Journalistenpreise werden in Prag vergeben

29. Januar 2017

Am heutigen Sonntag werden in Prag erstmals acht Preisträger des Deutsch-Tschechischen Journalistenpreises bekantgegeben. Die Ausschreibung um den Deutsch-Tschechischen Journalistenpreis erfolgte in den drei Katagorien Text, Audio und Multimedia jeweils für deutsche und tschechische Beiträge. Zusätzlich konnten die Juroren Einreicher für den Milena-Jesenska-Sonderpreis benennen.

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Die feierliche Preisverleihung findet ab 19 Uhr im Studio Hrdinu im Veletrzni Palac statt. Mit einer Keynote wird Petr Pithart die Preisverleihung eröffnen. Die Milena-Jesenska-Sonderpreise wird Jan Cerny, Enkel von Milena Jesenska, übergeben. Hana Schafferova moderiert den Abend. Die Preise wurden von Studenten der Akademie für Bildende Künste gestaltet.

Ausrichter des Journalistenpreises ist der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit den Journalistenverbänden aus den beiden Ländern DJV und Syndicat novinary.

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Journalisten rauswerfen? Gehört sich nicht!

28. Januar 2017

Der Landesparteitag der sächsischen AfD hat am heutigen Samstag einen als Berichterstatter anwesenden Journalisten ausgeschlossen. Nach einer Agenturmeldung von dpa mußte der  Redakteur der „Sächsischen Zeitung“ den Saal in Klipphausen in Begleitung von Ordnern und unter Beifall der Parteitagsbesucher verlassen. Der Ausschluss war von einem Delegierten beantragt worden. Dabei hatte er dem Journalisten vorgeworfen, „Hetzartikel“ verfasst und damit schon „Existenzen zerstört“ zu haben. Eine große Mehrheit der rund 320 Delegierten stimmte dem Antrag zu. Der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Hartung hatte sich zuvor dagegen ausgesprochen.

Die Landesvorsitzende des DJV Sachsen Ine Dippmann twitterte unmittelbar nach dem Vorfall: „Missliebigen Journalisten rauszuwerfen, kommt einem Einschüchterungsversuch der Presse gleich. Das gehört sich in dieser Demokratie nicht.“

Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis: Mehr Einreichungen aus Polen und Deutschland

23. Januar 2017

deutsch-polnischer-journalistenpreisFür den diesjährigen Jubiläums-Wettbewerb um den 20. Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis wurden 133 Beiträge eingereicht: 48 aus Polen und 85 aus Deutschland. Damit haben sich deutlich mehr Medienvertreter als 2015/2016 beteiligt, als 116 Einsendungen gezählt worden waren. Wie im vergangenen Jahr ist die Kategorie „Print“ am stärksten vertreten, in der 30 polnische und 25 deutsche Beiträge eingereicht wurden. Die feierliche Verleihung des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises in den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen und „Journalismus in der Grenzregion“ findet am 31. Mai 2017 im Rahmen der 10. Deutsch-Polnischen Medientage statt. Diesjähriger Gastgeber ist die Woiwodschaft Lebuser Land.

Die Ausrichter des Preises, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die Robert Bosch Stiftung sowie die sechs Partnerregionen, die Bundesländer  Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Freistaat Sachsen und die Woiwodschaften Lebuser Land (Lubuskie), Westpommern (Zachodniopomorskie) und Niederschlesien (Dolny Śląsk) laden bereits jetzt Vertreter der Medien, aus Politik und Gesellschaft zur Teilnahme ein und bitten, den 31. Mai – 1. Juni 2017 im Kalender vorzumerken.

DSC01422An diesen Tagen findet die zehnte Ausgabe der Deutsch-Polnischen Medientage in der Woiwodschaft Lebuser Land statt. Das Jubiläum ist für die Organisatoren Anlass einer sachlich-kritischen Rückschau auf das bisher Erreichte sowie eines Blicks in die Zukunft. Während der Konferenz unter dem Titel „Die neue politische Realität – Folgen für die deutsch-polnischen Beziehungen” werden Journalisten und Politiker u.a. über die Glaubwürdigkeit des Journalismus sprechen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Medienlandschaft und –kritik in Deutschland und in Polen diskutieren.

Die Workshopthemen kreisen in diesem Jahr u.a. um die Themen Populismus, Migration und das „postfaktische Zeitalter“, die Politik der beiden Regierungen und ihre Konsequenzen für die regionale Zusammenarbeit beider Länder sowie die Zusammenarbeit Deutschlands und Polens im Bereich des Aufbaus einer Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union.

