Archive for the ‘Soziales’ Category

MDR: Dynamisierung der Honorare

5. Dezember 2017

Extra-Info des DJV für Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDR 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 4. Dezember 2017 haben die Gewerkschaften DJV und Ver.di erneut mit Vertretern des MDR über die Umsetzung der Effektivhonorarerhöhung gesprochen, wo es ja noch viele Probleme gibt. Denn erhöht werden sollen nur die gleichwertigen Honorare, die in 12 Monaten mindestens 12 mal von der gleichen Kostenstelle bezahlt wurden.

Beim Treffen zwischen den Gewerkschaften und dem MDR ging es auch um die rund 20 Beschwerden, die in der Schiedsstelle eingegangen sind (Danke an alle, die an die Schiedsstelle geschrieben haben!). Den Gewerkschaften ist es in der Verhandlung gelungen, den Interpretationsspielraum der MDR-Selbstverpflichtung (die Bestandteil des 6. Änderungstarifvertrages wird) weit auszulegen. Das bedeutet für die Redaktionen, dass sie nun mehr beachten und prüfen müssen.

Der DJV ist immer noch der Meinung, dass ein anderes Modell besser gewesen wäre: nämlich wenn man für die Tarifsteigerungen die internen Vergütungstabellen, die jede Redaktion hat, als Grundlage genommen hätte. Das wäre einfacher und praktischer gewesen. Die Verantwortung hätte zwar (wie jetzt auch) hauptsächlich in den beauftragenden Bereichen (also in den Redaktionen) gelegen, jedoch ohne diesen bürokratischen Aufwand. Dieser Aufwand führt auch bei den Festangestellten, die die Erhöhung der Effektivhonorare umsetzen müssen, zu Unverständnis. Die MDR-Geschäftsleitung wollte aber dieses Modell der standardisierten Honorare und lehnte den Gewerkschaftsvorschlag ab, die internen Vergütungstabellen zu erhöhen. Die Alternative wäre dann noch gewesen, das bisherige Modell Einmalzahlung beizubehalten, das Vorteile aber auch erhebliche Nachteile hat.

Für folgende Fälle wurden Lösungen gefunden.

  1. Grundhonorar und Aufschläge

In der Praxis werden bei einigen Tätigkeiten intern Aufschläge für zusätzliche Anforderungen gezahlt. Welche Tätigkeiten das sind, wird der MDR beispielhaft auflisten. Wie die Lösung aussieht, soll an folgendem Beispiel des redaktionellen Mitarbeiters deutlich gemacht werden.

Honorar Anzahl der Dienste Betrag, der tariflich erhöht wird
200 € 17 200 €
210 € 5 200 €
230 € 14 230 €
240 € 1 200 €
oder folgender Fall:
200 3 200 €
210 3 200 €
230 3 200 €
240 3 200 €
  1. Gleiche Tätigkeit aber unterschiedliche Beitragslängen

Wer z. B. als Reporter/Berichterstatter seinen Dienst für einen bestimmten Tag anbietet, weiß noch nicht, wie lang der Beitrag und wie hoch das Honorar sein wird. Deshalb haben die Gewerkschaften folgender Lösung mit der Maßgabe zugestimmt, dass sie durch eine andere ersetzt werden muss, wenn der erhoffte Effekt nicht eintritt. Wendet der beauftragende Bereich einen einheitlichen Minutenpreis auf die unterschiedlichen Beitragslängen an, werden alle produzierten Beiträge als gleiche Leistung bewertet. Liegt deren Zahl im Betrachtungszeitraum von 12 Monaten bei mindestens 12, werden die Minutensätze um den Prozentsatz der tariflichen Steigerung erhöht. Beispiel: Es gibt 100 € pro Minute. Dann müsste das Honorar bei 1:30 Länge bei 150 € und bei 3:00 Länge des Beitrags bei 300 € liegen. Der MDR würde dann alle Beiträge unterschiedlicher Länge zusammenzählen. Kommen mindestens 12 zusammen, werden die Effektivhonorare für diese Beiträge erhöht.

Wir würden von Ihnen gern wissen, in welchen Bereichen einheitliche Minutenpreise der Honorierung von Werkleistungen zugrunde liegen.

