Archive for Mai 2011

Presseausweis=Journalist?

31. Mai 2011

Zum derzeit in Dresden stattfindenden Kirchentag sind zahlreiche Medien vor Ort. Journalistische Berichterstattung wird vom Pressezentrum im Kulturpalast koordiniert und gefördert. Es entspricht der Pressefreiheit, dass unabhängig von einer Akkreditierung Journalisten, Fernsehteams und andere Medienvertreter in der Stadt unterwegs sind. Ob es sich um eine professionelle Journalistin, einen professionellen Journalisten handelt, erkennt man unter anderem am Presseausweis. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Presseausweise gibt es inzwischen viele. Beim oben abgebildeten kann man relativ sicher sein, dass er einem Profi gehört. 
Mehr Informationen gibt’s hier: http://www.presseausweis.org/

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Gegen Strafbefehle für journalistische Fragen

28. Mai 2011

Der vom Amtsgericht Weißwasser erlassene Strafbefehl gegen einen aus Bayern stammenden Journalisten ist nach Ansicht des DJV Sachsen eine völlig unangemessene Reaktion auf eine Medien-Anfrage an ein Gericht. Laut Strafbefehl soll der Journalist einen Richter beleidigt haben. Die Presseanfrage enthält Fragen nach einer Nebentätigkeit des Richters als Reiseveranstalter. Gefragt wird u. a. nach dem Inhalt des Specials bei Reisen nach Thailand. Dies enthalte nach Ansicht des Gerichtes die ehrverletzende Unterstellung, der Richter würde im Bereich des Sex-Tourismus tätig sein. Zwischen Presse-Anfrage und dem Anfang April erlassenen Strafbefehl liegen mehr als vierzehn Monate. Der Vorfall war bereits Thema beim Medienjournal Zapp am 25. Mai 2011.

Medientreffpunkt 2011 für Vernunftrenaissance

5. Mai 2011

Am Mittwoch ging in der Leipziger „Media City“der 13. Medientreffpunkt Mitteldeutschland zu Ende: Rund 50 Diskussionsrunden mit ca. 250 Referenten für 1300 Teilnehmer, darunter rund 200 Jugendliche mit dem Status Mediennachwuchs, wurden an den drei Tagen vom 2. bis 4. Mai geboten. Doch die These, eindeutig im Obertitel 2011 manifestiert („Preis schlägt Gratis – Die Renaissance der Vernunft“), wurde häufig nicht so klar belegt. Vielmehr scheint die Kluft zwischen jenen über 30-Jährigen, die noch „gelernt haben, Zeitung zu lesen“ und jenen, die mit anderen Medien groß werden und in der regionalen Tageszeitung keine für sie relevanten Themen in ihrer Sprache finden, wird zunehmend manifestiert und scheint unüberwindbar. Auch große Ereignisse wie die japanische Katastrophe im März bringen keine spontane, zeitweilige Verschiebung der Rezeptionsgewohnheiten mit sich, wie der Leipziger Journalistikprofessor Michael Haller in einer aktuellen Studie nachweist. Die Zeitung büße hingegen ihre Ubiqität – nämlich immer und überall aktuell verfügbar zu sein – ein, so Hallers Beobachtung. Die Zukunft gehöre wohl aber eher dem Smartphone als dem Tablettcomputer. Recht mager wurde der Tag der Pressefreiheit am 3. Mai begangen: Zwei Veranstaltungen, davon die öffentliche in der Arena im Hauptbahnhof um 14 Uhr – also weder für tagesaktuelle Journalisten noch für andere Werktätige erreichbar. Der ursprünglich angekündigte Festakt (DJV-Kurier 01.2011) verschwand ganz gen Berlin oder Bonn oder Nirwana. Dafür – auch das Tradition – plauderten wieder drei ostdeutsche, christdemokratische Ministerpräsident(inn)en – diesmal über eine „mitteldeutsche Identität“, also über gemeinsame Geschichte(n) und Kultur.

Andreas Herrmann

Alle Presseinfos, auch mit Kernaussagen einzelner Veranstaltungen: www.medientreffpunkt-mitteldeutschland.de
Mehr zu herausragenden Themen und Thesen des Medientreffpunktes 2011 später im DJV-Kurier 2/2011

Medientreffpunkt beginnt in Leipzig

2. Mai 2011

In Leipzig beginnt am heutigen 2. Mai der Medientreffpunkt Mitteldeutschland. Die dreitägige Veranstaltung in der sächsischen Messestadt steht in diesem Jahr unter dem Motto „Preis schlägt gratis“. Veranstalter ist eine Arbeitsgemeinschaft, der neben den Landesmedienanstalten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens einzelne Medienbetriebe der drei ostdeutschen Länder angehören. Der traditionelle Treffpunkt bietet in diesem Jahr 40 Diskussionsrunden mit rund 200 Referenten, teilt Martin Deitenbeck, Vorsitzender der AG und Geschäftsführer der SLM mit. Am Mittwoch, dem dritten Veranstaltungstag, lädt der DJV Sachsen am Rande des Medientreffpunktes bereits zum zweiten Mal zu einem Treff für freie Journalistinnen und Journalisten ein. „Selbständig durch die Medien“ ist die Veranstaltung überschrieben. Es geht dabei vor allem um die Existenzsicherung der Freiberufler im Medienbereich.


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