Mehr Informationen unter www.medientage.org

Drei Beiträge aus Sachsen nominiert

10. Januar 2017

Der Deutsch-Tschechische Journalistenpreis 2016 wird Ende Januar erstmals in Prag vergeben

Logo dtjpEin Sonderpreis und insgesamt sechs deutsche beziehungsweise tschechische Kategoriepreise werden am 29. Januar 2017 im Prager Veletrzni Palac vergeben. Der Journalistenpreis dazu wurde im vergangenen Jahr erstmals ausgeschrieben. Veranstalter ist der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit den Journalistenverbänden DJV und Syndikat novinaru. Fast 100 deutsch- und tschechischsprachige Beiträge wurden in den Kategorien Text, Audio und Multimedia eingereicht. Drei gemischte Jurys bewerteten die Arbeiten, nominierten in jeder Katagorie und Sprache jeweils drei und schlugen Beiträge für den Sonderpreis Milena Jesenska vor. Für die Nominierten wird es am 29. Januar daher spannend, denn die Preisträger werden erst an diesem Tag genannt. Die Preise sind mit jeweils 2000  € dotiert. Die Preisverleihung wird mit einer Keynote von Petr Pithart eröffnet. Der Sonderpreis wird von Jan Cerny, einem Enkel von Milena Jesenska, für einen Beitrag vergeben, der sich in besonderer Weise der Zivilcourage sowie der multikulturellen Verständigung und Toleranz widmet. Unter den von der Juroren nominierten Einreichungen befinden sich auch Beiträge des MDR sowie der Sächsischen Zeitung.

www.deutsch-tschechischer-journalistenpreis.de

Urhebervertragsrecht reformieren!

22. November 2016

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat wiederholt auf die Belange der Urheber im Zusammenhang mit dem aktuellen Gesetzgebungsverfahren aufmerksam gemacht, zum Teil auch in der breiten Öffentlichkeit, wie hier im Netz. Es zeichnet derzeit sich aber nicht ab, dass es in den Regierungsfraktionen die Bereitschaft gäbe, Änderungen am Gesetzentwurf vorzunehmen, die den DJV-Positionen entsprächen. Daher haben sich erneut DJV, verdi und die Initiative Urheberrecht an die Politik gewandt. In einem gemeinsamen Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der Großen Koalition werden diese zum Handeln aufgefordert.

Nach Auffassung des DJV Sachsen wäre es hilfreich, wenn sich auch die unmittelbar Betroffenen mit kritischen Fragen an die Fraktionsführungen von CDU/CSU und SPD wenden würden. So würde deutlich, dass das Urhebervertragsrecht nicht allein ein Thema der Verbände ist, sondern dass Journalistinnen und Journalisten in ihrer Eigenschaft als Urheber betroffen sind und sich urheberfeindliche Regelungen nicht gefallen lassen.

Fragen Sie nach!
Anregungen finden Sie in unserem Newsletter 05/2016!

Presseausweis 2017 – jetzt beantragen!

16. November 2016

Schnell vorn 0In wenigen Wochen beginnt das neue Jahr, es ist an der Zeit den Presseausweis 2017 zu beantragen. Damit Sie zum Jahreswechsel den neuen Presseausweis zur Verfügung haben, sollten Sie bereits jetzt den Antrag stellen. Der DJV Sachsen stellt die Ausweise für alle Journalistinnen und Journalisten aus, die im Freistaat ihren Wohnsicht haben oder beim DJV in Sachsen Mitglied sind. Für Mitglieder gibt es die unkomplizierte Beantragung über ein Internet-Formular. Nichtmitglieder können ebenfalls einen Presseausweis beim DJV beantragen. Sie können ein Formular downloaden und die Presseausweis-Gebühr bequem online bezahlen.

http://sachsen.djvmail.de/startseite/service/fuer-mitglieder/presseausweis.html

Leipziger Preise für türkische Journalisten

7. Oktober 2016

Mit einer Solidaritätsaktion am heutigen 7. Oktober 2016 die Veranstalter und Teilnehmer der 2. European Media Freedom Conference auf die Situation regierungskritischer Journalisten in der Türkei hinweisen. “Gemeinsam mit türkischen Journalisten werden wir einen Luftballon für jeden derzeit in der Türkei inhaftierten Medienschaffenden vom Mediencampus Villa Ida in den Leipziger Himmel aufsteigen lassen”, erklärt Jane Whyatt, Projektmanagerin des in Leipzig angesiedelten Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF), das die 2. European Media Freedom Conference am 6. und 7. Oktober in Leipzig veranstaltet. Unter den Kollegen, die an der Aktion beteiligt sind, wird auch der renommierte türkische Journalist Can Dündar sein, der in diesem Jahr gemeinsam mit Erdem Gül den mit 30.000 Euro dotierten Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien erhält. Die Preisverleihung findet heute am Mediencampus Villa Ida in Leipzig statt.

http://www.leipziger-medienstiftung.de/leipziger-medienpreis/preis-fuer-die-freiheit-und-zukunft-der-medien/preistraeger-2016laureates-2016/

Nein, nicht Facebook!