  1. Gleiche Tätigkeit aber unterschiedliche Einsatzzeiten (Länge und Zeitpunkt des Einsatzes)

In der Praxis leisten Freie ganze, halbe oder ¼- Schichten, arbeiten nachts, an Sonn- und Feiertagen.

Lösung: Werden bei Schicht- und Tagesleistungen zu einer Kostenstelle und einer Tätigkeit lediglich unterschiedliche Leistungseinheiten (z.B. 1/4 Tag, 1/2 Tag, 1 Tag) ausgewiesen, so gelten diese Honorare als wertgleich, wenn sie im Verhältnis zur Leistungseinheit wertgleich sind und werden zusammengezählt, damit man mindestens auf 12 mal kommt. Sie gelten auch dann als wertgleich, wenn die Honorierung in allen Leistungseinheiten mit dem Mindesthonorar erfolgt. Beispiel: Schichthonorar für einen Tag 200 €, für einen halben Tag 100 € und für die ¼-Schicht 50 €. Bei Nachtarbeit oder an Sonn- und Feiertagen wird das „Grundhonorar“ gesteigert, wenn es 12 Mal nach den Kriterien für das standardisierte Honorar gezahlt wurde. Der jeweilige prozentuale Aufschlag unter Bezugnahme auf das Mindesthonorar ist bereits durch die tarifliche Steigerung des Mindesthonorars erhöht.

  1. Kostenteilung

Es kommt vor, dass ein z. B. vom Landesfunkhaus X beauftragter Beitrag durch Recherche eine überregionale Bedeutung erlangt und z. B. bei MDR Aktuell gesendet wird. Das kann in der internen Abrechnung dazu führen, dass MDR Aktuell die Kosten übernimmt. Arbeitet der Freie ansonsten ausschließlich für das Landesfunkhaus, würde das von MDR Aktuell bezahlte Honorar nicht die Kriterien des standardisierten Honorars erfüllen, weil es weniger als 12 mal gezahlt wurde. Deshalb werden solche Beiträge den anderen vom Freien im Landesfunkhaus erbrachten gleichen Leistungen zugeordnet. Werden dadurch mindestens 12 gleiche Leistungen erbracht, die die Kriterien für das standardisierte Honorar erfüllen, wird das Honorar um den tariflich vereinbarten Prozentsatz gesteigert. Es lohnt sich also ein Blick in die Monatsabrechnungen des Betrachtungszeitraumes, um festzustellen, ob eine solche Kostenteilung vorliegt.

Diese beschriebenen Lösungen lassen sich nicht maschinell in der Übersicht zur Tätigkeit im Betrachtungszeitraum darstellen, die Sie von der HoLi erhalten haben. Sollte einer der oben genannten Fälle vorliegen, wenden Sie sich deshalb bitte an den beauftragenden Bereich. Wenn keine einvernehmliche Lösung zustande kommt, bleibt immer noch die Beschwerde an die Schiedsstelle.

Von den rund 20 eingegangenen Beschwerden sind am Montag drei in der Schiedsstelle besprochen worden. Das Ergebnis der Diskussion teilt der MDR den Kolleginnen und Kollegen sowie den Gewerkschaften in Kopie mit.

Wenn Sie Fragen zu den oben genannten Sachverhalten haben, können Sie diese uns gern übermitteln: info@djv-mdr.de . Nutzen Sie bitte auch die Möglichkeit, sich mit Beschwerden an die Schiedsstelle zu wenden. Die Selbstverpflichtung des MDR zur Dynamisierung der Effektivhonorare beinhaltet eine Option zur Evaluierung des gefundenen Modells.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DJV

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Medien zu Medien…

28. Oktober 2015

Eine Meldung aus der vergangenen Woche im Originaltext
(vermutlich nicht vom Robi)

München (dpa) – Roboterjournalismus ist in deutschen Medienhäusern keine Zukunftsmusik mehr. Bei den Münchner Medientagen berichteten Verlagsmanager und Chefredakteure am Donnerstag über ihre aktuellen  Projekte. «Alle testen, was möglich ist», sagte Saim Alkan, Geschäftsführer des auf Textprogramme spezialisierten  Software-Anbieters Aexea.

