Posts Tagged ‘Streichpläne’

Nach Tarifflucht nun auch Domizilflucht???

28. März 2012

Gerüchte kursieren um das traditionsreiche Haus an der Dresdner Hauptstraße. Bald könnten hier nur noch leere Räume zu finden sein: Die Geschäftsräume verlassen, die Redaktionsbüros verwaist. Die Dresdner Neuesten Nachrichten und ihr Mantellieferant, die Leipziger Volkszeitung, fahren seit Monaten einen immer tiefgreifenderen Sparkurs. Mitte des vorigen Jahres stiegen beide Zeitungsverlage zunächst aus dem Flächentarif aus, dann wurden Stellen gestrichen und nun soll offensichtlich in Dresden kräftig gespart werden. Im Verlagsbereich soll es Stellenabbau geben, die Redaktion wird umziehen (flurfunk). Anvisiert ist angeblich ein Redaktionsbüro in der Prager Straße. Dem Verlagshaus der früheren CDU-Zeitung Die Union in der Dresdner Neustadt dürfte dann das gleiche Schicksal drohen, wie denen von Sächsische Neueste Nachrichten und Sächsisches Tageblatt.

 

Fakultätsrat entscheidet heute

25. Januar 2011

Der Rat der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Leipzig entscheidet heute über die Streichvorschläge zur Journalistikausbildung am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft. Hintergründe zum Vorhaben liefert dazu auch ein Beitrag von Thomas Strothjohann in der heutigen Ausgabe der taz unter der Überschrift „PR will Journalismus fressen“. 

Mehr zum Thema: Offener Brief,  l-izzeit-online

Prof. Haller und die Leipziger Journalistik

21. Januar 2011

Siebzehn Jahre war Prof. Michael Haller Journalistik-Professor an der Leipziger Universität. Heute Abend verabschiedete sich Haller mit einem Symposium im Medien-Campus. „Wie kann gesellschaftliche Kommunikation gelingen?“ – so das Thema zu dem Wissenschaftler und Journalisten in Vorträgen und Diskussionen beitrugen. Neben den medienwissenschaftlichen wurden dabei auch journalistische und medienphilosophische Perspektiven beleuchtet. Die aktuelle Situation der Leipziger Journalistikausbildung blieb nicht ausgeblendet. Michael Haller hat entscheidenden Anteil an der Profilierung dieser Leipziger Journalistenausbildung. Entstanden ist dabei, wie Haller selbst sagt, “ so etwas wie eine Marke ‚Leipziger Journalistik'“.  Diese gelte es mit viel Kontinuität und Innovation fortzusetzen. „Vor allem aber“, so Haller in einem Interview im Jahresbericht des Instututs KMW 2010, „sollten Lehrinhalte, die sich nach außen als ‚Qualität‘ der Leipziger Ausbildung durchgesetzt haben, nicht abgebaut, sondern gestärkt werden“. 
Professor Volker Lilienthal rief in seinem Gastbeitrag die Leipziger Universitätsleitung auf, der gesellschftlichen Abwertung des Journalistenberufes nicht auch noch eine ausbildungsseitige hinzuzufügen. Den Zeitungsverlegern warf er bezüglich der aktuellen Tarifverhandlungen für Redakteure eine gedankenlose Geringschätzung vor, die die Verleger selbst treffen werde.

LVZ: Journalistik-Standards gesetzt


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