Posts Tagged ‘Dresden’

Warnstreiks beim MDR

27. Mai 2013

Die festen und freien Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks in Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg sind am heutigen 27. Mai 2013 zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen. Im Streikaufruf des DJV Sachsen heißt es: „Wir streiken zur Durchsetzung unserer Forderungen zur linearen Anhebung der Gehälter um 6 Prozent sowie für einen wertgleichen Abschluss für die freien arbeitnehmerähnlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Weitere Forderung betreffen unter anderem Zuschläge für die festen und freien Mitarbeiter der ARD-Anstalt.

In einem Flugblatt bekräftigen die Mitarbeiter, dass sie nicht länger Beschäftigte 2. Klasse sein wollen. Was für die Mitarbeiter bei NDR, SWR und WDR recht sei, dürfe für den MDR nicht billig sein, fordern sie unter Verweis auf Vergütungen und Tarifabschlüsse bei anderen ARD-Anstalten.

Die Gewerkschaften DJV, DOV und ver.di befinden sich zurzeit in Tarifverhandlungen mit dem Mitteldeutschen Rundfunk. In einer ersten Runde hatte der MDR ein aus Sicht der Gewerkschaften völlig unzureichendes Angebot unterbreitet. Am Nachmittag des 24. Mai hatte der MDR nachgebessert und bietet nun lineare Vergütungsanhebungen von zweimal zwei Prozent an. Am kommenden Mittwoch sollen in Leipzig die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Aktuelle Informationen:
www.tarifblog.info sowie unter http://twitter.djv-sachsen.info

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Sehen, hören, reflektieren

11. Juli 2012

Es wäre so schön gewesen! Dieses gemeinsame Projekt. Leider fehlen uns die nötigen Anmeldungen. Wir müssen leider absagen!

Die hier angekündigte Veranstaltung fällt aus! 

Grenzerfahrung heißt ein Projekt, das der DJV Sachsen und der Saarländische Journalistenverband gemeinsam mit der Dresdner Friedrich-Ebert-Stiftung und weiteren Partnern für den Herbst dieses Jahres vorbereiten.

Die sechstägige Veranstaltung beginnt in Dresden und endet in Saarbrücken. Zwischenstationen sind Liberec, Luxemburg. Der Begegnungsworkshop richtes sich an junge Medienmacher und Studenten in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Tschechien und soll sich unmittelbar in einem mehrsprachigen und multimedialen Intenetangebot reflektieren. Zur Anmeldung muss eine möglichst aktuelle journalistische Arbeit (Text, Foto, Video, Audio) eingereicht werden.
Offizieller Anmeldeschluss ist der 31. August 2012!

Näheres unter www.grenzerfahrung.eu   
Das Programm als PDF (deutsch)  (cesky) (francais)

Nach Tarifflucht nun auch Domizilflucht???

28. März 2012

Gerüchte kursieren um das traditionsreiche Haus an der Dresdner Hauptstraße. Bald könnten hier nur noch leere Räume zu finden sein: Die Geschäftsräume verlassen, die Redaktionsbüros verwaist. Die Dresdner Neuesten Nachrichten und ihr Mantellieferant, die Leipziger Volkszeitung, fahren seit Monaten einen immer tiefgreifenderen Sparkurs. Mitte des vorigen Jahres stiegen beide Zeitungsverlage zunächst aus dem Flächentarif aus, dann wurden Stellen gestrichen und nun soll offensichtlich in Dresden kräftig gespart werden. Im Verlagsbereich soll es Stellenabbau geben, die Redaktion wird umziehen (flurfunk). Anvisiert ist angeblich ein Redaktionsbüro in der Prager Straße. Dem Verlagshaus der früheren CDU-Zeitung Die Union in der Dresdner Neustadt dürfte dann das gleiche Schicksal drohen, wie denen von Sächsische Neueste Nachrichten und Sächsisches Tageblatt.