Programme verschiedener Anbieter könnten zum Beispiel Fußballergebnisse aus der Kreisliga in Tabellenform mit Informationen aus Datenbanken verknüpfen und daraus individuelle Texte erstellen, mit Augenmerk etwa auf dem Lieblingsspieler des Lesers.

Die Maschinen schrieben Millionen Texte am Tag und könnten alles betexten, was in Datenbanken stehe – wenn Trainer Pep Guardiola allerdings die Hose reiße, dann seien sie überfordert, sagte Alkan.

«Focus-online»-Chefredakteur Daniel Steil sagte: «Wir testen Robotertexte beim Portal Finanzen100.» Die Technik könne helfen, Leser schnell über sich gerade anbahnende Veränderungen bei seinem Aktienportfolio oder auch beim Wetter in seiner Gegend zu informieren. Von Maschinen geschnittene und betextete Videos ließen sich teilweise nicht mehr von anderen unterscheiden.

«Zeit-online»-Chefredakteur Jochen Wegner sagte: «Wenn kein Mensch mehr Börsenkurse in Worte fassen muss, ist das wunderbar.» Das gebe Journalisten mehr Zeit für kreatives Arbeiten und ganz eigene «bockige Texte» abseits der 08/15-Routine. Seine Redaktion nutze die Datenanalyse auch, um soziale Medien zu durchkämmen und Trends früh zu erkennen. Der Leiter der Unternehmensentwicklung der «Neuen Osnabrücker Zeitung», Johannes Rohde, sagte: «Roboterjournalismus gehört für uns dazu – wir experimentieren damit, vor allem im
Sportbereich.» Aber die Ergebnisse seien noch nicht sehr gut.

Presseversorgung: Alles top

12. Juni 2015

Presseversorgung„In einem Kapitalmarkt, in dem negative Zinsen Realität geworden sind, hat sich die langfristige Ausrichtung der Presseversorgung auch in 2014 bewährt.“ Mit diesem Einstieg des Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Presseversorgung, Dr. Laurent Fischer, in die Geschäftsberichte der Gremien des Versorgungswerkes ist eigentlich schon fast alles gesagt.

Die berufsständische Presse-Versorgung kann bei ihrer Jahreshauptversammlung, die gegenwärtig in München stattfindet, erneut auf eine insgesamt positive Marktpräsenz und Entwicklung verweisen. Am deutlichsten zeigt sich dies in der für alle Versicherten aktuellen Gesamtverzinsung für das laufende Jahr: 4,6 Prozent, das ist nicht nur ein Spitzenwert in der Versicherungsbranche, sondern sucht im Kapitalmarkt insgesamt seines Gleichen. Geschäftsführer Manfred Hoffmann verweist in diesem Zusammenhang auf die hohe Sicherheit der Kapitalanlagen durch die vorausschauende Investitionspolitik der Presseversorgung. Nur deshalb seien beispielsweise die Bewertungsreserven im zurückliegenden Jahr um 16 Prozent gestiegen. Auch der Wert der Kapitalanlagen erhöhte sich um 2,2 Prozent. Deren breite Streuung sorge dabei für hohe Sicherheit und begrenze die Auswirkungen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus. Die Produkte der Presseversorgung seien daher alternativ- und konkurrenzlos.

Der auch bei der Presseversorgung zu verzeichnende Branchen-Trend hoher Einmalzahlungen von Versicherten belege zudem die Attraktivität von Lebensversicherungen, so Manfred Hoffmann. Die Presseversorgung habe durch Einmalzahlungen im Jahr 2014 insgesamt eine Zugang von 52 Millionen Euro zu verzeichnen. Bei Neuabschlüssen stehen Steigerungen von 5 Prozent im fakultativen und 9 Prozent im obligatorischen Bereich zu Buche. Letzterer ist speziell durch einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag abgedeckt.

