Archive for Januar 2015

IfK-Praxisforum: Lügenpresse?

29. Januar 2015

podium__09Beim Praxisforum des Institutes für Kommunikation (IfK) diskutierten gestern in Dresden Wissenschaftler und Praktiker die Frage „Was ist dran am Vorwurf der „Lügenpresse“?  Zuvor gab’s eine wissenschaftliche Einstimmung von Prof. Lutz Hagen, der dann mit seinem Kollegen Prof. Wolfgang Donsbach, den Chefredakteuren Uwe Vetterick (Sächsische Zeitung) und Dirk Birgel (Dresdner Neueste Nachrichten) sowie dem MDR-Sachsen-Funkhauschef Sandro Viroli und Michael Konken (DJV-Bundesvorsitzender) das Thema anging. Das Publikum wurde in breitem Umfang einbezogen. Für Eingeweihte gab es allerdings nicht viel Neues. Dennoch dürfte die Runde zum Verständnis für die Arbeit der Medien beigetragen haben (kmh).
Foto: Jörn Wolf

Unsere tweets von gestern Abend (leicht bearbeitet):

Lügenpresse – was ist dran? Die Veranstaltung des IFK an der TUD heute versuchte eine Diskussion – es blieb halbherzig – ist die Luft raus?

Fehler passieren, nichts versendet sich, man muss korrigieren (Viroli)

Medienkompetenz heißt auch, die Medien transparenter zu handhaben Konken: Journalisten müssen wieder näher ran

Vetterick: mehr Gelassenheit und den Menschen aufs Maul schauen aber nicht nach dem Mund reden

Aus dem Publikum: mehr Genauigkeit und Qualität ist erforderlich

Fehler passieren, nichts versendet sich, man muss korrigieren (Viroli)

Medienkompetenz heißt auch, die Medien transparenter zu handhaben Konken: Journalisten müssen wieder näher ran

Vetterick: mehr Gelassenheit und den Menschen aufs Maul schauen aber nicht nach dem Mund reden

Aus dem Publikum: mehr Genauigkeit und Qualität ist erforderlich

Vetterick: Berichterstattung ist schwer, wenn niemand reden will

Verschwörungstheorien zur Rolle der Medien, deren Aufgabe sei klar, meint ein Teilnehmer

Kommentar müssen in erster Linie gut sein (Birgel)

Vetterick: SZ-Redaktion ist pluralistisch, Arbeit ist auf den Leser ausgerichtet

Wie arbeiten die Medien? Viroli berichtet, wie’s beim MDR läuft

Konken: Selbstkritik bei Medien und Journalisten ist durchaus angesagt

Birgel: Stimmung gegen Journalisten bei pegida von Anfang an aufgeheizt

Medien um Objektivität bemüht, Teile des Publikums sehen das anders

Viroli beklagt Behinderungen

Viroli: TV bildet ab, was real geschieht – bei pegida wurde TV behindert, soziale Netzwerke haben Bilder geliefert

Birgel: Anfangs pegida nicht ernst genommen

Vetterick: pegida-Entwicklung war nicht absehbar, SZ hat sich nichts vorzuwerfen

Was ist dran am Vorwurf „Lügenpresse“ Diskussion mit Konken, Birgel, Hagen, Donsbach, Vetterik und Viroli derzeit in DD

flurfunk-live-blog

 

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DJV-Appell: Berichterstattung bei islamkritischen Demos sichern!

26. Januar 2015

Der DJV-Gesamtvorstand hat heute bei seiner Sitzung in Hannover alle Journalisten und Journalistinnen aufgefordert, dass sie bei aller gebotenen Vorsicht von islamkritischen Demonstrationen wie Pegida und Legida offen und umfassend berichten.

Sie dürfen sich nicht von Droh-Rufen wie „Lügenpresse halt die Fresse“ und „Lügenpresse auf die Fresse“ einschüchtern lassen.

