Archive for the ‘DNN’ Category

DJV begrüßt Landgerichtsentscheidung

2. Februar 2017

Der DJV Sachsen begrüßt die Entscheidung des Landgerichtes Dresden, dem Richter Jens Maier die Zuständigkeit für Verfahren unter anderem aus dem Bereich des Presse- und Medienrechtes zu entziehen. Nach Medieninformationen sei eine weitere Kammer eingerichtet worden, der Maier nicht angehört. Durch die Verlagerung der Zuständigkeit solle jeder Zweifel an einer Unbefangenheit des Gerichtes vermieden werden. Meier ist durch verschiedene fragwürdige Äußerungen bekannt geworden. So hatte er den MDR als Feindsender bezeichnet, dem man kein Interview geben könne.

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IfK-Praxisforum: Lügenpresse?

29. Januar 2015

podium__09Beim Praxisforum des Institutes für Kommunikation (IfK) diskutierten gestern in Dresden Wissenschaftler und Praktiker die Frage „Was ist dran am Vorwurf der „Lügenpresse“?  Zuvor gab’s eine wissenschaftliche Einstimmung von Prof. Lutz Hagen, der dann mit seinem Kollegen Prof. Wolfgang Donsbach, den Chefredakteuren Uwe Vetterick (Sächsische Zeitung) und Dirk Birgel (Dresdner Neueste Nachrichten) sowie dem MDR-Sachsen-Funkhauschef Sandro Viroli und Michael Konken (DJV-Bundesvorsitzender) das Thema anging. Das Publikum wurde in breitem Umfang einbezogen. Für Eingeweihte gab es allerdings nicht viel Neues. Dennoch dürfte die Runde zum Verständnis für die Arbeit der Medien beigetragen haben (kmh).
Foto: Jörn Wolf

Unsere tweets von gestern Abend (leicht bearbeitet):

Lügenpresse – was ist dran? Die Veranstaltung des IFK an der TUD heute versuchte eine Diskussion – es blieb halbherzig – ist die Luft raus?

Fehler passieren, nichts versendet sich, man muss korrigieren (Viroli)

Medienkompetenz heißt auch, die Medien transparenter zu handhaben Konken: Journalisten müssen wieder näher ran

Vetterick: mehr Gelassenheit und den Menschen aufs Maul schauen aber nicht nach dem Mund reden

Aus dem Publikum: mehr Genauigkeit und Qualität ist erforderlich

Fehler passieren, nichts versendet sich, man muss korrigieren (Viroli)

Medienkompetenz heißt auch, die Medien transparenter zu handhaben Konken: Journalisten müssen wieder näher ran

Vetterick: mehr Gelassenheit und den Menschen aufs Maul schauen aber nicht nach dem Mund reden

Aus dem Publikum: mehr Genauigkeit und Qualität ist erforderlich

Vetterick: Berichterstattung ist schwer, wenn niemand reden will

Verschwörungstheorien zur Rolle der Medien, deren Aufgabe sei klar, meint ein Teilnehmer

Kommentar müssen in erster Linie gut sein (Birgel)

Vetterick: SZ-Redaktion ist pluralistisch, Arbeit ist auf den Leser ausgerichtet

Wie arbeiten die Medien? Viroli berichtet, wie’s beim MDR läuft

Konken: Selbstkritik bei Medien und Journalisten ist durchaus angesagt

Birgel: Stimmung gegen Journalisten bei pegida von Anfang an aufgeheizt

Medien um Objektivität bemüht, Teile des Publikums sehen das anders

Viroli beklagt Behinderungen

Viroli: TV bildet ab, was real geschieht – bei pegida wurde TV behindert, soziale Netzwerke haben Bilder geliefert

Birgel: Anfangs pegida nicht ernst genommen

Vetterick: pegida-Entwicklung war nicht absehbar, SZ hat sich nichts vorzuwerfen

Was ist dran am Vorwurf „Lügenpresse“ Diskussion mit Konken, Birgel, Hagen, Donsbach, Vetterik und Viroli derzeit in DD

flurfunk-live-blog

 

„Lügenpresse“ – Was ist dran am Vorwurf?

12. Januar 2015

Achtung Raumänderung!

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Praxisforum des IFK an der TU Dresden diskutieren am 28. Januar 2015, 19 Uhr im Centrum Theater, (Trompeterstraße 5
01069 Dresden) Dirk Birgel (DNN), Prof. Wolfgang Donsbach (IFK), Prof. Lutz Hagen (IFK), Michael Konken (DJV), Uwe Vetterick (Sächsische Zeitung) und Andro Viroli (MDR). Zum Disput stehen folgende Frage:

Wie ist es tatsächlich um die Glaubwürdigkeit der Medien bestellt?

Welche Ursachen gibt es für fehlende Glaubwürdigkeit?

Was können die Medien tun, um das Vertrauen zurückzugewinnen?

