten Diagrammbalken und auf den untersten Zeilen… Im Bundesvergleich ist die Branche in Sachsen ansonsten insgesamt durchaus akzeptabel etabliert. Dabei zeigen sich allerdings bemerkenswerte Unterschiede. Sind bundesweit 28 Prozent aller Erwerbstätigen in Freien Berufen tätig, so belegt die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Mitglieder des DJV Sachsen freiberuflich arbeiten, eher eine ungute Entwicklung/Situation. Und so wenig die eine Aussage mit der anderen verglichen werden kann, waren viele Aussagen/Statistiken in den Vorträgen der Experten aus Nürnberg eher vage – nichts genaues weiß man nicht! Und der Wachstumsmotor tuckert wohl eher weiter so (wachsend) dahin…im Gespräch [hprfoto]

Immer gut: Gespräche am Rande – LFB-Geschäftsführer Markus Hilbert mit den Vertretern der Kreativen Lydia Hempel (Landesverband Bildende Kunst Sachsen) und Gisela Bauer, die den DJV Sachsen auch im Vorstand des Landesverbandes der Freien Berufe (LFB) vertritt.    Fotos [hprfoto]

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