Um den Kreis der Versicherten zu erweitern, fasste eine Außerordentliche Gesellschafterversammlung am Nachmittag einen Beschluss zur Satzungsänderung. Zukünftig wird es möglich sein, die gesamte Belegschaft eines Medienunternehmens zu versichern, statt – wie bisher -nur die journalistisch Tätigen. Auch die turnusmäßige Aktualisierung der Berufsbilder und Wirtschaftsbereiche durch den Verwaltungsrat wird mit der Satzungsänderung ermöglicht. Die Presseversorgung trägt damit dem Wandel in der Medienbranche Rechnung. Speziell für die Fest-freien Mitarbeiter bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wird die Presseversorgung mit Wirkung zum 1. Juli dieses Jahres neue Sonderkonditionen vereinbaren, die Leistungsverbesserungen um fünf bis sechs Prozent vorsehen.

Bei der Münchener Jahreshauptversammlung tagen auch die Gremien der Versorgungskasse und der Hilfsverein der Deutschen Presse. Hier geht es vor allem um Leistungen für besonders Hilfsbedürftige, so Witwen-/Witwerleistungen sowie Leistungen für unverschuldet in Not geratene Angehörige der Presseberufe. (kmh)

www.presse-versorgung.de

 

 

Presseversorgung 2015: Verzinsung 4,3 %

2. Dezember 2014

PresseversorgungDas Versorgungswerk der Presse sichert seinen Versicherten auch im kommenden Jahr wieder eine Gesamtverzinsung, die im Markt eine Spitzenposition einnimmt. Die aufgrund der Kapital-Marktsituation notwendige Senkung der laufenden Verzinsung kann durch einen höheren Schlussüberschuss leicht ausgeglichen werden. Die Senkung der Gesamtverzinsung beträgt gegenüber 2014 daher nur 0,2 Prozent. In der Vertreterversammlung der Versicherten des Presseversorgungswerkes wurde dazu am heutigen 2. Dezember 2014 ein entsprechender Beschluss gefasst.

Vergleich

Sachsen fordert: Mehr für die Freien!

4. November 2014

38 Pension Klaus Stuttmann (1)
Mit diesen Anträgen wollen wir heute beim Bundesverbandstag in Weimar punkten:

Der DJV Sachsen beantragt, dass sich der Bundesvorstand für eine attraktive Altersvorsorgemöglichkeit über das Presseversorgungswerk* einsetzt. Die gegebenenfalls über einen Gruppenversicherungsvertrag zu regelnde Versicherungslösung sollte nach Vorstellung des DJV Sachsen zu den Alterstarifverträgen der Redakteure im Printbereich in jeder Richtung kompatibel sein, einen unkomplizierten Zugang, kleine regelmäßige Prämien sowie differenzierte jährliche Einmalzahlungen ermöglichen. Dauerauftraggeber von Freien Journalist(inn)en sollten die Möglichkeit haben, direkt Einzahlungen vorzunehmen.

Der zweite Antrag zielt auf eine bessere Absicherung für Freie im Falle der Arbeitslosigkeit. Der Bundesvorstand soll beauftragt werden, sich in Gesprächen mit der Bundesregierung und Abgeordneten des Bundestags für eine freiwillige Arbeitslosenversicherung einzusetzen. Diese sollte allen Selbstständigen offen stehen. Anliegen des Antrages ist es, den beschränkten Zugang zu einer entsprechenden Versicherung, die seit 2006 prinzipiell besteht, wieder zu lockern.

In der Antragsbegründung weist der DJV Sachsen darauf hin, dass insbesondere jene Selbstständigen, die niemals oder schon seit längerer Zeit nicht mehr Pflichtversicherte bei der Arbeitslosenversicherung waren, gegenwärtig keine Chance auf einen Beitritt zu einer Arbeitslosenversicherung haben.

Beide Anträge zielen darauf ab, die Situation der Freien zu verbessern. Die Situation der Freien im Medienbereich kann sich nur aus eigener Kraft verbessern. Der DJV ist dafür der einzig geeignete Partner und muss sich dem stellen.

*Die Landesverbände des DJV sind Gesellschafter des Versorgungswerkes der Presse. Diese Versicherungseinrichtung muss in Ausrichtung und Leistungsumfang auf die sich verändernde Situation im Medienbereich (und damit in der Mitgliedschaft des DJV) umorientiert werden.

Die Kari von Klaus Stuttmann wird natürlich vom DJV Sachsen honoriert!