 

LVZ/DNN – Entsetzen auch beim Wettbewerber

25. Mai 2014

Unter der Überschrift „Was uns verbindet!“ solidarisiert sich der Gruppenbetriebsrat der DD+V-Gruppe, Herausgeber von Sächsischer Zeitung und Morgenpost Sachsen, mit den Beschäftigten bei Leipziger Volkszeitung (LVZ) und Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN). Die geplanten Personalmaßnahmen hätten die Beschäftigten des Dresdner Druck- und Verlagshauses (DD+V) mit Entsetzen vernommen.

Obwohl Wettbewerber auf dem sächsischen Medienmarkt, verbinde „die Liebe zu qualitativ gut recherchiereten Geschichten, erstellt von engagierten Redakteuren, zur Aktualität des jeweiligen Blattes und der redaktionellen Nähe zu den Lesern“.  Qualitätsjournalismus bedeute „Arbeit, Teamgeist, Zeit zum Recherchieren, Freigeist, Freiraum – und dafür eben auch das notwendige Geld“, heißt es in der Betriebsrats-Information. Man hoffe, dass es gelingt, einen Weg zu finden, „damit die LVZ und DNN ihren angestammten Platz in der sächsischen Medienlandschaft behalten können“.

Personalmaßnahmen bei LVZ und DNN

Belegschaft bei LVZ und DNN soll bluten

23. Mai 2014

030620101723 LVZ Leipzig [hprfoto]Bestürzung in Leipzig und Dresden. Bei den zwei Madsack-Titeln Leipziger Volkszeitung (LVZ) und Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) soll am Personal kräftig gespart werden. Die Pläne dazu lagen seit langem bei Madsack in den Schubfächern. Das gab immer noch eine gewisse Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht ganz so schlimm kommen wird. Nun aber ist die Katze aus dem Sack. Mit 90 statt bisher knapp 140 Mitarbeitern soll in Leipzig zukünftig eine Tageszeitung produziert werden, die stärker an den Lesern dran sein will. Der Betriebsrat der LVZ bezweifelt das in einer Information an die Mitarbeiter, der DJV Sachsen ebenfalls. Auch bei der LVZ-Tochter in der Landeshauptstadt, bei den Dresdner Neusten Nachrichten, soll Personal reduziert werden. Hier geht es um sieben Mitarbeiter. Der lokale Charakter, dieser Tageszeitung wird dann nicht mehr zu halten sein.

Die Betriebsräte an beiden Standorten wollen in den nächsten Tagen mit den Geschäftsführungen verhandeln, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Der DJV Sachsen will in der kommenden Woche entscheiden, ob die Verlagsleitungen zu Tarifverhandlungen über einen Sozialplan aufgerufen werden. Für den Journalistenverband ist der Arbeitsplatzabbau in Leipzig und Dresden ein schockierender Beleg für die Hilflosigkeit in der Zeitungsbranche. Weniger Personal, heißt weniger Redaktion und das ist in jedem Fall weniger Qualität.

Kress-Mediendienst

 

LVZ im Schock

22. Mai 2014

LVZ Peterssteinweg [hprfoto]Dass die Pläne rund um Madsack 2018 auch die Leipziger Volkszeitung (LVZ) hart treffen würden, ist seit langem bekannt. Nun stehen die exakten Zahlen offensichtlich fest: Die Belegschaft wird von 126 auf 90 Stellen schrumpfen, so will es die Konzernleitung im Rahmen der geplanten Umstrukturierung. Der Betriebsrat will nun in Verhandlungen mit der Geschäftsleitung erreichen, dass so wenig wie möglich Kündigungen ausgesprochen werden. Die Gespräche dazu sollen Anfang Juni beginnen.

Die Mitarbeiter bei der Leipziger Verlag- und Druckereigesellschaft (LVDG), die die Leipziger Traditionszeitung herausgibt, sind geschockt. Der DJV Sachsen sieht in der Durchsetzung der Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Belegschaft einen verantwortungslosen Umgang mit dem Kulturgut Tageszeitung: Wenn man die Macher einer Tageszeitung um ein Viertel reduziert, dann hat das unweigerlich Folgen für die Qualität. Das wiederum dient keineswegs dazu, die lokalen Printmedien zu stärken.
Ergänzung(23.5.2014): Bei der Dresdner Tochter der LVZ, den Dresdner Neuesten Nachrichten, sollen sieben Stellen gestrichen werden. Damit ist das Blatt in seiner derzeitigen Form, als Tageszeitung der Landeshauptstadt, nicht mehr machbar. 

Facebook-Brief an die DNN

13. März 2013

FDehlisDass an Tageszeitungen Honorare gekürzt werden, passiert derzeit leider oft, dass sich ein Betroffener darüber in einem offenen Brief beschwert ist eher selten. Entsetzt sind jedoch alle! Auch über den Umgang mit den Empörten. 
Und der DJV Sachsen ist es auch!   

