Archive for the ‘Tarifverhandlungen’ Category

Warnstreik beim MDR in Leipzig

29. Mai 2013

MDR-Hochhaus in Leipzig - trübe WolkenDie festen und freien Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks sind am heutigen 29. Mai 2013 in Leipzig ab 9 Uhr erneut zu einem Warnstreik aufgerufen. Bereits am Montag hatte es in Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg jeweils zweistündige Warnstreiks gegeben.

Die Gewerkschaften DJV, DOV und ver.di reagieren mit dem Streikaufruf auf ein völlig unzureichendes Angebot, das der MDR in einer ersten Verhandlungsrunde unterbreitet hat und halten an dem Streikaufruf trotz eines am Freitag vom MDR angekündigten verbesserten Verhandlungsangebotes fest.

Am Vormittag sollen dann in Leipzig die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und dem MDR fortgesetzt werden.

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Warnstreiks beim MDR

27. Mai 2013

Die festen und freien Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks in Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg sind am heutigen 27. Mai 2013 zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen. Im Streikaufruf des DJV Sachsen heißt es: „Wir streiken zur Durchsetzung unserer Forderungen zur linearen Anhebung der Gehälter um 6 Prozent sowie für einen wertgleichen Abschluss für die freien arbeitnehmerähnlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Weitere Forderung betreffen unter anderem Zuschläge für die festen und freien Mitarbeiter der ARD-Anstalt.

In einem Flugblatt bekräftigen die Mitarbeiter, dass sie nicht länger Beschäftigte 2. Klasse sein wollen. Was für die Mitarbeiter bei NDR, SWR und WDR recht sei, dürfe für den MDR nicht billig sein, fordern sie unter Verweis auf Vergütungen und Tarifabschlüsse bei anderen ARD-Anstalten.

Die Gewerkschaften DJV, DOV und ver.di befinden sich zurzeit in Tarifverhandlungen mit dem Mitteldeutschen Rundfunk. In einer ersten Runde hatte der MDR ein aus Sicht der Gewerkschaften völlig unzureichendes Angebot unterbreitet. Am Nachmittag des 24. Mai hatte der MDR nachgebessert und bietet nun lineare Vergütungsanhebungen von zweimal zwei Prozent an. Am kommenden Mittwoch sollen in Leipzig die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Aktuelle Informationen:
www.tarifblog.info sowie unter http://twitter.djv-sachsen.info

MDR: DJV fordert sechs Prozent mehr Gehalt

7. Mai 2013

logo Fensterblick k [hprfoto]Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) stehen wieder Tarifverhandlungen an. Die Gewerkschaften haben den Vergütungstarifvertrag bereits zum 31. März 2013 gekündigt und dem MDR ihre Forderungen für die festen und freien Mitarbeiter übermittelt. DJV, DOV und ver.di stimmen in ihrer Forderung überein: Die Gehälter sollen um sechs Prozent steigen, für die Freien soll ein wertgleicher Abschluss erreicht werden. Der neue Tarifvertrag soll ohne Nullmonate rückwirkend zum 1. April 2013 in Kraft treten. Weitere Forderungen beinhalten die Anpassung an ARD-Niveau sowie Zuschläge für alle Mitarbeiter. Ver.di fordert darüber hinaus als soziale Komponente einen Sockelbetrag von 100 Euro.
Die Verhandlungsparteien treffen heute Vormittag in Leipzig zu einem ersten Gepräch zusammen.

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2011: Bilanz durchwachsen

31. Dezember 2011

Eine positive Bilanz in Bezug auf die Mitgliederentwicklung kann der DJV Sachsen für das Jahr 2011 ziehen. Erstmals seit 2003 hat sich die Mitgliederzahl stabilisiert und ist sogar leicht angestiegen. Zum Jahreswechsel 2011/2012 gehören dem DJV Sachsen genau 1382 Mitglieder an. Landesvorstand und Geschäftsführung sehen darin eine Bestätigung für langjährige solide Arbeit. Medien- und Wirtschaftskrise haben in der zurückliegenden Dekade vor allem viele Freie Journalistinnen und Journalisten zum Aufgeben gezwungen. Gleichzeitig sind auch zahlreiche  journalistische Arbeitsplätze für festangestellte Redakteure in Sachsen weggefallen.

Der DJV setzt sich vor allem für eine insgesamt gerechte Vergütung  journalistischer Arbeit ein. Tarifpolitische Arbeit wird jedoch immer komplizierter. Mit dem Wechsel in eine OT-Mitgliedschaft im Sächsischen Zeitungsverlegerverband haben im Sommer 2011 die Verlage von LVZ und DNN im sächsischen Printbereich praktisch eine tariffreie Zone geschaffen. Erst durch Vereinbarung eines Haustarifes für beide Zeitungsverlage konnte den Mitarbeitern wieder eine zeitverschobene Anbindung an den Flächentarif in Aussicht gestellt werden. Ein bei der Sächsischen Zeitung/Morgenpost Dresden bestehender Haustarifvertrag wird seit Jahren missachtet und unterwandert. Lobenswert ist hingegen eine 2,5prozentige Gehaltsanhebung für die Mitarbeiter der Freien Presse Chemnitz. Der nichttarifgebundene Verlag hat damit eine längst fällige Einkommensverbesserung für seine Beschäftigten vollzogen.