6. Oktober 2016

Nachdem ein tweet* die Runde machte, demnach Facebook die vertrauenswürdigste Informationsquelle für junge Sachsen sei, kam heute per twitter die Richtigstellung aus dem IfK an der TU Dresden. energyWir hatten retweetet Energy Sachsen sei am vertrauenswürdigsten und fragten daher bei Prof. Lutz Hagen nach:

„Es gibt ca. 15 Prozent Schüler, die auf der Frage nach dem allgemeinen Medium, dem sie im Zweifel vertrauen, angeben, dass sie am ehesten dem Radio trauen (TV 36%, Zeitungen 22%, Online-Nachrichtenseiten 9 %, soziale Netzwerke oder Blogs 8 %).

erenrgy-vertrauenswuerdigFragt man dann (nur unter denen, die „Radio“ angegeben haben) nach, welchen Sendern konkret am ehesten vertraut wird, wird in der Tat Energy Sachsen mit 23% am häufigsten genannt, vor MDR Jump 19%, PSR 11%, MDR Info und Hitradio Rtl mit je 8 %).“

*aus einem Vortrag von Prof. Kutz Hagen beim Zeitungskongress

Flucht und Radikalisierung

5. Oktober 2016

Berichterstattung über Fluchtursachen, Terrorismus und Radikalisierung

ist das Thema eines Hintergrundgespräches am Mittwoch, dem 05. Oktober 2016 von 19 Uhr bis ca. 21.00 Uhr mit den Journalistinnen:

• Fatima Manji, BBC “Channel 4 News” (Great Britain)
• Sevgi Akarcesme, ZAMAN (Turkey)

im Mediencampus Villa Ida, Leipzig School of Media, Foyer, Poetenweg 28, 04155 Leipzig.

Unsere Gesprächspartnerinnen:
Fatima Manji (BBC “Channel 4 News”) ist eine britische TV-Journalistin und Nachrichtensprecherin. Sie ist Großbritanniens erste Hijab tragende TV-Nachrichtensprecherin. Kritik anderer britischer Journalisten gab es, als Manji mit Hijab nach dem Terroranschlag von Nizza die Nachrichten präsentierte.

Sevgi Akarcesme (TODAYS ZAMAN) ist Chefredakteurin bei TODAYS ZAMAN, einer der regierungskritischsten Zeitungen in der Türkei. Aufgrund der aktuell schwierigen Situation für JournalistInnen in der Türkei lebt Sevgi Akarcesme augenblicklich im Exil in Belgien.

Gemeinsam mit unseren Gästen, wollen wir Fragen nachgehen wie:
• Welche Chancen und Herausforderungen es bei der Berichterstattung über Fluchtursachen, Terrorismus und Radikalisierung gibt.
• Was sind die Besonderheiten? Was gilt es zu beachten?
• Gilt weiterhin des Prinzip „Good news are bad news and bad news are good news“? Welche Möglichkeiten bietet der konstruktive Journalismus hier?

Neu ist zudem, dass JournalistInnen seit einiger Zeit nicht mehr nur Beobachter und Berichterstatter sind, sondern selbst gezwungen sind, zu fliehen. Welche Ursachen gibt es dafür? Wie können JournalistInnen im Exil dennoch ihrem Beruf nachgehen und außerhalb ihres Landes arbeiten? Wie verändert es ggf. die Berichterstattung wenn JournalistInnen selbst zum Flüchtling werden?

Dies sind einige der Aspekte, die wir am 5. Oktober 2016 gemeinsam mit Ihnen und unseren Gästen, Fatima Manji und Sevgi Akarcesme, diskutieren wollen.

Moderiert wird die Gesprächsrunde von Ine Dippmann (mdr-info).
Das Hintergrundgespräch findet in englischer Sprache statt. Ein Dolmetscher steht für konsekutive Übersetzung zur Verfügung.

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis spätestens Mittwoch, den 28. September unter dem Betreff „Fluchtursachen“ bei claudia.weiss@engagement-global.de Bitte teilen Sie uns zur besseren Planbarkeit auf diesem Weg auch mit, sollten Ihrerseits Interviewwünsche bestehen. Wir kommen dann direkt auf Sie zu.

,, . . . “ – Sprache im Museum

23. September 2016

Sprache DD Hygienemuseum

Für fast ein Jahr ist im Dresdner Hygienemuseum die Sprache Ausstellungsgegenstand. In Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung werden auf rund 800 Quadratmetern verschiedenste Exponate und Experimente zum Thema Sprache – die Welt der Worte, Zeichen, Gesten gezeigt.
Die Ausstellung wird am heutigen Abend eröffnet und läuft dann bis zum 20. August 2017.

Übrigens:
Auch wenn das Thema den Medien sehr nah ist, kommen sie relativ wenig vor… 

 


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