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Dresdner Dialog startet mit DNN-Chefredakteur

14. Februar 2013

Max DD-Altstadt 2b [hprfoto]Zum Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe stellt sich heute Abend Dirk Birgel, Chefredakteur der Dresdner Neuesten Nachrichten, dem Dresdner Dialog. Der 46-Jährige, der die DNN seit 1999 führt, dürfte einiges zu sagen haben: zum Dresdner Zeitungsmarkt, zur Zukunft der Zeitung – und nicht zuletzt zum eigentlich schon für den vergangenen Jahreswechsel geplanten Umzug der „DNN“ in die City.

Das Konzept des „Dresdner Dialogs“: Im Rahmen einer lockeren Stammtisch-Begegnung stellt sich ein mehr oder weniger prominenter, auf jeden Fall aber interessanter Gast aus der Medienwelt den Fragen des Moderators und der Teilnehmer – und kommt sicherlich auch ins Erzählen…

Moderator Lars Radau trifft Dirk Birgel heute, am 14. Februar, um 19.30 Uhr im Restaurant Max , Wilsdruffer Straße 24, 01067 Dresden.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine kurze Anmeldung unter Lars.Radau@djv-sachsen.de wird gebeten.

Nach Tarifflucht nun auch Domizilflucht???

28. März 2012

Gerüchte kursieren um das traditionsreiche Haus an der Dresdner Hauptstraße. Bald könnten hier nur noch leere Räume zu finden sein: Die Geschäftsräume verlassen, die Redaktionsbüros verwaist. Die Dresdner Neuesten Nachrichten und ihr Mantellieferant, die Leipziger Volkszeitung, fahren seit Monaten einen immer tiefgreifenderen Sparkurs. Mitte des vorigen Jahres stiegen beide Zeitungsverlage zunächst aus dem Flächentarif aus, dann wurden Stellen gestrichen und nun soll offensichtlich in Dresden kräftig gespart werden. Im Verlagsbereich soll es Stellenabbau geben, die Redaktion wird umziehen (flurfunk). Anvisiert ist angeblich ein Redaktionsbüro in der Prager Straße. Dem Verlagshaus der früheren CDU-Zeitung Die Union in der Dresdner Neustadt dürfte dann das gleiche Schicksal drohen, wie denen von Sächsische Neueste Nachrichten und Sächsisches Tageblatt.

 

2011: Bilanz durchwachsen

31. Dezember 2011

Eine positive Bilanz in Bezug auf die Mitgliederentwicklung kann der DJV Sachsen für das Jahr 2011 ziehen. Erstmals seit 2003 hat sich die Mitgliederzahl stabilisiert und ist sogar leicht angestiegen. Zum Jahreswechsel 2011/2012 gehören dem DJV Sachsen genau 1382 Mitglieder an. Landesvorstand und Geschäftsführung sehen darin eine Bestätigung für langjährige solide Arbeit. Medien- und Wirtschaftskrise haben in der zurückliegenden Dekade vor allem viele Freie Journalistinnen und Journalisten zum Aufgeben gezwungen. Gleichzeitig sind auch zahlreiche  journalistische Arbeitsplätze für festangestellte Redakteure in Sachsen weggefallen.

Der DJV setzt sich vor allem für eine insgesamt gerechte Vergütung  journalistischer Arbeit ein. Tarifpolitische Arbeit wird jedoch immer komplizierter. Mit dem Wechsel in eine OT-Mitgliedschaft im Sächsischen Zeitungsverlegerverband haben im Sommer 2011 die Verlage von LVZ und DNN im sächsischen Printbereich praktisch eine tariffreie Zone geschaffen. Erst durch Vereinbarung eines Haustarifes für beide Zeitungsverlage konnte den Mitarbeitern wieder eine zeitverschobene Anbindung an den Flächentarif in Aussicht gestellt werden. Ein bei der Sächsischen Zeitung/Morgenpost Dresden bestehender Haustarifvertrag wird seit Jahren missachtet und unterwandert. Lobenswert ist hingegen eine 2,5prozentige Gehaltsanhebung für die Mitarbeiter der Freien Presse Chemnitz. Der nichttarifgebundene Verlag hat damit eine längst fällige Einkommensverbesserung für seine Beschäftigten vollzogen.

Beim Mitteldeutschen Rundfunk konnten für Feste und Freie ebenfalls Einkomensverbesserungen erhandelt werden. Hier sind vor allem die Bedingungen für die Freien verbesserungswürdig. Honoraranhebungen sind nicht automatisch auch Einkommensverbesserungen, weil der MDR die Möglichkeit hat, das Auftragsvolumen zu verringern. Der DJV sowie die beim MDR vertretenen Gewerkschaften ver.di und DOV haben mit der Geschäftsleitung daher Bestandsschutzregeln vereinbart, die für die oft langjährig beschäftigten Freien mehr Sicherheit für die Zukunft bringen sollen.

Auch für Journalistinnen und Journalisten im tariffreien Bereich (Privatfunk, Zeitschriften, PR) ist der DJV Sachsen attraktiv. Beratungs- und Rechtsschutzleistungen werden von den Mitgliedern ebenso gern angenommen, wie die Ausstellung des Presseausweises.


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