Archive for Januar 2013

Dresdner Journalistenprozess im ROG-Bericht

31. Januar 2013

ROG LogoDeutschland steht auf der weltweiten ROG-Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 17 (von 179), innerhalb Europas damit etwa im Mittelfeld. Das belegt ein aktuell von Reporter ohne Grenzen (ROG) vorgelegter Bericht. Zu den aktuellen Problemen der Pressefreiheit in Deutschland rechnet die internationale Organisation auch den Dresdner Journalistenprozess. ROG kritisiert, dass sich aufgrund der Revision durch die Staatsanwaltschaft der Prozess nunmehr weiter in die Länge ziehe. Kritisiert wird aber vor allem die  abnehmende Vielfalt der Presse in Deutschland. „Aus Geldmangel arbeiten immer weniger Zeitungen mit eigener Vollredaktion, mehrere Redaktionen wurden 2012 komplett geschlossen“, beklagt ROG. In vielen Regionen Deutschlands gebe es keine konkurrierenden Printmedien mehr. Gleichzeitig steige die Zahl der von Unternehmen bezahlten Beiträge, die sich immer stärker – und für den Leser kaum erkennbar – mit journalistischen Inhalten mischen.

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Preisträger des Lessing-Wettbewerbs ausgezeichnet

25. Januar 2013

Die Preisträgerin des journalistischen Themas „Schreibe wie Du redest, so schreibst du schön.“ beim Schüler-Schreib-Wettbewerb 2012/2013 der Lessing­stadt Kamenz heißt Lisa Schuler. Sie lernt in der 11. Klasse des Evangelischen Kreuz­gymnasiums Dresden und hat sich ihrem Beitrag „Vom Schönreden und Schönschreiben“ unter zwölf Einsendungen durchgesetzt. Der stellvertretende Landesvorsitzende des DJV Sachsen Axel Arlt gratulierte der jungen Dresdnerin heute im Rahmen  der Auszeichnungs­veranstaltung im Stadttheater der Lessingstadt zur ihrem Erfolg. „,Unsere Sprache passt sich immer mehr dem hektischen Alltag an‘, beschreibt die Autorin eigenes Erleben. Sie setzt sich damit auseinander, welche Konsequenzen daraus erwachsen. Sie wägt ab, welche Kommuni­kationsweise uns wie beeinflusst und wie sich das auf eine ,schöne‘ Sprache auswirkt“, heißt es in der Laudatio des DJV Sachsen. Lisas Gedanken führen zu einer pragmatischen Erkenntnis: „Schreibe wie du redest und die Sprache wird zum Mittel dich mit anderen zu verständigen. Redest du aber so wie du in Ruhe schreibst, findest du die Kunst in der Sprache.“

Der DJV Sachsen ist seit drei Jahren Partner des Lessing-Schüler-Schreibwettbewerbs. Ebenso lange haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich neben den drei literatischen The­men für das journalische zu entscheiden. Das diesjährige Thema ist ein Zitat aus einem Brief Lessings an seine Schwester Dorothea Salome aus dem Jahr 1743.

Der Lessing-Schüler-Schreibwettbewerb 2012/2013 zählte insgesamt 113 Teilnehmer aus 37 Schulen.

Axel Arlt

PI Preisverleihung Lessingwettbewerb
http://schreibwettbewerb.lessingmuseum.de/
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„Sachsen erleben“ – ab heute in Berlin

21. Januar 2013

[hprfoto] Vertretung 2 mMit der heutigen Eröffnung der Fotoausstellung „Sachsen erleben“ startet die erste umfängliche Schau von Arbeiten sächischer Bildjournalisten, die sich beim Fotowettbewerb des DJV-Landesverbandes und der Mauritius-Brauerei beteiligt haben. Der Wettbewerb wurde 2012 erstmals ausgeschrieben. Im September wurden die drei besten Fotos prämiert, ein weiteres lag in der Besuchergunst ganz vorn und erhielt einen Publikumspreis. Die Ausstellung, die aus den eingereichten Arbeiten zusammengestellt wurde, umfasst 30 Bilder und zeigt ein breites Spektrum des Lebens im Freistaat – von Journalistinnen und Journalisten eingefangen. Zu sehen die Fotos bis zum 21. Februar 2013 in der Berliner Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund. Die Ausstellung ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. (Rundgang vorab)

DJV Sachsen trauert um Günter Rössler

3. Januar 2013
big_27508024_0_135-192Der DJV Sachsen trauert um sein Mitglied Günter Rössler, der zu Silvester im Alter von 86 Jahren gestorben ist. Der Fotograf Günter Rössler war einer der Pioniere der DDR-Aktofografie. Das Magazin und die Modezeitschrift Sibylle publizierten Rösslers Arbeiten und 1984 brachte auch der Playboy eine Fotostrecke unter dem Titel „Mädchen der DDR“. In diesem Zusammenhang wurde er mit Helmut Newton verglichen. Wichtig war Rössler jedoch das völlig andere, ihm eigene Herangehen an die Aktfotografie. Sein Stil sei ein anderer, sagte er stets. Bei ihm stehe die Authentizität der Modelle im Vordergrung, nicht eine Pose.
Das Dresdner Programmkino kid zeigt noch bis zum 9. Januar 2013 den erst 2012 gedrehten Dokumentarfilm von Fred R. Willitzkat: „Die Genialität des Augenblicks – Der Fotograf Günter Rössler“ (täglich 18.30, kid – Kino im Dach, DD, Schandauer Straße 64)

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