Nach wie vor Spitze: Presseversorgung

13. Juni 2014

Jahrestagung des Presseversorgungswerkes in Stuttgart

PresseversorgungEine hohe Finanzkraft zeichne die Presse-Versorgung ebenso aus wie die Gesamtverzinsung von aktuell 4,5 Prozent, heißt es im Lagebericht der des Versorgungswerkes der Presse, der zur gegenwärtig in Stuttgart stattfindenden Jahrestagung der berufsständischen Versorgungseinrichtung vorgelegt wurde. Dennoch muss sich auch die Presseversorgung mit reduzierten Beitragseinnahmen abfinden, verweist allerdings darauf, dass diesen teilweise deutliche Zuwächse in vorangegangenen Jahren entgegenstehen. Geschäftsführer Manfred Hoffmann beklagt in diesem Zusammenhang die einseitig negative Widerspiegelung der Lebensversicherungen in den Medien. Entgegen anderen Altersvorsorgeanlagen biete die Lebensversicherung, und in einer Spitzenposition die Presseversorgung, hohe Sicherheit und eine gute Rendite. Im Geschäftsjahr 2013 wurden an Versicherte des Versorgungswerkes Leistungen in Höhe von nahezu 328 Mio Euro ausgezahlt, in 71, 3 Prozent aus ablaufenden Versicherungen. Der Anteil von Rückkäufen (9,6 %) lag erneut unter den Werten des Vorjahres.

Beim Neugeschäft konnte nur bei Fondsprodukten zugelegt werden. Neuabschlüsse bei den klassischen Lebensversicherungen gingen um 20 Prozent zurück. Auch beim obligatorischen Geschäft, die per Tarif gesicherten Redakteurs-Versicherungen im Printbereich, muss ein Rückgang verzeichnet werden. Die Presseversorgung will daher zukünftig die Nähe zu den Unternehmen der Medienbranche noch stärker nutzen, um bedarfsgerechte Lösungen für die betriebliche Altersversorge anzubieten.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Dr. Laurent Fischer, unterstreicht in einem Statement, dass die Lebensversicherer in den Finanzkrisen der letzten Jahre eindrucksvoll bewiesen haben, „..dass sie auch unter schwierigsten Bedingungen in der Lage sind , ihre Garantieversprechen ausnahmslos einzuhalten.“

Fakten statt Vorurteile

Belegschaft bei LVZ und DNN soll bluten

23. Mai 2014

030620101723 LVZ Leipzig [hprfoto]Bestürzung in Leipzig und Dresden. Bei den zwei Madsack-Titeln Leipziger Volkszeitung (LVZ) und Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) soll am Personal kräftig gespart werden. Die Pläne dazu lagen seit langem bei Madsack in den Schubfächern. Das gab immer noch eine gewisse Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht ganz so schlimm kommen wird. Nun aber ist die Katze aus dem Sack. Mit 90 statt bisher knapp 140 Mitarbeitern soll in Leipzig zukünftig eine Tageszeitung produziert werden, die stärker an den Lesern dran sein will. Der Betriebsrat der LVZ bezweifelt das in einer Information an die Mitarbeiter, der DJV Sachsen ebenfalls. Auch bei der LVZ-Tochter in der Landeshauptstadt, bei den Dresdner Neusten Nachrichten, soll Personal reduziert werden. Hier geht es um sieben Mitarbeiter. Der lokale Charakter, dieser Tageszeitung wird dann nicht mehr zu halten sein.

Die Betriebsräte an beiden Standorten wollen in den nächsten Tagen mit den Geschäftsführungen verhandeln, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Der DJV Sachsen will in der kommenden Woche entscheiden, ob die Verlagsleitungen zu Tarifverhandlungen über einen Sozialplan aufgerufen werden. Für den Journalistenverband ist der Arbeitsplatzabbau in Leipzig und Dresden ein schockierender Beleg für die Hilflosigkeit in der Zeitungsbranche. Weniger Personal, heißt weniger Redaktion und das ist in jedem Fall weniger Qualität.

