Posts Tagged ‘Qualität’

Journalistik in Leipzig – wie geht’s weiter?

11. April 2013

Die akademische Journalistenausbildung ist heute (11.4.) Thema eines Treffens von Vertretern des DJV mit Professoren des Instituts für Kommunikationswissenschaften an der Universität Leipzig. Der DJV Sachsen fordert seit langem, die aufgrund ihrer Traditionen in Deutschland einzigartige Journalistikausbildung auf hohem Niveau zu erhalten. Institut KMW Uni LeipzigIm Februar 2012 hatte sich die damalige DJV-Landesvorsitzende Sabine Bachert Mertz von Quirnheim an die Rektorin der Leipziger Universität gewandt. Das heutige Gespräch resultiert aus dem Briefwechsel. Aus Sicht des DJV Sachsen ist gerade in der derzeitigen Umbruchphase des Journalismus, die auch das Berufsfeld des Journalisten verändert, eine universitäre Begleitung in Ausbildung und Forschung wünschenswert. (mehr zum Thema)

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Die Qualität ist der Wert

3. Februar 2012

Mit dem Appell an alle Journalistinnen und Journalisten, sich aktiv für ein Mehr an Qualität im Journalismus einzusetzen, endete am Nachmittag des 3. Februars 2012 in Berlin der DJV-Kongress „Wert des Journalismus“. Einig waren sich die über 100 Teilnehmer darin, dass es größerer Anstrengungen bedarf, insbesondere junge Menschen an die Nutzung von Medien heranzuführen. In der Verantwortung stünden neben den Medienunternehmern, die mehr in die Redaktionen investieren müssten, die eigenen Kollegen, die auch gegen Widerstände in ihren Redaktionen für hart recherchierte Berichte kämpfen müssten. Ulrike Kaiser, stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende, stellte die Bedeutung der Wertediskussion dar: „Die Qualität des Journalismus macht seinen Wert aus.“
Der Kongress „Wert des Journalismus“, den der DJV gemeinsam mit der Bayerischen Landesvertretung in Berlin durchführte, wurde am gestrigen Donnerstag mit einem Impulsreferat von Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung eröffnet. Leyendecker forderte die Journalisten auf, sich den Blick für gute Geschichten zu erhalten. Der Titel seines Referats: „Aufklärung ist Pflicht, nicht Kür.“ Der Medienwissenschaftler Michael Haller machte am Vormittag deutlich, dass nicht allein eine gute Finanzausstattung der Redaktionen für Qualität bürge. Eine Schlüsselrolle komme den Journalisten bei Themenaufbereitung und Bildsprache zu.
Den Praxisbezug des Kongresses boten drei Workshops über Online-Journalismus, Lokaljournalismus und Journalistenausbildung. Verlagsrendite contra Qualitätsanspruch lautete der Titel einer Podiumsdiskussion am Nachmittag. Verlagsmanager von Springer und WAZ und Journalistinnen und Journalisten diskutierten über unterschiedliche Erwartungen in Chefetagen und Redaktionen sowie über die künftigen Herausforderungen an Medienunternehmen. (DJV-Presseinfo)

Hammerhai Nummer zwei

4. Juli 2011

Matthias Zwarg, beim Verlag der Freien Presse in Chemnitz für die Buchproduktion zuständig, erhielt am heutigen Nachmittag im Festspielhaus Dresden Hellerau den Kunstkritikerpreis des Sächsischen Künstlerbundes.
Der Hammerhai in Kunststoff wurde bereits zum zweiten Mal vergeben. Die erste Verleihung fand anlässlich des DJV-Sommerfestes 2009 ebenfalls in Dresden statt. Zwarg hatte sich bei der diesjährigen Ausschreibung mit mehreren journalistischen Arbeiten beworben.

Live, nicht Leif.

3. Juli 2011

von Andreas Herrmann

Es war nicht der spannendste Punkt der Tagesordnung, der am Freitag das Jahrestreffen von „Netzwerk Recherche“ in Rage und am Samstag in die Medien brachte – aber er zeigte die symptomatische Unbeholfenheit, mit der selbst große Journalisten ihre eigene Sache zu hegen pflegen.