 

SZ-Redakteurin an der Spitze des Presseclubs Dresden

22. November 2011

Seit Montag, dem 21. November 2011 steht Bettina Klemm, Redakteurin der Sächsischen Zeitung, an der Spitze des Dresdner Presseclubs. Sie löst Dieter Hoefer ab. Der Pressesprecher  der Dresdner Volksbank und Raiffeisenbank hatte das Amt zehn Jahre lang inne und will sich nun  anderen Aufgaben verstärkt widmen. Neu in den Vorstand gewählt sind die beiden Stellvertreter Petra Gehlich  (Ostsächsische Sparkasse) und Oliver Riebl (MDR). Schatzmeister Roland Fröhlich (Freier Journalist) wurde im Amt bestätigt. Der Dresdner Presseclub feierte 2011 sein zwanzigjähriges Bestehen. Der Dresdner Presseclub  ist nicht nur mit und für Kollegen aktiv.  Er vergibt  seit 1994 auch den Erich-Kästner-Preis an Persönlichkeiten, die sich um Toleranz, Humanität und Völkerverständigung verdient gemacht haben. (sbm)

Presseclub Dresden

DJV begrüßt Initiative von Martens

6. Juli 2011
Die Vorstellungen des Sächsischen Staatsministers der Justiz für eine Bundesratsinitiative zur Beschränkung der Erhebungsbefugnis für Verkehrsdaten und Eindämmung der Datenverwendung nach einer Funkzellenabfrage sieht der DJV Sachsen als positives Signal. Die massenhafte Datensammlung, wie sie bei den Dresdner Funkzellenabfragen am 19. Februar 2011 entstanden ist, ist nach Ansicht des DJV Sachsen nicht nur völlig unangemessen sondern greift auch in die Persönlichkeitsrechte unzähliger Unbeteiligter ein. Ein derartiges Vorgehen
betrifft immer auch beteiligte und unbeteiligte Journalistinnen und Journalisten und muss daher von der Berufsorganisation abgelehnt werden. Die Erfassung und Speicherung von Telefondaten jeglicher Art bedrohen nicht nur die Pressefreiheit sondern demokratische Grundrechte insgesamt.
Justizminister Dr. Jürgen Martens hatte seine Initiative am gestrigen Dienstag im sächsischen Kabinett vorgestellt und wird nunmehr einen Gesetzentwurf erarbeiten.

Hammerhai Nummer zwei

4. Juli 2011

Matthias Zwarg, beim Verlag der Freien Presse in Chemnitz für die Buchproduktion zuständig, erhielt am heutigen Nachmittag im Festspielhaus Dresden Hellerau den Kunstkritikerpreis des Sächsischen Künstlerbundes.
Der Hammerhai in Kunststoff wurde bereits zum zweiten Mal vergeben. Die erste Verleihung fand anlässlich des DJV-Sommerfestes 2009 ebenfalls in Dresden statt. Zwarg hatte sich bei der diesjährigen Ausschreibung mit mehreren journalistischen Arbeiten beworben.

Funkzellenüberwachung skandalös

22. Juni 2011

Unpassend und skandalös ist für den DJV Sachsen die jetzt bekannt gewordene Funkzellenüberwachung der Dresdner Polizei am 19. Februar 2011. Weder zu Anlassen, wie sie an dem Februartag in Dresden gegeben waren noch mit anderen Begründungen sind Telefondatenerfassungen in derartigem Umfang gerechtfertigt. Der DJV Sachsen sieht in der Polizeiaktion eine eklatante Verletzung der Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger. Es ist davon auszugehen, dass unter den erfassten Daten auch die von Journalistinnen und Journalisten sind, die an diesem Tag zur Berichterstattung unterwegs waren.  Der DJV Sachsen fordert daher die beteiligten Behörden auf, die Daten unverzüglich zu löschen.  Er empfiehlt seinen Mitgliedern allerdings nicht, sich persönlich an die Behörden zu wenden. Statt dessen verweist die Berufsorganisation auf die journalistische Binsenweisheit, dass sensible Recherchen, persönliche Absprachen oder Informantengespräche aus gutem Grund nicht am Telefon geführt werden sollten.

