Archive for the ‘Lokal-TV’ Category

Medientreffpunkt Mitteldeutschland eröffnet

9. Mai 2016

MTP2016Seit heute steht die Leipziger Media City wieder im mitteldeutschen Medienblickpunkt. Am Nachmittag wurde der dreitägige Medientreffpunkt eröffnet. Prominentester Gast war Thüringens Ministerpräsident Bodo Rammelow. Er knüpte in seinem Grußwort an seinen Auftritt im Vorjahr an, konnte allerdings nicht viel neues vermelden. Anders der sächsische Staatskanzleichef Dr. Fritz Jaeckel: Medienkonvergenz sei das Zauberwort. Genaueres werde man später hören. Eins deutete er allerdings schon an: „Medienkonvergenz im Interesse der Medienwirtschaft“, darauf hätten sich die Medienminister der Bundesländer verständigt. Frische und Realitätssinn bewies Roland Tichy. Es sei völlig unwichtig ob es Pegida, Legida oder Lügenpresserufe gebe: Journalisten müßten ihren Job machen und die sogenannten neuen Medien mit ihren Inhalten füttern. Dienstag und Mittwoch sind mit Podiumsdiskussionen gefüllt, die sich alle mehr oder weniger intensiv dem Thema des diesjährigen Treffs widmen: Die Wucht des Wandels – In neuen Systemen leben. (kmh)

http://www.medientreffpunkt.de

 

Zur Änderung des Privatfunkgesetzes

10. Juli 2014

Im Zusammenhang mit der heute vom Landtag verabschiedeten Änderung des Privatfunkgesetzes fordert der DJV Sachsen, die nunmehr mögliche finanzielle Förderung vom Angebot journalistischer Inhalte abhängig zu machen. Kommerzielle Radioanbieter, die solche journalistischen Angebote ausstrahlen, sollten  nicht ausschließlich von Werbeeinnahmen abhängig sein. Die finanzielle Förderung der Verbreitungskosten für private Rundfunkanbieter müsse in vollem Umfang im Interesse der Meinungs- und Pressefreiheit umgesetzt werden, sie dürfe nicht zur Staatsnähe führen.

Nach Ansicht des DJV Sachsen muss die Förderung durch die SLM an ein zu definierendes Minimum an journalistischen und kulturellen Inhalten im Programm gebunden sein. Insbesondere gehe es darum, Nachrichtliches und Hintergrundinformationen zu senden. Der DJV Sachsen hat dabei auch die nichtkommerziellen Anbieter im Freistaat im Blick.

Die Bindung einer Förderung an die Verbreitung journalistischer Inhalte hätte nach Ansicht des DJV Sachsen bereits im Gesetz fixiert werden müssen.

Super-GAU für Sachsens Privat-TV?

31. Mai 2013

Nach Ansicht des Bundesverbandes Lokal-TV  droht der Gattung Lokalfernsehen in Sachsen das Aus“. In einer Pressemitteilung spricht der BLTV-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Böhm gar von einem „medienpolitischen Super-GAU…. Die hohen Kosten der Digitalisierungsprozesse, zu denen die Veranstalter gezwungen sind, führen unsere Sender in den finanziellen Ruin.“ Die sächsische Staatsregierung verstoße gegen ihren eigenen Koalitionsvertrag. Darin wird das Lokalfernsehen als erhaltenswertes Kulturgut bezeichnet. „Leider haben es CDU und FDP bei schönen Worten belassen. Wir ernten jetzt die Früchte ihrer Untätigkeit“, sagt Böhm.

In der Pressemitteilung heißt es weiter:  

„Modelle zur Förderung des Lokalfernsehens wie in Bayern, Österreich oder in der Schweiz belegten eindrucksvoll, wie finanzielle Unterstützungen durch die Länder nicht nur zu einem stabilen Mediensystem, sondern auch zur demokratischen Meinungsbildung und Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen auf regionaler und lokaler Ebene führen kann. „Auch der Freistaat Sachsen habe den Sendern immer wieder Unterstützung zugesichert, lässt die Programmveranstalter aber seit Jahren ausbluten, wirkliche Hilfe fehlt“, erklärt Böhm. Die schwarzgelbe Koalition in Dresden verstoße gegen ihren eigenen Koalitionsvertrag, in dem das Lokalfernsehen aufgrund seiner gesellschaftlichen Leistungen als erhaltenswertes Kulturgut verankert wurde.  

Sachsens Lokalfernsehsender weisen einen außerordentlich hohen Vernetzungsgrad auf. Allein dadurch konnte das Lokalfernsehen in Sachsen sein Dasein bisher sichern. Wenn Leipzig und Chemnitz ihre Programme einstellen, so hat das aufgrund der engen  Kooperationen in Hinblick auf Programmaustausch, Vermarktung und Technik direkte Folgen für alle anderen Lokalsender in Sachsen.

Erfolgreiche Programmformate wie „7 Tage Sachsen“ stehen somit in Frage und zahlreiche Werbekombinationen können faktisch nicht mehr bedient werden.“

LEIPZIG FERNSEHEN und SACHSEN FERNSEHEN haben gestern mitgeteilt, dass sie im September ihren Sendebetrieb einstellen werden. Davon betroffen sind an beiden Standorten zusammen rund 40 Mitarbeiter. Beide Programme zählen mit 300.000 Zuschauern (Weitester Seherkreis) zu den zuschauerstärksten Sendern in Ostdeutschland. 

Der DJV Sachsen hatte sich gestern bereits zu Situation geäußert und fordert die Staatsregierung auf, endlich aktiv zu werden.

Lokale TV-Sender ohne Zukunft?

30. Mai 2013

SachsenTVDer DJV Sachsen bedauert die für September angekündigte Einstellung der zwei lokalen TV-Programme Sachsen Fernsehen und Leipzig Fernsehen. Mit der Einstellung der Angebote wird die Medienvielfalt in den Ballungsgebieten Leipzig und Chemnitz erheblich beschädigt. Für viele Menschen in Sachsen sind die lokalen Fernsehanbieter eine wichtige, oftmals die wichtigste regionale Informationsquelle. Die Mitarbeiter der Sender arbeiten mit viel Enthusiasmus und Elan sowie meist unter nicht immer einfachen Bedingungen. Dass ihr Engagement  nun beendet wird, ist bedauerlich. Mit der Einstellung der Programme gehen auch zahlreiche journalistische Arbeitsplätze verloren. Der DJV Sachsen fordert auch deshalb die Politik auf, sich für solche Bedingungen in der privaten Medienwirtschaft stark zu machen, die lokalen und regionalen Medien eine Existenz ermöglichen. Die außerordentlich reiche sächsische TV-Lokal-Anbieter-Szene, entstanden zu Beginn der Neunzigerjahre, ist erhaltenswert. Die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) fordert der DJV Sachsen auf, sich dafür noch stärker einzusetzen. Der DJV Sachsen selbst versteht sich als Partner für viele Macher in den Lokalsendern.


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