Das Treffen im Hamburger NDR-Konferenzzentrum hat als dichter Fachkongress viel zu bieten, nebenher läuft die Mitgliederversammlung als unspektakulärer Teil im Rahmenprogramm am Freitagabend – doch diesmal hat sich der Vorstand just darauf geeinigt, dass Netzwerkgründer Thomas Leif, hauptberuflich SWR-Chefreporter, als erster Vorsitzender die Verantwortung für nicht korrekt angegebene Einnahmen übernehme und live zurücktrete. Nur machte er nicht genügend Anstalten, so dass sich erst die restliche Riege zurückziehen musste, um dafür Raum zu schaffen.

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Presseausweis=Journalist?

31. Mai 2011

Zum derzeit in Dresden stattfindenden Kirchentag sind zahlreiche Medien vor Ort. Journalistische Berichterstattung wird vom Pressezentrum im Kulturpalast koordiniert und gefördert. Es entspricht der Pressefreiheit, dass unabhängig von einer Akkreditierung Journalisten, Fernsehteams und andere Medienvertreter in der Stadt unterwegs sind. Ob es sich um eine professionelle Journalistin, einen professionellen Journalisten handelt, erkennt man unter anderem am Presseausweis. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Presseausweise gibt es inzwischen viele. Beim oben abgebildeten kann man relativ sicher sein, dass er einem Profi gehört. 
Mehr Informationen gibt’s hier: http://www.presseausweis.org/

Das Beste ins Blatt!

17. Oktober 2009

TZK2009Verschwindet die gedruckte Zeitung? Und: Ist das gleichbedeutend mit dem Ende des Qualitätsjournalismus? Dieser Problematik widmet sich die heutige DJV-Tageszeitungskonferenz in Erfurt. Ziel ist eine Analyse der Situation der Tageszeitungen vordergründig aus redaktioneller Sicht. Es geht den Veranstaltern (DJV-Landesverbände Hessen, Sachsen und Thüringen) um den Erhalt der Tageszeitung als Massenmedium. Die Tagung führt Verleger, Chefredakteure, freie Journalistinnen/Journalisten und Redakteurinnen/ Redakteure zusammen. Die Konvergenz der Medien kommt in der Wahl des Tagungsortes zum Ausdruck: das Landesfunkhaus des Mitteldeutschen Rundfunks in Erfurt. Denn längst arbeiten Verlage mit öffentlich-rechtlichen Sendern zusammen, um an deren publizistischen Leistungen für eigene Online-Auftritte partizipieren zu können.

Zu Beginn sprach Prof. Michael Haller zu allgemeinen Trends der Medienwirtschaft. Als einen Sündenfall bezeichnete er die Dualisierung der Rundfunks in Deutschland Mitte der Achtzigerjahre. Seit dem sei klar, dass Information nichts kosten muss, wenn sie mit Werbung finanziert wird. Die Individualisierung sei ein weiterer Fakt, der auf den Rückgang der Zeitungsauflagen wirkt. Jährlich sinken diese Auflagen um rund drei Prozent. Dennoch sieht Haller die Zeitung nicht als aussterbenden Dinosaurier. Tageszeitungen haben eine Chance, wenn sie sich selbst schnell in die richtige Richtung bewegen. Wichtig seien Glaubwürdigkeit und Kompetenz, um dem Leser eine Orientierung im aktuellen Geschehen geben zu können. Leserperspektive und Leserdialog würden darüber hinaus positiv wirken. Das Sinken der Reichweiten sollten die Tageszeitungen aber auch als Unzufriedenheit der Leser registrieren, was auch auf Sparen an der falschen Stelle und eingefahrene Arbeitsabläufe in den Redaktionen zurückzuführen ist. Haller analysiert in seinem Vortrag die aktuellen Inhalte von Tageszeitungen und stellt Möglichkeiten für Veränderung vor.

Am Nachmittag geht es um konkrete redaktionelle Aufgaben. Der Chefredakteur der Wetzlarer Zeitung Alois Köster spricht zum Thema „Der Redakteur – Spezialist oder Eier legende Wollmilchsau“. Ein Gesprächskreis mit Bernd Lammel, Michael Bartsch (beide freie Journalisten, Michael Neugebauer (Electronic Media School), Klaus Schrotthofer (Zeitungsgruppe Thüringen) und Herbert Wessels (Freies Wort) gibt dann die Möglickeit für praktischen Meinungsaustausch. Die Veranstaltung endet mit dem Vortrag von Prof.  Günther Rager „Exklusivität – Schlüssel für die Medienwelt?“
www.djv-sachsen.de/tzk2009


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