Beim Mitteldeutschen Rundfunk konnten für Feste und Freie ebenfalls Einkomensverbesserungen erhandelt werden. Hier sind vor allem die Bedingungen für die Freien verbesserungswürdig. Honoraranhebungen sind nicht automatisch auch Einkommensverbesserungen, weil der MDR die Möglichkeit hat, das Auftragsvolumen zu verringern. Der DJV sowie die beim MDR vertretenen Gewerkschaften ver.di und DOV haben mit der Geschäftsleitung daher Bestandsschutzregeln vereinbart, die für die oft langjährig beschäftigten Freien mehr Sicherheit für die Zukunft bringen sollen.

Auch für Journalistinnen und Journalisten im tariffreien Bereich (Privatfunk, Zeitschriften, PR) ist der DJV Sachsen attraktiv. Beratungs- und Rechtsschutzleistungen werden von den Mitgliedern ebenso gern angenommen, wie die Ausstellung des Presseausweises.

DJV fordert: Tarifflucht beenden

23. August 2011
Der Bundesvorsitzende des DJV Michael Konken hat heute tarifflüchtige Zeitungsverlage dazu aufgefordert, in die Tarifbindung zurückzukehren. „Die Flächentarifverträge für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sind das Siegel des Qualitätsjournalismus in Deutschland“, erklärte Konken. Wer sich außerhalb der Tarifverträge stelle, negiere die journalistische Leistung der Kolleginnen und Kollegen.
Diese Aufforderung richtet sich auch an die Verlage von Leipziger Volkszeitung und Dresdner Neueste Nachrichten, die kurz vor Abschluss der Verhandlungen im Sächsischen Zeitungsverlegerverband in eine OT-Mitgliedschaft wechselten. Der DJV Sachsen hat den Geschäftsführer der Leipziger Verlages Norbert Schmid bereits in der vorigen Woche dazu ermuntert, eine Rückkehr zur Tarifbindung in Erwägung zu ziehen. „Der aktuelle Tarif-Abschluss für die Tageszeitungsredakteure fordert die Tarifflüchtlingen zu einer Rückkehr geradezu auf“, so Geschäftsführer Michael Hiller. Er habe Schmid mitgeteilt, dass dies die Mitarbeiter als eine Motivation besonderer Art werten würden. „Eine Einmalzahlung von 200 Euro in diesem Jahr, sollte für LVZ und DNN machbar sein. Und auch die Einmalzahlung und die moderate lineare Erhöhung im Jahr 2012 sind von beiden Unternehmen zu leisten.“ Am 18. August hatten sich DJV, ver.di und BDZV auf einen neuen Gehaltstarifvertrag geeinigt.

Tarifeinigung bei MDR und Tageszeitungen

18. August 2011

In zwei wichtigen Tarif-Bereichen wurden in dieser Woche Einigungen erzielt:

Für die (festen und freien) Mitarbeiter des MDR wurden die Verhandlungen am Dienstagabend (16.8.2011) für einen neuen Vergütungstarifvertrag abgeschlossen. Danach erhalten die Festangestellten rückwirkend zum 1. April 2011 eine lineare Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent (ab 1.4.2012 1.9 %).  Die Freien Mitarbeiter erhalten Einmalzahlungen in gleicher prozentualer Höhe bezogen auf die Einkünfte des jeweiligen Vorjahres. (Alle Regelungen im Überblick)

Nach siebzehnstündiger Tarifverhandlung für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen wurde am Donnerstagmorgen (18.8.2011 – zehnte Verhandlungsrunde!) eine Einigung erzielt. Danach erhalten die Redakteure jeweils zum 1. Oktober 2011 und zum 1. Februar 2012 eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Am 1. Mai 2012 steigen die Gehälter linear um 1,5 Prozent. Die Honorare der Freien im so genannten 12a-Tarifvertrag sollen um jeweils zwei Prozent zum 1. Oktober 2011 und zum 1. August 2012 angehoben werden. Die Laufzeit des Gehaltstarifvertrags soll bis 31. Juli 2013 dauern. (Presseinfo) Unmittelbare Wirkung hat der Abschluß in Sachsen nur noch auf einige (wenige) Redakteurinnen und Redakteure bei der Sächsischen Zeitung und der Morgenpost  (Änderungsgrund siehe Kommentare) beim Dresdner Druck- und Verlagshaus. Hier gilt ein Haustarifvertrag, der automatisch die bundesweite Regelung übernimmt.  Aufgrund des Wechsels der Verlage von LVZ und DNN in eine OT-Mitgliedschaft beim Sächsischen Zeitungsverlegerverband bleiben die Redakteure beider Titel außen vor.

