Archive for the ‘Glossiert’ Category

Schlucken, Schmunzeln, Kopfschütteln

19. März 2012

Zuerst ein Schlucken, dann Kopfschütteln: Wer in den Schlosspark Pillnitz will soll löhnen. Eintrittspflicht für den Park, der sich so malerisch an die Elbe schmiegt. Wie werden wohl die Spaziergänger vom anderen Ufer, die Dampferfahrer und Paddler auf der Elbe abkassiert???? Eine Frage, die sicher irgendwann steht. Denn die Schlösserverwaltung braucht GELD! Und da hat Sie eine weitere wunderbare Idee: Sie verschickt Pressemitteilungen an die Redaktionen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hier eine Information zur Jahreskarte für den Pillnitzer Schlosspark mit der Bitte um Abdruck.

Na hoffentlich sind die Anzeigenvertreter schon unterwegs!

:-)kmh – ach ja:
hier mal ein sommerlicher Blick auf den (noch) eintrittsfreien Bereich

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Frau Vettraino meldet sich morgen

10. Februar 2011

Verständigung ist nicht immer leicht, vor allem, wenn man verschiedene Sprachen spricht. Frau Vettraino spricht mindestens zwei. Doch wenn Sie morgen (deutsch) sagt, dann müßte sie auch morgen meinen (in der zweiten Sprache gibt es kein Wort morgen). …meinen wir deshalb auch! Daher gibt’s hier morgen mehr zum Thema „Wie lasse ich lästige Journalisten hängen“. Es sei denn, die Sache mit dem seit 30. September 2010, 14 Uhr versprochenen Interview hat sich bis morgen erledigt. Ach ja, Frau Vettraino, heute ist der 10. Februar 2011. Mit morgen ist dann also der 11.2.2011 gemeint.
MH

Adventskalender (18)

1. Dezember 2010

Mehr Märchen: SAT1 heute Abend Viertel nach Elf! Die Nikolausmütze hilft weiter.

Aktionstag gegen miese Honorare

15. Oktober 2010

Die Medien leben vom Journalismus. Ja auch die, die sich vornehmlich der „Unterhaltung“ verschrieben haben. Frei sollte er sein, der Journalismus. Was liegt da näher, als ihn auch von freien Mitarbeitern liefern zu lassen… Die Themen liegen ja auf der Straße: Lisa Müller erzählt Maxi Lehmann etwas ungeheuerliches. Der Journalist muss nur zuhören und mitschreiben. Da Lisa Müller für ihre Geschichte kein Geld will, steht eigentlich auch dem Journalisten nichts zu… Großzügig wie Medienunternehmen sind, zahlen Sie unter bestimmten Umständen dem Journalisten allerdings doch ein Honorar. Dieser glaubt davon leben zu können. Naaaa!? So ist das aber nicht gedacht…. Denn siehe an, für diese Großzügigkeit, Honorar zu zahlen, werden die Medien nun auch noch abgestraft… Angemessen soll das Honorar sein?! Tja Potzblitz, was soll denn das…? Wie sollen wir denn da auf unsere Rendite kommen?… 

Honorare müssen angemessen sein, meint der DJV. Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim, Landesvorsitzende des sächsischen Journalistenverbandes, sieht das so: „Wir haben im Freistaat rund 1000 freiberufliche Journalisten, viele von ihnen betreiben das sogenannte Tagesgeschäft. Sie arbeiten für aktuelle Medien, bei Agenturen, Tageszeitungen und elektronischen Medien. Wir wollen, dass die journalistische Arbeit dieser Kolleginnen und Kollegen angemessen vergütet wird. DJV, ver.di und BDZV haben Vergütungsregeln vereinbart, die nun auch Grundlage für die Honorierung journalistischer Arbeit sein müssen.“  Seit Februar dieses Jahres sind die Vergütungsregeln in Kraft. Im Freistaat finden Sie nach Kenntnis des DJV (eine Umfrage bestätigt das) keine Anwendung. „Wir haben die Chefredakteure der sächsischen Tageszeitungen über die Vergütungsregeln informiert. Bisher liegt uns keine Antwort aus den Häusern vor.  Deshalb werden wir heute nachfragen“, so die DJV-Landesvorsitzende.  „Wir fordern eine faire Bezahlung unserer Arbeit. Die Vergütungsregeln sind genau deshalb und dafür vereinbart worden.“

www.faire-zeitungshonorare.de

Goldene Eier ganz nebenbei

1. April 2010

Weil Journalist F. Leißig keine Zeit hatte, rechtzeitig vor dem Osterfest Eier zu kaufen und diese mit seiner Frau und seinen Kindern in gemütlicher Runde zu färben und zu bemalen,  hockte er sich am Gründonnerstagnachmittag hinter den mit allerlei Papieren und Zeitungen, Computern und sonstigem technischen Zeug bepackten Redaktions-Schreibtisch und schuf die goldenen Eier – gewissermaßen zwischen Print-, online- Audio- und Videoversion seiner Story – in nur wenigen Minuten ganz allein. 
Stolz streicht er sich seitdem  immer wieder grunzend mit dem Rüssel über die flauschige Schulter und kräht hin und wieder: „Ich bin perfekt!“

Putziges Gehabe

25. März 2010

Was macht ein Chefredakteur oder Geschäftsführer, wenn man ihm schriftlich mitteilt, dass am Xxxtag eine Pressekonferenz stattfindet und er und/bzw. seine Redaktion NICHT eingeladen wird? Die Frage erwartet nicht nur EINE Antwort… Oberputzig ist die Ausladung, weil es sich bei der ausgeladenen Redaktion um die der einzig relevanten Tageszeitung handelt. Da möchte man sich schon die Schenkel klopfen…! Zur Sache: Die Serbske Nowiny – einzige (Abend-)Tageszeitung in sorbischer Sprache – sollte zu einer Pressekonferenz der Stiftung für das sorbische Volk am 25. März 2010 nicht zugelassen werden. Alleiniger Grund: „…njewecowne a tendenciozne  rozprawnistwo zaslych dnjow…“ (die unsachliche und tendenziöse Berichterstattung der vergangenen Tage). Die Ausladung wurde irgendwie und irgendwann zurückgenommen. Aus- und wohl auch Wiedereinlader ist Marko Suchy, Direktor der Stiftung für das sorbische Volk. Er hat ansonsten offensichtlich noch einen viel schlimmeren „Feind“: Internecy.
Michael Hiller
Die Stellungnahme der Serbske Nowiny findet sich hier.


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