Gleichzeitig appellierte der DJV-Gesamtvorstand an die Sicherheitsbehörden, ihrer Pflicht zum Schutz der Pressevertreter bei diesen Demonstrationen besser nachzukommen, als das teils bisher geschehen ist. Die im Grundgesetz verankerte Pressefreiheit gilt es in jedem Fall als Voraussetzung einer freien, demokratischen Gesellschaft zu sichern. Dies zu gewährleisten, ist auch die Politik in der Pflicht.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken forderte: „Journalisten müssen die Öffentlichkeit darüber aufklären, was sich wirklich vor Ort abspielt.“

DJV Sachsen verurteilt Gewalt gegen Journalisten

23. Januar 2015

Auf’s Entschiedenste verurteilt der DJV Sachsen die Attacken gegen Journalisten bei der Legida-Demonstration am Mittwoch in Leipzig. Als Interessenvertretung der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat Sachsen lehnen wir jegliche Gewalt sowie verbale Beschimpfungen und Beleidigungen ab.

jm_Demo__1Die bereits seit Wochen zu registrierende zunehmend aggressive Stimmung bei Pegida in Dresden und nun auch bei Legida in Leipzig gipfelte am Mittwoch in den tätlichen Angriffen auf eine Gruppe von Journalisten. Wie Augenzeugen* berichten, ertönten erst „Lügenpresse”-Sprechchöre, anschließend wurden die Journalisten beleidigt und bespuckt. Nach kurzer Zeit eskalierte die Situation. Die Gruppe griff die Medienvertreter zielgerichtet und bewusst an. Durch Tritte und Schläge wurden einige Journalisten verletzt und Kameras beschädigt. Die Polizei war nicht in der Lage, die Journalisten zu schützen. Auch Legida-Ordner griffen nicht ein.

Der DJV fordert die Veranstalter auf, eine weitere Eskalation der Stimmung gegen die Medien insgesamt und insbesondere gegen anwesende bzw. berichtete Journalistinnen und Journalisten zu verhindern. Die Polizei fordert der DJV Sachsen auf, sich stärker für die Sicherheit der Medienvertreter einzusetzen. Sie ist bei den Demonstrationen nicht für die Sicherung der Meinungsfreiheit, sondern auch für die grundgesetzlich gesicherte Pressefreiheit zuständig. Dazu gehört, dass Medienvertreter ungehindert arbeiten können.

*Interview mit betroffenem Redakteur von mephisto 
Spiegel-Beitrag zum Thema
Foto: Jörn Wolf 

 

 

Jahresauftakt gut besucht

22. Januar 2015

gut besuchtAuch der zweite Jahresauftakt der sächsischen Kommunikationsverbände fand eine gute Resonanz. Eingeladen hatten DJV, DPRG, Presseclub Dresden, die Marketingclubs sowie der Mitteldeutsche Presseclub.

nachdenklich Ine Dippmann zur LageNachdenkliche Worte zur Lage gab’s von Ine Dippmann.  Mehr Fotos

„Lügenpresse“ und mehr…

14. Januar 2015

Lügenpresse Dresden„Lügenpresse“ ist zum Unwort des Jahres gekürt worden. In Dresden haben wir uns schon fast dran gewöhnt, dass es uns am Rand bei PEGIDA-Demonstrationen entgegengeschleudert wird. Doch es bleibt nicht dabei, wie ein Beitrag im MDR-Sachsenspiegel zeigt. Hinnehmen werden wir diesen Umgang mit Journalistinnen und Journalisten nicht. Wir ermuntern unsere Kollegen ausdrücklich, über Übergriffe zu berichten, bei Bedarf auch vertraulich direkt an den DJV Sachsen.

Foto MDR-Sachsenspiegel

„Lügenpresse“ – Was ist dran am Vorwurf?

12. Januar 2015

Achtung Raumänderung!

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Praxisforum des IFK an der TU Dresden diskutieren am 28. Januar 2015, 19 Uhr im Centrum Theater, (Trompeterstraße 5
01069 Dresden) Dirk Birgel (DNN), Prof. Wolfgang Donsbach (IFK), Prof. Lutz Hagen (IFK), Michael Konken (DJV), Uwe Vetterick (Sächsische Zeitung) und Andro Viroli (MDR). Zum Disput stehen folgende Frage:

Wie ist es tatsächlich um die Glaubwürdigkeit der Medien bestellt?

Welche Ursachen gibt es für fehlende Glaubwürdigkeit?

Was können die Medien tun, um das Vertrauen zurückzugewinnen?

 


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