Kress-Mediendienst

 

Chefwechsel bei der Presseversorgung

10. Februar 2014

Der bisherige Geschäftsführer des Versorgungswerkes der Presse, Dr. Gerhard Falk, wird heute in Stuttgart offiziell verabschiedet. Falk stand genau zwanzig Jahre an der Spitze der Versorgungseinrichtung für Journalisten und Medienschaffende. Er hat die Geschäftsführung der Presseversorgung bereits zum Jahreswechsel an seinen Nachfolger Manfred Hoffmann übergeben.

falkDr. Gerhard Falk hat als Geschäftsführer der Presseversorgung wesentlichen Anteil an der fast schon traditionellen Spitzenstellung des Versorgungswerkes im Vergleich zu anderen Versicherungsunternehmen. Kernbereich der Presseversorgung ist die tarifvertraglich geregelte und allgemeinverbindliche Altersversorgung für Redakteure im Printbereich. Neben diesem obligatorischen Bereich werden von der Presseversorgung auch freiwillige Versicherungen – unter anderem auch für Angehörige von Versicherten aus Medienberufen – angeboten.

Tageszeitungsredakteure in Sachsen abgehängt

16. September 2013

Anläßlich des derzeit in Dresden stattfindenden Zeitungskongresses konstatiert der DJV Sachsen eine zutiefst bescheidene Situation für die Journalistinnen und Journalisten, die an und für Tageszeitungen in der Landeshauptstadt arbeiten.  Die Tatsache, dass hier alle Redakteure in Unternehmen beschäftigt sind, die nicht an den Flächentarif gebunden sind, sagt bereits viel über die Situation. Lediglich bei der Sächsischen Zeitung gibt es rund drei Dutzend Mitarbeiter im Redaktionsbereich, die noch über einen Haustarifvertrag an den bundesweiten Tarif angeschlossen sind. Die Arbeit in den sächsischen Redaktionen wird ansonsten zunehmend auf Pauschalisten beziehungsweise Redakteure ohne Tarifbindung oder schlecht bezahlte Freie Mitarbeiter verlagert. Trotz deren ohnehin mieser Honorierung werden ihnen immer wieder weitere Kürzungen zugemutet. So erst kürzlich bei den Dresdner Neuesten Nachrichten.

Freie fair 135Der DJV Sachsen fordert daher die sächsischen Zeitungsverlage auf, sich zu den Flächentarifen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen zu bekennen und für die Freien Mitarbeiter endlich die von DJV und ver.di gemeinsam mit dem BDZV ausgehandelten Vergütungsregeln anzuwenden. Die Akzeptanz der sächsischen Printmedien und damit ihre wirtschaftliche Situation ist vorrangig von der journalistischen Qualität abhängig, die gibt es nicht zum Nulltarif.

Zum Thema: Faire Bezahlung für Freie

KSK-Petition geht in Bundestagsausschuss

27. Juli 2013

KSK LogoDie Online-Petition zur Stärkung der Künstlersozialkasse (KSK) hat die erforderlichen 50.000 Unterschriften bekommen, die für eine Behandlung im zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestags nötig sind. Die 50,000er Marke wurde am Freitag erreicht, nachdem mehrere Verbände (auch der DJV Sachsen) ihre Mitglieder aufgerufen hatten, die Petition zu unterzeichnen. Gestartet wurde die Eingabe vom Deutschen Tonkünstlerverband. Die Petition zielt darauf ab, die Deutsche Rentenversicherung gesetzlich zur Kontrolle der von Unternehmen zu leistenden KSK-Abgaben im Rahmen ihrer Betriebsprüfungen zu verpflichten.

Der DJV hält die Künstlersozialversicherung für unverzichtbar zur sozialen Absicherung aller Freien, insbesondere der freien Journalisten. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken kritisiert in einer Pressemitteilung: „Gerüchte und Halbinformationen über angebliche Abbaupläne aus dem zuständigen Sozialministerium verunsichern Künstler und Journalisten.“ Damit müsse Schluss sein, so Konken. Gleichzeitig appelliert er an den Petitionsausschuss, wegen der Dringlichkeit für die KSK möglichst zeitnah die Initiatoren und Vertreter der Versicherten noch in dieser Legislaturperiode öffentlich anzuhören. Nach der Wahl im September müsse darüber hinaus der neue Bundestag zügig und aktiv die Existenz der Künstlersozialkasse dauerhaft sichern.

Du bist als freie Journalistin/freier Journalist noch nicht in der KSK? Informationen gibt’s bei der KSK und beim DJV Sachsen.


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