Zum Thema:
http://www.mdr.de/nachrichten/8746615.html
http://www.mdr.de/sachsen/dresden/8746247.html
http://www.sz-online.de/Nachrichten/Sachsen/Tillich_verlangt_Bericht_zu_Ausspaehaktion/articleid-2793447

Daten im Netz – DJV fordert Aufklärung

15. Juni 2011

Entsetzen und Unverständnis herrscht beim DJV Sachsen bezüglich der bekannt gewordenen Veröffentlichung einer Akkreditierungsliste durch das Landgericht Dresden auf der Seite «Justiz in Sachsen» (www.justiz.sachsen.de).

Der DJV Sachsen stellt dazu fest: „Eine Sammlung von sensiblen Journalistendaten gehört nicht ins Internet.“

Da es sich bei der Liste nicht nur um die Namen sondern weitere umfangreiche sensible Daten von Medienvertretern aus dem In- und Ausland handelt, die über das Verfahren zum Mordfall Marwa El Sherbini berichteten, ist das laxe Vorgehen des Gerichtes völlig unverständlich. An den Verhandlungstagen wurden höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Es ist schwer vorstellbar, wie eine Akkreditierungsliste ausgerechnet dieses Verfahrens auch nur in die Nähe zu publizierender Dokumente geraten kann. Unverständlich ist auch, dass die Daten mehrere Tage im Netz waren und die Panne offensichtlich nur von einem Außenstehenden bemerkt wurde. Der DJV Sachsen fordert eine lückenlose Aufklärung.

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Datenpanne beim Landgericht Dresden

15. Juni 2011

Eine epd-Meldung vom 14.6.2011: „Berlin/Dresden ( epd ). Über die Internetseite des Landgerichts Dresden sind die Daten von mehr als 100 Journalisten öffentlich zugänglich gewesen. Bei den Informationen handele es sich um einen älteren Datenbestand, in dem unter anderem Anschriften, Telefonnummern und Ausweisnummern enthalten sind von deutschen und internationalen Journalisten, die beim Landgericht akkreditiert waren, teilte der Berliner
Sender Radio multicult.fm am Dienstag mit. Ein Mitarbeiter des Senders hatte das Datenleck auf der Seite «Justiz in Sachsen» ( www.justiz.sachsen.de )
entdeckt. Ein Link führte zu den sensiblen persönlichen Daten. Wie es zu der offensichtlich falschen Verlinkung kam und wie lange die Daten schon für jedermann zugänglich im Netz standen, ist unklar. Die genaue Ursache für die Panne «wird noch untersucht», teilte das Gericht in Dresden mit.
Für einen Anwendungsfehler lägen derzeit keine Anhaltspunkte vor. In der Mitteilung am Dienstag entschuldigte sich das Dresdner Gericht ferner bei den Betroffenen. Der Fehler sei am Sonnabend um 15 Uhr entdeckt und gegen 18 Uhr beseitigt worden, hieß es.“

Die Info bei multicult.fm, die taz zum Thema.

 

Dresden | 13. Februar 2010

18. Februar 2010

Via twitter, Internet und Handy-ticker waren die Geschehnisse am 13. Februar, aber auch Kommentare und Falschmeldungen in Echtzeit weltweit verfügbar. Ein Gemisch von Mobilisierung, Organisation, Koordinierung und Chronografie. Was da binnen weniger Stunden in die Welt geblasen wurde, bedarf  journalistischer Aufarbeitung. Daran müssen sich nunmehr die Medien messen lassen. Objektivität, gründliche Recherche und Gegenrecherche werden gerade nach einem solchen Tag zurecht von den Lesern, Hörern und Zuschauern erwartet. Denn den Rezipienten steht ein breites Informations- und Erlebenssprektrum zur Verfügung. Aber auch in den Medien kursieren unterschiedlichste – zum Teil widersprüchliche – Zahlen  u n d  Wertungen der Ereignisse. Nah dran war am 13. Februar selbst der taz-ticker. ColoRadio berichtete über UKW und via Internet per Livestream. Ein guter Überblick zur Medienberichterstattung insgesamt findet sich hier, ein lesenswerter Kommentar hier und jetzt auch in der Zeit
mh


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