Sowohl die Vereinbarung im Tageszeitungsbereich als auch die beim MDR bedürfen noch der Zustimmung der jeweiligen Gremien.

(PR/Hiller)

MDR: Neue Verhandlungsrunde

16. August 2011

In der Leipziger MDR-Zentrale werden am heutigen Dienstag die Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag für Feste und Freie Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks fortgesetzt. Die Gespräche waren am 25. Juli 2011 abgebrochen worden.
Mehrere Hundert Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Dreiländer-Anstalt hatten mit Streikaktionen in Leipzig, Dresden und Erfurt auf die Angebote des MDR reagiert. Die Gewerkschaften fordern unter anderem eine linieare Anhebung der Vergütung bei gleichzeitiger Annäherung an das ARD-Niveau. Der bisherige Tarifvertrag ist am 31. März 2011 ausgelaufen. Das Ringen um eine neue tarifliche Regelung begann bereits im November des Vorjahres. Mit Streikaktionen mußte auch der 2009 abgeschlossene Vergütungstarifvertrag erstritten werden. Damals kam es sogar zu Sendeunterbrechungen in der Hörfunkzentrale in Halle.

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Warnstreiks beim MDR

26. Juli 2011

Über 300 feste und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgten am heutigen Dienstag dem Aufruf der Gewerkschaften zum Warnstreik beim MDR in Leipzig und Dresden. Sie äußerten lautstark ihren Unmut über das Angebot der MDR-Geschäftsleitung in der Verhandlungsrunde am gestrigen Tag. Sie verlangen, für ihre Arbeit den gleichen Lohn wie ihre Kollegen aus München, Stuttgart oder Frankfurt/Main. Das Angebot von 4,3 % muss deutlich nachgebessert werden, sonst wird die Kluft zwischen den einzelnen ARD-Anstalten noch größer.

Für die freien Mitarbeiterinnen Und Mitarbeiter ist ein Tarifabschluss ohne eine reale Honorarerhöhung sowie ohne Sonn- und Feiertagshonorare undenkbar.

Sollte die MDR-Geschäftsleitung keine positive Reaktion zeigen, wollen die Beschäftigten die weitere Eskalation des Arbeitskampfes mittragen, so das Ergebnis der Streikversammlung. Bereits in der zurückliegenden Woche gab es einen zweistündigen Warnstreik beim MDR in Erfurt.

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Text plus zwei Fotos aus LE

Umfrage zum Thema

 

DJV fordert Haustarif bei LVZ und DNN

21. Juli 2011

Nachdem sich die Verlagshäuser von Leipziger Volkszeitung und Dresdner Neueste Nachrichten aus der Tarifbindung „verabschiedet“ haben, hat der DJV Sachsen nunmehr offiziell zu Haustarifverhandlungen aufgefordert. Bereits am 14. Juli hatte LVDG-Geschäftsführer Norbert Schmid Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert und auf  August/September orientiert. LVZ und DNN waren die einzigen zwei Tageszeitungen in den ostdeutschen Bundesländern (außer Berlin), bei denen die Flächentarifverträge für Redakteurinnen und Redakteure umfassend galten. Am 5. Juli 2011 wechselten die zwei Verlage im Verband Sächsischer Zeitungsverleger in eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung. Die festangestellten Mitarbeiter sind damit von den linearen Gehaltsentwicklungen abgekoppelt. Bei Neueinstellungen muss das bestehende Tarifwerk nicht mehr angewendet werden. Nachwirkung haben tariflichen Regelungen für alle bestehenden Arbeitsverträge.

Foto: Ab sofort ohne Tarifbindung: die Redakteure der DNN (hprfoto)

Dem MDR drohen wieder Streiks

20. Juli 2011

Die Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) warten gegenwärtig auf einen neuen Vergütungstarifvertrag. Die Gehälter der rund 2000 Beschäftigten und die Honorare der mehr als 1600 Freien Mitarbeiter sollen deutlich steigen. Dies fordern nicht nur die im MDR vertretenen Gewerkschaften DJV, ver.di und DOV sondern – so eine aktuelle Umfrage – auch die Betroffenen selbst. Ein kürzlich vom MDR vorgelegtes Angebot wird demnach als unzureichend abgelehnt. In einem offenen Brief an die Geschäftsleitung informieren am heutigen Mittwoch die im MDR vertretenen Gewerkschaften über die unter den Mitarbeitern des Sender durchgeführte Umfrage. Hauptprobleme bei den gegenwärtigen Verhandlungen sind die Angleichung der MDR-Gehälter an das ARD-Niveau und eine tatsächliche Steigerung der Honorare für die Freien. Die Tarifkommission fordert vom MDR daher ein verbessertes Angebot für die nächste, am 25. Juli 2011 geplante Verhandlungsrunde. In dem Schreiben der Gewerkschaften heißt es abschließend: “ Wir möchten es nicht versäumen, Sie an dieser Stelle auch darauf hinzuweisen, dass 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer zur Durchsetzung unserer Forderungen ihre Bereitschaft zum Arbeitskampf signalisiert haben.“

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